{"id":314,"date":"2015-12-12T15:58:52","date_gmt":"2015-12-12T14:58:52","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/comeawaywithme\/?p=314"},"modified":"2016-01-10T19:24:53","modified_gmt":"2016-01-10T18:24:53","slug":"von-feigen-achtklaesslern-meinem-zertruemmerten-handy-und-fanpost-die-mir-den-tag-rettete","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/comeawaywithme\/2015\/12\/12\/von-feigen-achtklaesslern-meinem-zertruemmerten-handy-und-fanpost-die-mir-den-tag-rettete\/","title":{"rendered":"Von feigen Achtkl\u00e4sslern, meinem zertr\u00fcmmerten Handy und Fanpost, die mir den Tag rettete"},"content":{"rendered":"<p>Ohne zu ahnen, dass dieser Tag mir jegliche Energie rauben wird, bahne ich mir den Weg durch das Sch\u00fclerget\u00fcmmel. Bl\u00f6d nur, dass drei Achtkl\u00e4ssler mit einer vollen Flasche Fu\u00dfball auf dem Gang spielen und dabei, wie es der Zufall so will, mich treffen. Sie kriegen von mir ein georgisches &#8222;Juuuuuuuuuuuuuunge&#8220; zu h\u00f6ren, aber da meine Winterjacke mich vor blauen Flecken bewahrte, fand ich das gar nicht so tragisch. Irgendwie kann ich auch verstehen, dass sie sich im Flur austoben. Wo sollen die Sch\u00fcler denn auch mit ihrer Energie hin, wenn sie weder richtigen Pausen haben, noch nach Drau\u00dfen d\u00fcrfen?<\/p>\n<p>W\u00e4hrend ich so dar\u00fcber nachdenke, greife ich in meine Jackentasche, um mein Handy herauszuholen. Tja, ich f\u00fchle leider nur Glassplitter. Mit dem in in die kleinsten Teile zerbrochenen Display gehe ich wieder auf den Flur und zeige ihnen mein kaputtes Smartphone. Klar, sie finden das lustig. Ich bitte sie einen Moment zu warten &#8211; so weit reichen meine Georgischkenntnisse schon &#8211; und hole eine Kollegin. Doch als wir zehn Sekunden sp\u00e4ter wieder kommen, sind die Sch\u00fcler schon verschwunden.<\/p>\n<p>Am meisten \u00e4rgere ich mich \u00fcber mich selbst, weil ich die Sch\u00fcler ja auch gleich h\u00e4tte mitnehmen k\u00f6nnen. Tja, zu viel Vertrauen halt. Daran habe ich in diesem Moment auch einfach nicht gedacht. Ich meine, vor wem haben sie denn Angst? Vor mir ja wohl sicher nicht. :D<\/p>\n<p>Eben taten mir die drei jedenfalls noch leid &#8211; ausgerechnet die Jackentasche, in der mein Handy liegt. Doch die Abhau-Aktion war nicht nur feige und frech, sondern wohl auch das so ziemlich D\u00fcmmste, was sie h\u00e4tten tun k\u00f6nnen. Denn eins haben sie vergessen: Die Kameras, Jungs, die Kameras!<\/p>\n<p>Meine Mentorin hat das alles in die Hand genommen, deshalb habe ich vom folgenden Prozedere nicht wirklich viel mitbekommen. Die uniformierten Leuten haben den Gefahndeten dank der \u00dcberwachungsvideos wohl direkt ausfindig gemacht. Und was habt ihr mit eurem Weglaufen jetzt genau erreicht? Das kam sicher nicht so gut an und war also die reinste Schnapspralinenidee.<\/p>\n<p>Eine Klassenkameradin h\u00e4tte sich noch erdreistet mir zu unterstellen, dass mein Handy schon vorher kaputt war. Nochmal zur Erinnerung: Es handelt sich nicht nur um Risse im Display. Nein, Smartphone und Display wurden in wenigen Sekunden nichtsahnend voneinander getrennt. Das Display musste einen tragischen Tod durch Zersplitterung in Einzelteile erleiden. Was blieb, ist ein Scherbenhaufen.<\/p>\n<p>Vielleicht wird mir auch deshalb angeboten, ein neues Handy zu besorgen. Die Familie h\u00e4tte wohl viel Geld, so meine Kolleginnen. Naja, ein neues Display reicht mir. (; Etwas Gutes hat das Ganze aber: Ein Selbstversuch, denn \u00fcbers Wochenende bin ich smartphonelos. F\u00fcr drei Tage ohne Kommunikationsmittel, Wecker, Uhr und Musik. Schon erschreckend worauf ich jetzt alles verzichten muss.<\/p>\n<p>Doch: No day is so bad, it can&#8217;t be fixed with a nap. Das traf f\u00fcr eine Weile sogar mal zu, denn der Kater ist nach zahlreichen M\u00fcll- und Gew\u00fcrzverteilaktionen bei einem Freund von Maria untergekommen und konnte mich so nicht mehr vom Schlafen abhalten. Doof, dass er auch dort die Tapete zers\u00f6rt hat. Also, welcome back, bad boy. Bis Januar muss ich sein Rumgheule noch ertragen, dann zieht er hoffentlich aus. Meine Kopfh\u00f6rer sind n\u00e4mlich auch kaputt.<\/p>\n<p>Was mir dann wirklich den Tag vers\u00fc\u00dft, oder besser gesagt weniger bitter macht, das ist Fanpost aus der f\u00fcnften Klasse:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/comeawaywithme\/files\/2015\/12\/P1060709.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-315\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/comeawaywithme\/files\/2015\/12\/P1060709.jpg\" alt=\"P1060709\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/comeawaywithme\/files\/2015\/12\/P1060709.jpg 1024w, https:\/\/kulturweit.blog\/comeawaywithme\/files\/2015\/12\/P1060709-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ohne zu ahnen, dass dieser Tag mir jegliche Energie rauben wird, bahne ich mir den Weg durch das Sch\u00fclerget\u00fcmmel. 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