{"id":9,"date":"2017-09-14T22:37:31","date_gmt":"2017-09-14T20:37:31","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/danigoesslovakia\/?p=9"},"modified":"2017-09-14T22:37:31","modified_gmt":"2017-09-14T20:37:31","slug":"2-ueber-den-wolken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/danigoesslovakia\/2017\/09\/14\/2-ueber-den-wolken\/","title":{"rendered":"2. \u00dcber den Wolken"},"content":{"rendered":"<p>Und schon sitze ich im Flieger, der mich von K\u00f6ln nach Wien bringt. Ich tippe diesen Text gerade in das Notizfeld meines Handys. Schlie\u00dflich m\u00f6chte ich den netten Flugbegleiter, der mir gerade eine Flasche Wasser geschenkt hat, nicht dadurch ver\u00e4rgern, dass ich meinen Laptop raushole.<br \/>\nJetzt geht es wirklich los. Pl\u00f6tzlich ging alles so schnell.<\/p>\n<p>Das Vorbereitungsseminar in Berlin verging wie im Flug. Obwohl ich sehr vieles davon mitnehmen werde. Irgendwie habe ich jetzt wirklich das Gef\u00fchl vorbereitet zu sein. Nicht nur auf das FSJ sondern auch ein kleines bisschen aufs Leben. So viele neue Bekanntschaften, Eindr\u00fccke, Gedanken. Themen mir sehr viel Stoff zum Nachdenken geben. Rassismus, Sexismus, Nachhaltigkeit und noch so viel mehr. Sogar die eigenen Ansichten kritisch sehen. Vor allem der TED-Talk von Chimamanda Adichie (<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=D9Ihs241zeg\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=D9Ihs241zeg<\/a>) ist mir im Ged\u00e4chtnis geblieben. Au\u00dferdem ist es toll so viele nette Leute kennenzulernen, die sich auch auf das FSJ vorbereiten und damit alle Sorgen und Vorfreuden mit mir teilen. Menschen aus ganz Deutschland und auch noch ein paar Incomerinnen aus \u00c4gypten und Tunesien. Alle sind sehr offen hier und alle wollen raus in die Welt. Bei ca. 350 Menschen ist es wahrscheinlich auch nicht verwunderlich, dass ich t\u00e4glich neue Gesichter sehe. Da ist es ganz sch\u00f6n dass es die Homezone gibt. In Homezone 19 sind ein paar der Teilnehmer*innen die in die Slowakei, nach Tschechien, Polen oder Ungarn gehen. Wir verstehen uns auf Anhieb alle gut und unsere Trainerin Steffi gibt uns Ruhe und Zeit zum Austauschen, was zwischen den ganzen Seminaren, Workshops und vor allem dem Partner*innen- Tag auch dringend notwendig ist. Aber zum Gl\u00fcck gibt es ja auch noch ein bisschen Freizeit die man mit wundersch\u00f6n sinnlosen Dingen, wie morgens um 7 im See schwimmen gehen (w\u00e4hrend des Aufstehens bereut man es total, aber das Gef\u00fchl danach ist es auf jeden Fall wert), abends durch den dunklen Wald laufen und wenn man Gl\u00fcck hat auf ein Lagerfeuer treffen oder vor der Disco am letzten Abend schnell noch drei Stunden Herr der Ringe gucken, f\u00fcllen kann. Warum nicht. Es ist schon irgendwie schade, dass ich mich von den ganzen coolen Menschen die ich kennengelernt habe schon wieder verabschieden muss. Aber irgendwie gef\u00e4llt mir auch der Gedanke, dass wir jetzt in der ganzen Welt verstreut sind.<\/p>\n<p>Der Abschied am Flughafen ist ein Schei\u00df-Gef\u00fchl. Meine Mama, meinen Papa, meine Schwester und meine beste Freundin in den Armen zu halten und zu wissen, dass ich sie erst mal f\u00fcr lange Zeit nicht sehen werde, ist hart. Aber als ich dann im Flugzeug sitze geht es mir gut. Ich habe es wirklich getan. Ich fliege los, ohne richtig zu wissen was mich erwartet. Ich sp\u00fcre dieses Kribbeln im Bauch. Das habe ich immer wenn ich fliege. Nur das dieser Flug anders ist. Es geht von K\u00f6ln nach Wien und von Wien nach Kosice. Ich schaue aus dem Fenster, sehe den blauen Himmel, die Sonne und die wei\u00dfen Wolken, die es auf der Erde regnen lassen. Und bevor ich das Gef\u00fchl hatte, dass wir richtig oben sind, kommt auch schon die Ansage, dass nun der Sinkflug startet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Und schon sitze ich im Flieger, der mich von K\u00f6ln nach Wien bringt. Ich tippe diesen Text gerade in das Notizfeld meines Handys. Schlie\u00dflich m\u00f6chte ich den netten Flugbegleiter, der mir gerade eine Flasche Wasser geschenkt hat, nicht dadurch ver\u00e4rgern, dass ich meinen Laptop raushole. Jetzt geht es wirklich los. Pl\u00f6tzlich ging alles so schnell. 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