{"id":602,"date":"2009-11-01T20:57:23","date_gmt":"2009-11-01T18:57:23","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/daniel\/?p=602"},"modified":"2009-11-11T09:50:59","modified_gmt":"2009-11-11T07:50:59","slug":"eine-interessante-messe-ein-kaputter-fus-und-eine-woche-bettruhe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/daniel\/2009\/11\/01\/eine-interessante-messe-ein-kaputter-fus-und-eine-woche-bettruhe\/","title":{"rendered":"Eine interessante Messe, ein kaputter Fu\u00df und eine Woche Bettruhe?!"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\">Ich fange beim Sonntag (1.11.) vor genau einer Woche an, wei\u00df jedoch nicht mehr, was ich da so sehr Erlebnisreiches getan haben soll. Meine Toilette hatte ich bis dahin immer noch nicht repariert, also rang ich mich, nachdem ich im hauseigenen Restaurant zu Abend gegessen hatte, dazu durch, den armen Hausmeister nachts um 10 Uhr dar\u00fcber zu informieren, dass mein Klo nicht mehr funktionierte. Eigentlich mussten wir beide lachen, doch ich wei\u00df, dass ihm nicht wirklich zum Lachen zu Mute war. Trotzdem suchte er sich einen P\u00f6mpel, folgte mir aufs Zimmer und l\u00f6ste das Problem im Handumdrehen \u2026 woran ich stundenlang herumprobiert hatte!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Auch der Montag danach war nichts Besonderes, obgleich man sah, dass alle Lehrer und Sch\u00fcler viel frischer und erholter nach den Ferien aussahen. Wir unterhielten uns dar\u00fcber, wer wo gewesen war und was man so erlebt hatte. Ich erfuhr, dass nicht nur Mira und ich in Kambodscha gewesen waren, sondern auch andere Lehrer und Sch\u00fcler, dass sich viele am Strand gesonnt hatten und dass es einige sogar in ganz andere L\u00e4nder, meist per Flugzeug, verschlagen hatte. Bis auf die Mittagspause mit der Basisstufe hatte ich nur Freistunden, so konnte ich mit vielen \u00fcber die Ferien reden und auch einiges aus Kambodscha berichten. Im Eifer, dass ich die nachtr\u00e4gliche Gratulation zum 6. Geburtstag eines Basisstufenm\u00e4dchens nicht verschwitze, verga\u00df ich, dass auch der Junge, auf den ich in den Hofpausen immer besonders achten sollte, in den Ferien Geburtstag hatte. Das merkte ich sp\u00e4testens, als ich ihn zur zweiten Pause im Klassenzimmer abholen wollte und fast \u00fcber seinen Kuchen, den er an die anderen Kinder verteilte, stolperte! Hastig gratulierte ich ihm und ergatterte noch ein St\u00fcck. W\u00e4hrend meiner anschlie\u00dfenden Freistunde wusch ich das f\u00fcr den Kuchen verwendete Geschirr ab und freute mich auf die Mittagsbetreuung. Zwar fiel an diesem Tag der Thai-Unterricht wieder aus, aber da das Internet zu Hause ohnehin nicht gehen sollte, entschied ich, mich noch ein paar Stunden l\u00e4nger in der Schule aufzuhalten und alles Wichtige f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage vorzubereiten. Am Abend trafen wir vier Freiwilligen und Gregor, ein Praktikant der <span style=\"border-bottom: 1pt dashed #33cc33\" title=\"Deutschsprachigen Schule Bangkok\">DsSB<\/span> uns im Restaurant gegen\u00fcber, um jeweils eine kleine Foto-Show \u00fcber unsere Ferien zu pr\u00e4sentieren. Dann gesellte sich noch ein Neuseel\u00e4nder zu uns, den Mira auf ihrer Kambodscha-Reise kennen gelernt hatte, und damit ging der Montag zu Ende.