Das kleine α-β-γ | Der Anfang

Mein Start an beiden Schulen

Da waren sie endlich! Die ersten Tage an meinen Schulen.

Was kann man da schon sagen. Es war einfach großartig!

Mein erster Tag startete schon um 5:30 Uhr. Das hört sich nicht nur früh an sondern es war auch so!
Wie vereinbart konnte ich mich mit meiner Ansprechperson von der Geitonas-Schule am Ausgang einer Metro-Station treffen.
Was darauf folgte war ein unglaublich schöner Sonnenaufgang über dem Wasser an der Küste von Vari, Attika. Man könnte diesen Morgen daher als einen guten Start in den Tag sehen.

Nach unserer Ankunft auf dem riesigen Schulgelände, welches eine eigene Leichtathletik-Bahn und auch ein Schwimmbad enthält, wurde ich direkt dem Gründer und Schulleiter der Geitonas vorgestellt.

Danach folgte ein Vorstellungs-Rundgang auf dem Gelände. Egal ob auf Deutsch oder auf Englisch, die Begrüßungen waren stets sehr freundlich und warmherzig.

Besonders interessant war die Vorstellung der Deutsch-Lehrer und die folgende Hospitation in den verschiedenen Klassen.
Die Kinder haben sich unglaublich gefreut, dass sie ihre Kenntnisse endlich mal in der „Wirklichkeit“ bei einem Deutschen ausprobieren konnten.
Es war erstaunlich, wie gut einige schon gesprochen haben!

In einer vierten Klasse konnten sich die Schüler, sehr zum Nachteil der Lehrerin, gar nicht mehr richtig auf den Unterricht konzentrieren, da sie so viele Fragen hatten und mir sogar etwas auf Griechisch beibringen wollten.

Ich konnte mit den Klassen einen kleinen Small-Talk führen, damit sie ihre kommunikativen Fähigkeiten verbessern konnten. Natürlich war das erstmal nichts anspruchsvolles, da es ungefähr so ausgesehen hat:

Ich heiße Colbin! Wie heißt du?
Ich heiße …!
Und immer so weiter!

In einigen Situationen des Unterrichts habe ich gemerkt, dass Besonderheiten in Themen wie Zahlen, welche für Muttersprachler eigentlich nicht vorhanden ist, das Erlernen der deutschen Sprache unglaublich schwer macht.
Warum heißt es zum Beispiel „zweite“ aber nicht „dreite“?
Da kann man auch nur sagen: “ Keine Ahnung … Ist halt so!“

Zusammenfassend für den ersten Tag an der Geitonas-Schule möchte ich sagen, dass er total Spaß gemacht hat aber auch sehr interessant und vielfältig war!

Das war nun mein erster Tag, doch der zweite folgt sogleich!

Ich habe überlegt, ob ich einen extra Beitrag für meinen Tsiamoulis Tag machen soll oder nicht. Wer sich aber wirklich dafür interessiert, der muss schon bis zum Ende des Beitrags lesen.

Mein Start an dieser Schule war sehr durch eine eher spontane Präsentation von Stralsund, der Stadt aus der ich komme, geprägt.

Auf einmal stand ich da und sollte was über meine Heimat erzählen.
Und ehrlich gesagt … sooo schlecht war das gar nicht.
Durch einen verrückten Zufall hatte ich das Gründungsdatum von Stralsund und noch andere interessante Informationen im Kopf.

Oder hatte ich in diesen ca. 16 Jahren, welche ich dort verbrachte, etwa doch irgendwas gelernt?

Ähnlich, wie bei der Geitonas, wurde ich vielen Lehrern vorgestellt und auch sehr freundlich empfangen.

Vor den Präsentationen( Plural! Ich habe sie 6-mal vor verschiedenen Klassen gehalten) gab es ein kleines Briefing zwischen meiner zweiten Ansprechperson, einer Germanistikstudentin und mir.

Diese kleine Präsentation zu halten hat so viel Spaß gemacht, da die Schüler irgendwie wirklich interessiert waren, oder zumindest so aussahen.
Da sie auch nicht so lang ging, hatten die Schüler, jeder Klasse, immer noch die Gelegenheit mir Fragen zu stellen. Ob Haustiere oder Hobbys … Sie hatten jedenfalls einige!

Mein absolutes Highlight war eine Diskussion mit einer 11. Klasse über die Probleme und aktuelle Situation deutscher Jugendliche.
Dieses Gespräch wurde nur durch die schon sehr fortgeschrittenen Deutsch-Kenntnisse der Schüler möglich!

Eine Besonderheit an der Tsiamoulis-Schule ist, dass die deutsche Sprache ziemlich im Mittelpunkt des Lehrplans steht und sozusagen Pflicht ist.
Auf der Geitonas ist Deutsch hingegen eine Sprache, welche man neben Französisch z.B. wählen kann.

Außerdem befinden sich Grundschule und Gymnasium nicht an einem Ort sondern sind ca. 5 Minuten voneinander entfernt.

Als Fazit kann man also sagen, dass mir dieser Tag genauso gut gefallen hat, wie an der Geitonas-Schule.
Meine Integration in den Unterricht war ziemlich unterschiedlich aber immer spannend.

Das war es erstmal von meiner Seite!

Ein kultiges auf Wiedersehen!

 

P.S. Ich bin stolz auf alle, die diesen Beitrag bis zum Schluss gelesen haben!

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.