{"id":7,"date":"2017-08-24T12:19:04","date_gmt":"2017-08-24T10:19:04","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/danigoesslovakia\/?p=7"},"modified":"2017-08-24T12:19:40","modified_gmt":"2017-08-24T10:19:40","slug":"1-alles-beginnt-mit-einem-abschied","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/danigoesslovakia\/2017\/08\/24\/1-alles-beginnt-mit-einem-abschied\/","title":{"rendered":"1. Alles beginnt mit einem Abschied"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Was du willst echt f\u00fcr ein Jahr ins Ausland?&#8220; &#8222;Nach Amerika oder Australien?&#8220; Diese Fragen oder \u00e4hnliche haben mir in letzter Zeit viele Leute gestellt. Wenn ich geantwortet habe, dass ich in die Slowakei gehen werde, kam dann meistens zur\u00fcck: &#8222;So wie Slowenien?&#8220; &#8222;Wo liegt das denn nochmal?&#8220; &#8222;Wie kommst du denn darauf?&#8220; Nein, die Slowakei und Slowenien sind zwei verschiedene L\u00e4nder. Die Slowakei liegt zwischen Polen, Tschechien, \u00d6sterreich, Ungarn und der Ukraine. Und darauf gekommen bin ich eigentlich gar nicht selbst. Eigentlich wollte ich n\u00e4mlich nach Afrika. Aber als die E-Mail von kulturweit mit dem Platzierungsangebot f\u00fcr die Slowakei kam, habe ich trotzdem keine Minute gez\u00f6gert es anzunehmen. Erstens fand ich die Idee an einer Schule auszuhelfen und mit Sch\u00fclern zu arbeiten echt gut und zweitens, wieso nicht in ein Land gehen, das so nah an Deutschland liegt und \u00fcber das ich aber trotzdem \u00fcberhaupt nichts wei\u00df? Afrika kann ich auch noch wann anders bereisen. In die Slowakei w\u00fcrde ich ohne kulturweit bzw. den P\u00e4dagogischen Austauschdienst nicht gehen und damit bestimmt vieles verpassen. Zum Beispiel w\u00fcrde ich die Kultur und den Alltag der Slowaken nicht kennenlernen und vielen verschiedenen Menschen niemals begegnen.<\/p>\n<p>Warum ich das FSJ eigentlich so gerne machen wollte und die Menschen die ich lieb habe einfach f\u00fcr ein Jahr zur\u00fcck lasse? Das kann ich am besten mit einem Artikel erkl\u00e4ren, den ich gestern zuf\u00e4llig im Internet gefunden habe. Darin geht es um ein M\u00e4dchen, das nach dem Abitur erst mal keinen Plan hat was sie machen soll. Sie fliegt daraufhin nach Nairobi und wohnt bei einer Gastfamilie. Dort lernt sie viele neue Leute kennen, die ihr dabei helfen mehr \u00fcber sich selbst zu erfahren und sie zu einem tollen Projekt inspirieren: Sie stellt vielen in ihrer Umgebung die Frage, was sie der Welt sagen w\u00fcrden, wenn sie die M\u00f6glichkeit h\u00e4tten zu allen Menschen zu sprechen. W\u00e4hrend ihrer Zeit in Nairobi erf\u00e4hrt sie jedoch ebenfalls, dass viele Menschen dort die Deutschen als ein sehr rassistisches und kaltherziges Volk sehen und trotzdem begegnen ihr dort alle sehr herzlich und freundlich. (Hier der Link zu dem Artikel:\u00a0<a