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Der Dienstag verlief gewohnt stressig, wobei mir der M\u00e4dchensport mit der <span style=\"border-bottom: 1pt dashed #33cc33\" title=\"Zweij\u00e4hriger \u00dcbergang vom Kindergarten zur 2. Klasse\">Basisstufe<\/span> wieder am meisten Spa\u00df bereitete. Sie freuen sich immer so, wenn ich ihre Spiele mitmache. Die Sportlehrerin bot mir an, dass ich mal ein neues Spiel f\u00fcr die Kinder einf\u00fchren k\u00f6nnte, weil sie eigentlich noch nicht sehr viele kannten. Dankend nahm ich das Angebot an und versprach, was ich bis zur n\u00e4chsten Woche leider nicht halten k\u00f6nnen w\u00fcrde \u2026 Am Nachmittag war wieder Lehrersport angesagt und mir graulte es schon wieder vor dem Heimweg, da ich abermals mit meiner 5-kg-Tasche mehrere Kilometer bis zur Bushaltestelle, an der ohnehin nur jede halbe Stunde ein <span style=\"border-bottom: 1pt dashed #33cc33\" title=\"Sammeltaxi mit zwei gegen\u00fcberliegenden Sitzreihen parallel zur Stra\u00dfe\">Songthaew<\/span> vorbeikommt, laufen musste. Doch dieses Mal war mir das Gl\u00fcck hold und eine Mutter eines <span style=\"border-bottom: 1pt dashed #33cc33\" title=\"Ruamrudee International School\">RIS<\/span>-Sch\u00fclers hielt an, um mich bis zur Hauptstra\u00dfe mitzunehmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Der Mittwochvormittag begann mit schulfrei \u2013 und zwar f\u00fcr die Sch\u00fcler! Die gesamte Lehrerschaft musste zur so genannten Fortbildung auf die <span style=\"border-bottom: 1pt dashed #33cc33\" title=\"Ausstellung zum Thema Bildung\">WorldDidac<\/span> 2009 Bangkok im Queen Sirikit Convention Center, einer gro\u00dfen Messe, auf der sich verschiedene Firmen mit ihren neuesten Erfindungen im Bereich Bildung pr\u00e4sentierten. Man konnte viel ausprobieren, wurde hin und wieder angesprochen und bekam einige Prospekte. Der wohl gr\u00f6\u00dfte Stand ging von Deutschland aus, viel wurde auch vorgestellt aus Korea, Japan, Thailand und China. Da gab es beispielsweise Tafeln, auf denen man mit einem Magnetstift schreibt, die automatisch erkennt, ob die Antwort richtig oder falsch ist \u2026 oder wie w\u00e4re es mit Mikroskopen, deren Bilder auf der Tafel f\u00fcr alle sichtbar erscheinen? Auch Solarautos, die nur mit Sonne und Wasser fahren, waren eine der zahlreichen neuen Errungenschaften der bildenden Technik. F\u00fcr die Lehrer war es Pflicht, bis 14 Uhr zu bleiben, Philipp, Liss, Mira und ich durften aber schon eher, das hei\u00dft um halb 11, gehen, da es f\u00fcr keine obligatorische Veranstaltung war. Was sollte man auch noch vier Stunden dort, wo ich doch in anderthalb Stunden jeden Stand zweimal besucht habe und von jedem ausgiebig beraten f\u00fchlte? Insgesamt fand ich die Messe wirklich sehr interessant und gut gestaltet, aber ich hatte mir mehr St\u00e4nde erwartet. Anschlie\u00dfend gingen wir nach <span style=\"border-bottom: 1pt dashed #33cc33\" title=\"Stadtviertel im Zentrum von Bangkok\">Chinatown<\/span>, a\u00dfen beim Japaner und lie\u00dfen uns von einem Thai, der wirres Zeug redete und uns immer wieder fragte, was wir heute schon so alles gesehen hatten, zum Bootssteg an den <span style=\"border-bottom: 1pt dashed #33cc33\" title=\"Hauptfluss in Bangkok\">Chao Phraya<\/span> fahren. Wir kauften uns ein Ticket und fuhren prompt in die falsche Richtung, denn unser Ziel hie\u00df Nationalmuseum und nicht der S\u00fcden von Bangkok. So stiegen wir am n\u00e4chsten Pier aus und fuhren mit demselben Ticket in die entgegengesetzte Richtung. Die Fahrt war angenehm