{"id":37,"date":"2014-08-13T16:04:18","date_gmt":"2014-08-13T14:04:18","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/dariusmeetschina\/?p=37"},"modified":"2014-08-13T16:04:18","modified_gmt":"2014-08-13T14:04:18","slug":"von-beeskow-nach-wuhan-ein-klassenzimmer-am-anderen-ende-der-welt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/dariusmeetschina\/2014\/08\/13\/von-beeskow-nach-wuhan-ein-klassenzimmer-am-anderen-ende-der-welt\/","title":{"rendered":"Von Beeskow nach Wuhan &#8211; ein Klassenzimmer am anderen Ende der Welt!"},"content":{"rendered":"<p>Jetzt denke ich schon eine ganze Woche hin und her wie ich mich am Besten vorstellen k\u00f6nnte. Nun ich probiere es einfach mal hiermit.<\/p>\n<p>Ich bin Darius, Darius Selke. Genau vor einem Jahr habe ich hier gesessen und noch f\u00fcr das Abitur gekn\u00fcppelt. Ein ziemlich anstrengender Prozess, der sich aber am Ende auszahlt. W\u00e4hrend ich hier so sa\u00df habe ich dar\u00fcber nachgedacht, was ich wohl nach dem ABI mit meiner gewonnen Zeit anfangen k\u00f6nnte. Nun spontan sind mir da zwei Dinge eingefallen: die Pilotenausbildung bei Lufthansa und die Welt entdecken! Ich wollte eigentlich schon immer irgendwo hin und einen Prozess anschieben, der in vielerlei Hinsicht von Nutzen sein kann. W\u00e4hrend der Gymnasialzeit bin ich das erste Mal auf den Gedanken gekommen in au\u00dfereurop\u00e4ische L\u00e4nder zu reisen und die dortige Kultur und vor allem die Menschen genauer kennenzulernen. Im Rahmen der UNESCO stand mir auf einmal ein Aufenthalt in Afrika bevor. Das Ziel war Burundi. Ein f\u00fcr afrikanische Verh\u00e4ltnisse dicht bev\u00f6lkerter Binnenstaat in Ostafrika. Aufgrund der damaligen politischen Verh\u00e4ltnisse wurde unserer Gruppe der Aufenthalt von der ENSA versagt. Ich war dar\u00fcber ziemlich niedergeschlagen und ich habe mit mir bis heute gerungen eine solche Reise noch einmal anzugehen. Und was soll ich sagen, ich habe es getan.<\/p>\n<p>Das Ziel hei\u00dft jetzt aber nicht mehr Bujumbura in Burundi, sondern eher Wuhan in China. Ihr fragt euch sicher wie ich zwischen diesen beiden grundverschiedenen L\u00e4ndern hin und her geswitchet bin. Nun, da wei\u00df ich eine pr\u00e4zise Antwort: Kulturweit! Meine Bewerbung bei dem Freiwilligendienst des Deutschen Ausw\u00e4rtigen Amtes hat schon vor geraumer Zeit begonnen. W\u00e4hrend dem Bewerbungsmotivationsschreiben konnte man verschiedene Ziell\u00e4nder angeben. Mein erstes Ziel war Afrika. Das zweite erstreckte sich \u00fcber China. Ich wei\u00df gar nicht mehr wie ich auf China gekommen bin, aber ich wei\u00df auf jeden Fall, dass es mich schon immer interessiert hat. Dieser Auswahlprozess bei Kulturweit zog sich \u00fcber einen langen Zeitraum hin. Wer in die zweite Runde kam, konnte sich schon auf die Dritte freuen, insofern ein Partnerinstitut Interesse an deiner Pers\u00f6nlichkeit hatte. Und jetzt bin ich hier, ein paar Tage vor meiner geplanten Ausreise im August. Ich habe alle drei Runden hinter mich gebracht und freue mich nun sehr, das Goethe-Institut als meine Partnerorganisation hinter mir zu haben. Der Weg bis hierhin war f\u00fcr einen Jungen, der auf ein famili\u00e4r anmutendes Gymnasium ging, sehr spannend. Irgendwann klingelte das Telefon und ich dachte bei der Nummer auf dem Display, dass m\u00fcsse wohl wieder der Weltbildverlag sein. Nun ich hob ab und sagte: \u201eMeine Mutter ist nicht zu Hause. Sie kommt erst am sp\u00e4ten Nachmittag, rufen Sie doch dann einfach noch mal an.