href=\"http:\/\/ze.tt\/was-wuerdest-du-sagen-wenn-die-ganze-welt-zuhoeren-wuerde\/?utm_source=ze.tt+Newsletter&amp;utm_campaign=de9e0c5097-EMAIL_CAMPAIGN_2017_08_18&amp;utm_medium=email&amp;utm_term=0_919504426c-de9e0c5097-227959589\">http:\/\/ze.tt\/was-wuerdest-du-sagen-wenn-die-ganze-welt-zuhoeren-wuerde\/?utm_source=ze.tt+Newsletter&amp;utm_campaign=de9e0c5097-EMAIL_CAMPAIGN_2017_08_18&amp;utm_medium=email&amp;utm_term=0_919504426c-de9e0c5097-227959589<\/a> ). Dieser Artikel hat mich sehr ber\u00fchrt und auch nachdenklich gestimmt. Mir geht es \u00e4hnlich wie der Protagonistin in dem Artikel. Ich habe keinen Plan was genau ich eigentlich jetzt nach der Schule machen m\u00f6chte und deshalb m\u00f6chte ich einfach mal weg. Um einerseits mehr \u00fcber mich selbst zu lernen und herauszufinden wie ich eigentlich so bin, wenn ich nicht st\u00e4ndig meine Familie oder Freunde um mich herum habe. Und andererseits finde ich es ziemlich cool neue Aufgaben zu \u00fcbernehmen und die M\u00f6glichkeit zu haben evtl. auch eigene Projekte umsetzen zu k\u00f6nnen. Noch hab ich nat\u00fcrlich keinen Plan ob mir \u00fcberhaupt ein guter Einfall zu einem solchen Projekt kommen wird, aber das hat ja noch Zeit. Ein weiterer Grund ins Ausland zu gehen ist f\u00fcr mich, dass ich es traurig finde, dass Deutschland teilweise als rassistisch angesehen wird. Als Freiwillige stehen wir dagegen, meiner Meinung nach, alle f\u00fcr das tolerante, offene und multikulturelle Land in dem wir leben wollen und das auch weiterhin f\u00fcr diese Werte stehen sollte. In einer globalisierten Welt wird es immer wichtiger, dass sich die L\u00e4nder untereinander verst\u00e4ndigen k\u00f6nnen und daf\u00fcr muss man die Menschen die in den anderen L\u00e4ndern leben erst mal kennenlernen. Ich m\u00f6chte also die Menschen in der Slowakei kennenlernen.<\/p>\n<p>Klingt in der Theorie alles ganz locker easy, aber je n\u00e4her der Ausreisetag r\u00fcckt, desto aufgeregter werde ich. Fragen wie: \u201e\u201cKrieg ich das wirklich alles alleine hin?\u201c \u201eKomm ich gut mit dem Heimweh klar?\u201c \u201eUnd ist ein Jahr nicht vielleicht doch ein bisschen lang?\u201c, schwirren durch meinen Kopf. Aber viel gr\u00f6\u00dfer als die Sorgen ist dann doch die Vorfreude. Mein eigenes kleines Abenteuer. Viele neue Menschen die ich kennenlernen, Aufgaben die ich \u00fcbernehmen und Erfahrungen die ich machen darf. Auch wenn es mir jetzt gerade schwerf\u00e4llt von den Menschen, die ich hier zur\u00fccklassen werde Abschied zu nehmen, wei\u00df ich ja , dass ich sie alle wiedersehen werde, auch wenn ich mich in der Zeit im Ausland vielleicht ver\u00e4ndern werde. Jetzt gerade freue ich mich erst mal auf das Vorbereitungsseminar in Berlin, das n\u00e4chste Woche anf\u00e4ngt. Ich schreibe diesen Blog, damit ihr meine wirren Gedanken und spannenden Erfahrungen w\u00e4hrend meiner Zeit im Ausland (fast) hautnah miterleben k\u00f6nnt. Ich werde versuchen regelm\u00e4\u00dfig zu schreiben.<\/p>\n<p>Bis dahin, liebe Gr\u00fc\u00dfe eure Dani<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Was du willst echt f\u00fcr ein Jahr ins Ausland?&#8220; &#8222;Nach Amerika oder Australien?&#8220; Diese Fragen oder \u00e4hnliche haben mir in letzter Zeit viele Leute gestellt. 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