erfrischend und auch recht schnell. Wir kamen auch bald am Nationalmuseum an, aber ich wusste ja, dass ich sp\u00e4testens 16 Uhr zu Hause sein musste, um wieder zu den beiden Jungen zu fahren, denen ich Deutsch beibringe. Mittlerweile war es schon kurz vor zwei und mit dem Taxi bis nach Hause dauert es halt immer etwa eine Stunde, wenn man gut durchkommt. Daf\u00fcr erwischte ich aber einen supernetten Taxifahrer, der mit mir viel Thai redete. Zun\u00e4chst musste ich erkl\u00e4ren, wer ich bin und was ich hier in Bangkok mache, dann sollte ich ihm von Deutschland erz\u00e4hlen: Welche Sprache man dort spricht, ob wir auch Taxis, Tuk-Tuks, Z\u00fcge und Motorr\u00e4der haben usw. Schlie\u00dflich buchstabierte er erst seinen Namen auf Englisch, dann versuchte ich es auf Thai. Welch Gl\u00fcck, dass ich alle Buchstaben in seinem Namen kannte. Er erz\u00e4hlte mir, dass er Hunde liebt, und brachte mir die <span style=\"border-bottom: 1pt dashed #33cc33\" title=\"Thai ist eine tonale Sprache, bei der die H\u00f6he und der Verlauf der Stimme innerhalb einer Silbe f\u00fcr die Bedeutung eines Wortes entscheidend ist\">Tonh\u00f6hen<\/span> bei, was ihn teilweise wohl sehr erheiterte. Schlie\u00dflich schlief ich v\u00f6llig \u00fcberm\u00fcdet ein und kam sicher am Ziel an, sodass ich noch Luft bis zu den Deutschstunden hatte. Wieder zu Hause vom Unterricht arbeitete ich noch bis sp\u00e4t in die Nacht an meiner Pr\u00e4sentation in Deutsch, die ich endlich am Freitagmorgen halten sollte \u2026<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Da ich am Donnerstag die ersten beiden Stunden frei hatte, schlief ich auch aus und kam p\u00fcnktlich zu meiner Pausenaufsicht. Ich \u00f6ffnete die T\u00fcr der <span style=\"border-bottom: 1pt dashed #33cc33\" title=\"Zweij\u00e4hriger \u00dcbergang vom Kindergarten zur 2. Klasse\">Basisstufe<\/span> und sah schon wieder viel Kuchen! Wie ja bereits eher erw\u00e4hnt, hatte auch ein Basisstufenm\u00e4dchen in den Ferien Geburtstag. In der dritten Stunde, also meiner ersten, stand Sachkunde an. Der Klassenlehrer teilte seine 4., von der ich die eine H\u00e4lfte \u00fcbernahm. Es ging um die Benutzung eines Atlasses, die wichtigsten St\u00e4dte und Nachbarl\u00e4nder Deutschlands und das Erkennen und Einzeichnen von Grenzen. Mir machte die Stunde wirklich viel Spa\u00df und so holte ich mir zus\u00e4tzliche Stunden, bei denen ich diesbez\u00fcglich assistieren sollte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Es klingelte \u2026 die Stunde war vorbei, ich ging ins Lehrerzimmer und dann wieder heraus. Ihr fragt euch jetzt, warum ich so einen Bl\u00f6dsinn erw\u00e4hne? Tja, eben, weil auch ich mich frage, warum ich wieder aus dem Lehrerzimmer herausging \u2013 denn das sollte die komplette kommende Woche ver\u00e4ndern! Irgendwie lief ich mit Liss zusammen die Treppe hinunter und wollte wahrscheinlich beweisen, dass ich schneller als sie Treppen laufen k\u00f6nnte, sodass ich die letzten beiden Stufen gleichzeitig nahm \u2026 zumindest versuchte ich das \u2026 und dann: Krrrk! Autsch, das tat weh! Ich war mit der Ferse auf der letzten Stufe h\u00e4ngen geblieben und verknackste mir so den Fu\u00df. Sofort wusste ich, dass f\u00fcr mich dieser Tag erst einmal gelaufen war! Woran ich mich noch erinnere: Die Sportlehrerin der <span style=\"border-bottom: 1pt dashed #33cc33\" title=\"Zweij\u00e4hriger \u00dcbergang vom Kindergarten zur 