\u201c Tja, es war nicht der Weltbildverlag. Es war Kulturweit mit einem Anruf aus Peking am anderen Ende des H\u00f6rers. Das war das sogenannte Telefoninterview. Besser h\u00e4tte doch so ein Interview gar nicht starten k\u00f6nnen, oder?<\/p>\n<p>Nach diesem Interview hie\u00df es dann hoffen. Ich stellte mir Fragen wie: \u201eHabe ich das auch alles \u00fcberzeugend r\u00fcber gebracht?\u201c oder \u201eHoffentlich haben sie mich bei der Verbindung am Telefon auch \u00fcberhaupt verstanden?!\u201c<\/p>\n<p>Es hat geklappt und nun bin ich ein Freiwilliger, der im August 2014 Deutschland verlassen wird, um in China u.a. den Deutschunterricht mitzugestalten. Das Aufgabenspektrum ist gro\u00df, doch meine Motivation ist gr\u00f6\u00dfer. N\u00e4chsten Woche fahre ich zu einem Vorbereitungsseminar am Werbellinsee bei Berlin. Ich habe eine ungeheure Vorfreude und bin gespannt was mich in der Zukunft erwarten wird. Ich freue mich auf die neuen Eindr\u00fccke und Menschen die ich kennenlernen werde. Doch am meisten warte ich auf das \u201eKribbeln\u201c, wenn ich in den Flieger Richtung China steige. Zur Zeit habe ich das Gef\u00fchl, dass die Zeit noch schneller rennt, als sie es w\u00e4hrend meiner Abiturpr\u00fcfungen tat. Ich finde es wahnsinnig spannend mitzuerleben, wie sich alles ver\u00e4ndert. Noch vor ein paar Wochen habe ich meinen Freundeskreis nur auf meine Region bezogen. Doch schon jetzt kenne ich weitere junge Leute, die aus dem gesamten Land kommen und eine unglaubliche Vita vorzuweisen haben. Es ist also egal was kommt, ich werde daf\u00fcr offen sein.<\/p>\n<p>Manchmal kommt man mit seinen \u00dcberlegungen gar nicht hinterher, weil einem pl\u00f6tzlich alle Wege offen stehen und man einen Schritt vor dem anderen setzt. \u00a0Ich wollte mich eigentlich nur kurz vorstellen. Euch berichten, wie ich dahin gekommen bin, wo ich jetzt bin und eigentlich wusste ich noch nicht mal ob ich \u00fcberhaupt einen Blog schreibe. Doch daf\u00fcr habe ich mich jetzt entschieden, weil ich euch an meinem Chinaaufenthalt genauso teilnehmen lassen will, wie meine Familie. Das Stichwort Familie ist vielleicht zum Schluss noch ganz gut. Manchmal werde ich gefragt, wie meine Familie damit klar kommt. Sie nehmen an dieser Reise genauso Teil wie ich. Mit dem Beginn meiner Bewerbung bei Kulturweit haben sie sich mitbeworben und ich bin sehr gl\u00fccklich dar\u00fcber, eine breite Wand zu Hause zu haben, die mit jedem Tag der auf mich zu kommen wird, hinter mir steht und in schwierigen Situationen den R\u00fccken st\u00e4rken wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Vielleicht schreibe ich das n\u00e4chste mal schon in chinesischen Schriftzeichen, h\u00e4ngt ganz davon ab wie gut ihr mit dem Google-\u00dcbersetzer umgehen k\u00f6nnt, naja oder vielleicht auch ich. Auf jeden Fall folgen in den n\u00e4chsten Monaten viele Bilder, Eindr\u00fccke, Tiefpunkte und nat\u00fcrlich (und dar\u00fcber bin ich mir ziemlich sicher) neue Kulturen und Menschen mit ihren ganz eigenen Geschichten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u540e\u4f1a\u6709\u671f\uff01<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u60a8\u7684\u5927\u6d41\u58eb<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jetzt denke ich schon eine ganze Woche hin und her wie ich mich am Besten vorstellen k\u00f6nnte. Nun ich probiere es einfach mal hiermit. Ich bin Darius, Darius Selke. Genau vor einem Jahr habe ich hier gesessen und noch f\u00fcr das Abitur gekn\u00fcppelt. Ein ziemlich anstrengender Prozess, der sich aber am Ende auszahlt. 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