{"id":78,"date":"2017-01-03T19:18:50","date_gmt":"2017-01-03T18:18:50","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/constantlyadventuring\/?p=78"},"modified":"2017-01-03T19:18:50","modified_gmt":"2017-01-03T18:18:50","slug":"vom-fresskoma-und-anderen-positiven-ereignissen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/constantlyadventuring\/2017\/01\/03\/vom-fresskoma-und-anderen-positiven-ereignissen\/","title":{"rendered":"Vom Fresskoma und anderen positiven Ereignissen!"},"content":{"rendered":"<p>Einen sch\u00f6nen guten Abend liebe Leute,<\/p>\n<p>ich sitze gerade dick eingepackt in meinem eisekalten Zimmerchen und warte, dass die Heizung endlich ihren Dienst tut! Und w\u00e4hrend ich so wartete, dachte ich mir, kann ich auch gleich mal ein kleines Update geben, denn es ist ja schon wieder viel zu viel Zeit vergangen&#8230;<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst einmal: Danke! Es haben mich so viele liebe Worte in Bezug auf meinen letzten Artikel erreicht, und die haben wir wirklich das Herz gew\u00e4rmt! Vor allem zu dieser Jahreszeit \ud83d\ude42 Viele gute Ratschl\u00e4ge, Schulterklopfer, aber auch einige, die \u00e4hnliche Probleme hatten und mit denen der Austausch wirklich gut tat.<\/p>\n<p>Mir geht es besser! Es hat sich so vieles getan. Einiges davon ist denke ich auch mir zu verdanken, denn so konnte es schlie\u00dflich nicht weiter gehen aber der Spruch &#8222;Kommt Zeit, kommt Rat!&#8220; hat sich mal wieder bew\u00e4hrt. Auf meinem Zwischenseminar habe ich so viel Kraft und Inspiration sch\u00f6pfen k\u00f6nnen, dass ich mich gleich am ersten Tag in der Schule mit den Lehrer_innen und dem Schulleiter zusammen gesetzt habe. Und dann haben wir zusammen das Problem angepackt. Ich habe mein &#8222;Unterrichtskonzept&#8220; insofern ver\u00e4ndert, dass ich mir jetzt immer zwei Sch\u00fcler pro Stunde schnappe und mit denen Konversation mache. Wor\u00fcber wir reden ist im Grunde egal&#8230;hauptsache sie sagen \u00fcberhaupt etwas! Und das klappt bis jetzt wirklich gut \ud83d\ude00 Auch eine Weihnachtsfeier haben wir auf die Beine gestellt! Und bei den Vorbereitungen daf\u00fcr wurde flei\u00dfig mitgearbeitet! Es wurde geschm\u00fcckt, gesungen und viel gegessen. So muss das!<\/p>\n<p>Nichts desto trotz versuche ich mich in meinen Erwartungen nicht zu \u00fcberschlagen. Meine Zeit an der Schule neigt sich immerhin schon dem Ende zu, und f\u00fcr aufw\u00e4ndige Projekte fehlt es jetzt leider einfach an der Zeit. Aber vor allem, wenn dieser Gedanke aufkommt, muss ich mich manchmal selbst korrigieren. Denn das gr\u00f6\u00dfte Projekt &#8211; zu einem Punkt zu kommen, an dem ich mich in meinem Gastland wohlf\u00fchle &#8211; habe ich gemeistert!<\/p>\n<p>Allerdings habe ich den letzten Monat nicht nur mit dem Planen der Weihnachtsfeier verbracht&#8230;es gab auch Zeit f\u00fcr eine kleine Reise ins Nachbarland. Nach Sarajevo! Nach achtst\u00fcndiger Busfahrt durch Gebirge, an Seen vorbei und einer orientierungslosen Milli, die das alles durchs Fenster bestaunte, war ich in der Stadt, die mich seit der 5. Klasse, als ich zum ersten Mal von Sarajevo im Zusammenhang mit Franz Ferdinand geh\u00f6rt habe, nicht mehr losgelassen hat. Nat\u00fcrlich hat Bosniens Hauptstadt noch viel mehr zu bieten, als nur den Schauplatz f\u00fcr den Ausl\u00f6ser des 1. Weltkrieges. Ich habe in den zwei Tagen, die ich dort verbrachte, unheimlich viel \u00fcber die Geschichte des Landes lernen k\u00f6nnen. Das hat mich zum einen tief beeindruckt als auch sehr nachdenklich gemacht. Immer wieder f\u00e4llt mir auf, wie wenig ich im deutschen Geschichtsunterricht \u00fcber die Balkankonflikte gelernt habe, wie viele\u00a0Dokus ich hingegen \u00fcber den 2. Weltkrieg und die Franz\u00f6sische Revolution zu sehen bekommen habe. Ziemlich schade&#8230;<\/p>\n<p>Von Sarajevo aus ging es f\u00fcr mich noch nicht zur\u00fcck nach Kragujevac. Spontan hatte ich mich dazu entschieden, \u00fcber Weihnachten nach Hause zu fahren, und auch dort nochmal etwas Kraft zu tanken! So konnte ich dann wirklich richtig durchstarten, als ich die Schule wieder begann.<\/p>\n<p>\u00dcber Silvester hat mich meine Mitbewohnerin mit zu ihrer Familie genommen, welche zugegebenerma\u00dfen am A&#8230; der Welt wohnt. Trotzdem hatte ich einen super Start ins neue Jahr, nachdem wir mit High Heels und Champagner bewaffnet den einzigen Club der Stadt ausfindig gemacht haben. Viel serbische Musik, viele kaputte Gl\u00e4ser und noch mehr fantastische Menschen!<\/p>\n<p>Auch die Slava habe ich dort gefeiert. Ich wei\u00df gerade ehrlich gesagt gar nicht, ob ich schon mal erw\u00e4hnt habe, was genau das ist, aber hier kommt nochmal die kurze Version: Jede Familie hat in der orthodoxen Religion einen Schutzheiligen. Jeder Schutzheilige, hat einen anderen Tag, an dem er gefeiert wird und am 02. Januar wurde der Schutzheilige der Familie meiner Mitbewohnerin gefeiert. Dazu kommt der Priester ins Haus der Familie, um es zu segnen. In allen Zimmern wird eine Art Weihrauch verteilt und es wird ein spezieller Kuchen herumgereicht und eine Kerze angez\u00fcndet. Ja und dann&#8230;.dann kommt der ganze Rest der Familie und die n\u00e4chsten 2-3 Tage wird nur gegessen! Auf jeden Fall ein Fest, dass ich nicht vergessen werde!<\/p>\n<p>So und jetzt sitze ich eben in meinem Zimmerchen, welches mittlerweile schon etwas w\u00e4rmer ist und bin der Meinung, so gut wie alles erz\u00e4hlt zu haben. Und weil Fotos immer einen noch sch\u00f6neren Eindruck vermitteln k\u00f6nnen, genie\u00dft noch ein paar Bilderchen!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einen sch\u00f6nen guten Abend liebe Leute, ich sitze gerade dick eingepackt in meinem eisekalten Zimmerchen und warte, dass die Heizung endlich ihren Dienst tut! 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