2. Klasse\">Basisstufe<\/span> kam gerade vorbei, fragte, was mit mir passiert sei, und ich konnte nur antworten \u201eIch kann heute wohl nicht zum Sport kommen\u201c. Dann humpelte ich zu einem Sitzplatz nahe der Treppe und wurde von zwei Eltern, die in der K\u00fcche halfen, mit Eis versorgt. Nach ein paar Minuten f\u00fchlte es sich auch wieder besser an und ich konnte zu ihnen in die K\u00fcche, um mich noch mal zu bedanken. Sie schickten mich vorsichtshalber in die Schulklinik der <span style=\"border-bottom: 1pt dashed #33cc33\" title=\"Ruamrudee International School\">RIS<\/span>, wo mein Fu\u00df verbunden und die Schmerzen mit einer Salbe gestillt wurden. Pl\u00f6tzlich ging es mir wieder gut, als w\u00e4re kaum etwas passiert. Ich lief zur\u00fcck in die K\u00fcche, unterhielt mich noch eine Weile \u2013 im Stehen (!) \u2013 mit den beiden Eltern \u00fcber meinen Aufenthalt in Thailand und ging zur\u00fcck ins Lehrerzimmer. Selbst den Sportunterricht lie\u00df ich nicht ausfallen (allerdings stand ich gr\u00f6\u00dftenteils nur herum und beobachtete), im Mathematikunterricht erz\u00e4hlte ich den interessierten Sch\u00fclern im Stehen von meiner Kambodschareise und in der 8.\/9. Stunde beaufsichtigte ich noch eine Klausur der 11. Klasse in Deutsch. Als ich nach diesen letzten zwei Stunden wieder aufstehen wollte, merkte ich schon, dass der Fu\u00df inzwischen gr\u00f6\u00dfer als der Schuh geworden war. Ich suchte mir eine Mitfahrgelegenheit, damit ich nicht mehr viel laufen musste und legte mich zu Hause sofort schlafen. Als ich am sp\u00e4ten Abend aufwachte, war die Schwellung immer noch nicht zur\u00fcckgegangen. Ich hatte Angst vor einem B\u00e4nderriss und entschied, mich am n\u00e4chsten Morgen ins Krankenhaus zu begeben, falls es so schlimm bleiben sollte. Vorsichtshalber sagte ich auch die Pr\u00e4sentation in Deutsch ab \u2013 ich wei\u00df bis heute nicht, was aus den ersten beiden Stunden an dem Freitag geworden ist, denn eigentlich sollte ich die Pr\u00e4sentation halten, weil die Lehrerin zur Fortbildung sein w\u00fcrde \u2026 Zudem fiel mir ein, als der Computer meldete, dass der Akkustand schon sehr niedrig sei, dass ich mein Ladekabel in der Schule vergessen hatte! Falls ich nun am n\u00e4chsten Morgen nicht in die Schule kommen sollte, m\u00fcsste ich das ganze Wochenende ohne Computer verbringen \u2026!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Am Freitagmorgen entschied ich dann doch, aufgrund des Zustandes meines Riesenfu\u00dfes, mich ins Krankenhaus zu begeben und mich in der Schule f\u00fcr diesen Tag abzumelden. Um Geld zu sparen, wollte ich es mit dem Motorrad-Taxi versuchen, aber der Fahrer verlangte <span style=\"border-bottom: 1pt dashed #33cc33\" title=\"3 Euro\">150 Baht<\/span>! Daf\u00fcr konnte ich mir auch ein Taxi nehmen. Meine vergeblichen Versuche, ihm auf Thai zu erkl\u00e4ren, dass ich nur <span style=\"border-bottom: 1pt dashed #33cc33\" title=\"1,60 Euro\">80 Baht<\/span> oder sonst nur 1000er-Scheine, die er ohnehin nicht wechseln k\u00f6nnte, hatte, halfen da auch nicht. Er verstand ja nicht mal \u201e<span style=\"border-bottom: 1pt dashed #33cc33\" title=\"Thai: Krankenhaus\">roong phajaabaan<\/span>\u201c, obwohl man eigentlich f\u00fcr dieses Wort keine <span style=\"border-bottom: 1pt dashed #33cc33\" title=\"Thai ist eine tonale Sprache, bei der die H\u00f6he und der Verlauf der Stimme innerhalb einer Silbe f\u00fcr die Bedeutung eines Wortes entscheidend ist\">T\u00f6ne<\/span> braucht! Jede Silbe hat einen normalen mittleren Ton, aber gerade das ist f\u00fcr uns Deutsche schwer; wahrscheinlich treffen wir eher die tiefen T\u00f6ne \u2026 wie dem auch sei, als ich ihm den Namen des Krankenhauses nannte, d\u00e4mmerte es ihm, aber der Preis blieb. Da mir das Taxi aber zu teuer war, nahm ich den Bus die Hauptstra\u00dfe herunter, stieg etwa auf der H\u00e4lfte der Strecke aus und fragte nun die Taxifahrer der Reihe nach, ob mich einer f\u00fcr meine \u00fcbrigen <span style=\"border-bottom: 1pt dashed #33cc33\" title=\"1,20 Euro\">60 Baht<\/span> zum <span style=\"border-bottom: 1pt dashed #33cc33\" title=\"Name des Krankenhauses\">Samitivej Srinakarin<\/span> fahren w\u00fcrde. Darauf lie\u00df sich keiner ein, aber immerhin einer erbarmte sich und fuhr mich an eine Tankstelle, um einen meiner <span style=\"border-bottom: 1pt dashed #33cc33\" title=\"20 Euro, h\u00f6chster Geldschein\">Tausender<\/span> zu wechseln. Am Krankenhaus angekommen zeigte das Taximeter doch tats\u00e4chlich <span style=\"border-bottom: 1pt dashed #33cc33\" title=\"1,26 Euro\">63 Baht<\/span> an, als h\u00e4tte ich es gewusst! Aus H\u00f6flichkeit verlangte der Taxifahrer auch nur <span style=\"border-bottom: 1pt dashed #33cc33\" title=\"1,20 Euro\">60 Baht<\/span>, wie ich es im Voraus mit ihm ausmachen wollte. \ud83d\ude09<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Vor dem Krankenhaus wurde mir gleich ein Rollstuhl angeboten, den ich dankend ablehnte. Das St\u00fcckchen sollte mein Fu\u00df nun auch noch mitmachen. In dem riesigen Komplex angekommen, fragte ich nach der Orthop\u00e4die-Abteilung, wurde in die 3. Etage geschickt, die gar nicht so\u00a0leicht zu erreichen war, und stand in der richtigen Etage vor der Baby-Abteilung. Weiteres Fragen war n\u00f6tig und schlie\u00dflich kam ich an, wo ich hinwollte. In meinem besten Thai gab ich den Damen zu verstehen, dass mir der Fu\u00df wehtut, und schon bekam ich ein langes Formular auf Englisch, auf dem ich meinen Lebenslauf ausbreiten sollte. Ich musste sogar angeben, wer f\u00fcr mich entscheiden sollte, falls ich das nach der Behandlung nicht mehr selbst k\u00f6nnte. \ud83d\ude00 Und noch etwas: Da auf meinem Ausweis mein Nachname als \u201eKRAU\u00dfE\u201c aufgef\u00fchrt ist und die Thais sich ohnehin bem\u00fchen m\u00fcssen, unsere Schrift zu lesen, bin ich ab sofort im Krankenhaus als Mr. KRAUBE bekannt. Aber danach ging alles ziemlich reibungslos: Ich wurde mit dem Rollstuhl zum Arzt gefahren, dieser beriet mich sehr gut auf Englisch, dann zum R\u00f6ntgen und wieder zur\u00fcck zum Arzt. Er diagnostizierte eine \u201eankle ligament injury\u201c, also B\u00e4nderzerrung oder <span style=\"border-bottom: 1pt dashed #33cc33\" title=\"Fachwort, schlagt es nach! ;-)\">Supinationstrauma<\/span>, wie auch immer es auf Deutsch hei\u00dft, und verordnete mir eine Woche Bettruhe. Schlie\u00dflich schob man mich zur Kasse, an der ich die Unmengen an verschriebenen Medikamenten, die Behandlung, die Kr\u00fccken und jegliche andere Geb\u00fchren bar bezahlen musste. Zum Gl\u00fcck hatte ich mir noch ein paar Tausender eingesteckt, bevor ich losgefahren war. Dann wurde mir ein Taxi gerufen und ich konnte in Ruhe nach Hause fahren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">\n<p style=\"text-align: justify\">Leider hatte ich zu Hause immer noch kein Ladekabel, also meldete ich per Handy, dass ich eine Woche ausfallen w\u00fcrde. Ich schlief ein und wurde von einem Anruf aus der Schule geweckt, ob ich tats\u00e4chlich eine Woche im Krankenhaus verbringen m\u00fcsse! Na ja, irgendwie wurde meine Nachricht wohl missverstanden oder missverst\u00e4ndlich weitergetragen \u2026 trotzdem war es gut zu wissen, dass sich alle Sorgen um mein Befinden machten. Das, was mich an der ganzen Sache \u00e4rgerte, war, dass ich nicht an Halloween, nicht am Lichterfest <span style=\"border-bottom: 1pt dashed #33cc33\" title=\"Das wird im n\u00e4chsten Beitrag genauer erkl\u00e4rt\">Loy Krathong<\/span> und auch nicht am Unterricht in der n\u00e4chsten Woche teilnehmen w\u00fcrde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">So geschah es dann auch, dass ich den gesamten Samstag zu Hause blieb, w\u00e4hrend sich die anderen f\u00fcr Halloween zurechtmachten und schlie\u00dflich dann auch ausgingen. Aber ich fand es wirklich sehr toll, dass mir alle helfen wollten und Eink\u00e4ufe f\u00fcr mich erledigten! Den Sonntag verbrachte ich damit, die Versicherungsunterlagen zusammenzusuchen, auszuf\u00fcllen und schon einmal eine informative E-Mail an meine Auslandskrankenversicherung zu schreiben. Am Abend ging ich das erste Mal wieder auf die Stra\u00dfe, um mir im Restaurant gegen\u00fcber \u201e<span style=\"border-bottom: 1pt dashed #33cc33\" title=\"Englisch: Meeresessen\">seafood\u201c<\/span> zu g\u00f6nnen: Muscheln, Garnelen und irgendwelche Fischeier \u2026 sah nicht sehr appetitlich aus, schmeckte zum Gl\u00fcck a<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">ber gar nicht so schlecht. Danach trafen sich Philipp, Liss, Mira und ich wieder einmal, um einen Film zu schauen, aber mehr als eine Herr-der-Ringe-Parodie von Liss\u2018 Kumpels schafften wir zeitlich nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Nun ist es wieder zwei Uhr nachts hier und eventuell wollte ich morgen bzw. heute mal in der Schule zum Loy Krathong vorbeischauen. Das entscheide ich, wenn ich aufwache \u2026<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">\n<p style=\"text-align: justify\">Ach ja, Bilder gibt es dieses Mal fast keine, warum wohl?<\/p>\n\n\t\t<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 33%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-602 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/kulturweit.blog\/daniel\/files\/2009\/11\/DSCI1129-1024x768.JPG'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/daniel\/files\/2009\/11\/DSCI1129-1024x768-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-640\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-640'>\n\t\t\t\tMein kaputter Fu\u00df\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/kulturweit.blog\/daniel\/files\/2009\/11\/91028001-1024x768.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/daniel\/files\/2009\/11\/91028001-1024x768-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-645\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-645'>\n\t\t\t\tVor dem Eingang zum Queen Sirikit Convention Center\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl>\n\t\t\t<br style='clear: both' \/>\n\t\t<\/div>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich fange beim Sonntag (1.11.) vor genau einer Woche an, wei\u00df jedoch nicht mehr, was ich da so sehr Erlebnisreiches getan haben soll. 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