{"id":563,"date":"2016-04-11T15:32:12","date_gmt":"2016-04-11T19:32:12","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/?p=563"},"modified":"2016-04-11T18:42:23","modified_gmt":"2016-04-11T22:42:23","slug":"mehr-titi-als-caca-bitte-%c2%af_%e3%83%84_%c2%af","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/2016\/04\/11\/mehr-titi-als-caca-bitte-%c2%af_%e3%83%84_%c2%af\/","title":{"rendered":"Mehr Titi als Caca, bitte!  \u00af\\_(\u30c4)_\/\u00af"},"content":{"rendered":"<p>Der Titicacasee, in dem ich letztes Wochenende eine<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/photo.php?fbid=1139668752730716&amp;set=a.205279826169618.56897.100000628066765&amp;type=3&amp;theater\" target=\"_blank\"> k\u00fchle &amp; kurze Runde <\/a>um den h\u00f6lzernen Steg gedreht hatte, ist ein \u00f6kologisches Desaster. Achja? Warum? Jetzt im Text von\u00a0\u00d6ko-Control.<\/p>\n<p>Ich stehe auch hier f\u00fcr den\u00a0Umweltschutz ein. Koste es was es wolle, wir k\u00f6nnen nicht weitermachen, als h\u00e4tten wir <em>&#8217;ne zweite Welt im Keller<\/em>. Props* an <em>Culcha Candela<\/em> an dieser Stelle, im D\u00e4nemark-Urlaub mit meinen Eltern haben Jonas und ich dieses Lied im Wohnmobil rauf und runter geh\u00f6rt. 2009, glaube ich. <em>Pers\u00f6nliche Anekdote Ende.<\/em><\/p>\n<p>Gr\u00fcne Jugend Gl\u00fcckstadt goes Lateinamerika.<em> Peinlicher Slogan Ende.<\/em><br \/>\nGut, ich habe vor meiner Abreise auch schon &#8220; &#8217;ne Weile &#8220; nichts mehr sonderlich aktives f\u00fcr den Verein getan. Es ist und bleibt trotzdem ein wichtiges Thema f\u00fcr mich.<br \/>\nUnser Planet ist nicht verhandelbar. <em>Sch\u00f6ne Parole Ende.<\/em><\/p>\n<p>Also, kommen wir zum Thema: Es wurde ein Artensterben im Titicacasee verzeichnet und das liegt vor allem ein einem: Es gibt mehr Caca als Titi im See.<\/p>\n<p>M\u00fcll und Abwasser aus verschiedenen Fl\u00fcssen sammeln sich in der Bucht von Cohana, auf bolivianischer Seite des Titicacasees. Die Umweltverschmutzung entzieht nicht nur den Bauern die Lebensgrundlage, sondern sorgt auch f\u00fcr dreckiges\u00a0Trinkwasser.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/files\/2016\/04\/IMG_3654.jpg\" rel=\"attachment wp-att-567\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-567 alignright\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/files\/2016\/04\/IMG_3654-300x225.jpg\" alt=\"IMG_3654\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/files\/2016\/04\/IMG_3654-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/files\/2016\/04\/IMG_3654-768x576.jpg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/files\/2016\/04\/IMG_3654.jpg 1024w, https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/files\/2016\/04\/IMG_3654-750x563.jpg 750w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Aber nun von Anfang an: Apu Qullana Auki \u2013 der Inka-Gott, der das Universum erschaffen hat \u2013 bestrafte die Menschen einst mit einer gro\u00dfen Flut. Als Folge dieser Flut\u00a0entstand demnach der Titicacasee. Er ist mit 3800 Kilometern \u00fcber dem Meeresspiegel der h\u00f6chst gelegene schiffbare See der Welt.\u00a0Sp\u00e4ter wurde er f\u00fcr die Inkas zu einer Art Garten Eden. Es ist ein mythischer Ort, an dem laut der Legende die ersten Menschen erschaffen worden sein sollen:\u00a0Manco Capac und Mama Ocllo, in etwa Adam und Eva der Inkas. Heute k\u00f6nnte der Titicacasee an der Grenze zwischen Bolivien und Peru dem Paradies jedoch kaum un\u00e4hnlicher sein: Wenn sich das Wasser in der Trockenzeit zur\u00fcckzieht, kommen tonnenweise Flaschen, Dosen und Plastikt\u00fcten zum Vorschein.<\/p>\n<p>Viele umliegende Fl\u00fcsse leiten Abwasser und M\u00fcll der St\u00e4dte in den See. Beispielsweise die Gro\u00dfstadt Puno in Peru, steuert das n\u00f6tige Caca\u00a0zum\u00a0Namen des Sees bei.<br \/>\nIn Copacabana, ein Wallfahrtsort des bolivianischen Tourismus, findet sich viel M\u00fcll an den Abfahrtsorten der Schiffe zur Isla del Sol und eine Fischverk\u00e4uferin erz\u00e4hlt mir, dass es Jahr f\u00fcr Jahr weniger Fische g\u00e4be. Ob das nun an der Umweltverschmutzung oder an der Fischfangmethode liege kann sie mir nicht sagen. Jedenfalls steht fest, es gibt ein Problem, dem sich die beiden Regierungen nun auch annehmen. Mit m\u00e4\u00dfigem Erfolg. Das Wasser ist nach wie vor verschmutzt, man hat das nun wissenschaftlich festgestellt, und die Abf\u00e4lle und Abw\u00e4sser laufen weiterhin in den See.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/files\/2016\/04\/IMG_3711.jpg\" rel=\"attachment wp-att-568\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-568 alignleft\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/files\/2016\/04\/IMG_3711-300x225.jpg\" alt=\"IMG_3711\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/files\/2016\/04\/IMG_3711-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/files\/2016\/04\/IMG_3711-768x576.jpg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/files\/2016\/04\/IMG_3711.jpg 1024w, https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/files\/2016\/04\/IMG_3711-750x563.jpg 750w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Die K\u00fche, die Wasser aus dem See trinken sind\u00a0von\u00a0Leber-Parasiten befallen, werden d\u00fcnner und geben weniger Milch. Die Menschen die den K\u00e4se verkaufen k\u00f6nnen weniger herstellen und verkaufen nicht mehr wie fr\u00fcher.<br \/>\nWenn man kein Programm zur Liebe der wundersch\u00f6nen Natur und der guten, alten Pachamama aufstellen m\u00f6chte, dann wenigstens wegen der sozialen Aspekte.<br \/>\nAu\u00dferdem will dann bald gar keiner mehr im Titicacasee baden und dann w\u00e4re das Verh\u00e4ltnis von Titi zu Caca noch schlechter als zu vor.\u00a0Kl\u00e4rschlamm, Schwermetalle und M\u00fcll, geh\u00f6ren nicht in dem heiligen See der Inkas!<\/p>\n<p><em>F\u00fcr mehr Titi als Caca im Titicacasee \ud83d\ude42<\/em><\/p>\n<p>*<em>((Subst.) von engl. proper respect; Respektsbekundungen (People Respect Other People Seriously))<\/em><br \/>\n<a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/files\/2016\/04\/\u00f6koali.jpg\" rel=\"attachment wp-att-564\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-564 aligncenter\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/files\/2016\/04\/\u00f6koali-300x300.jpg\" alt=\"\u00f6koali\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/files\/2016\/04\/\u00f6koali-300x300.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/files\/2016\/04\/\u00f6koali-150x150.jpg 150w, https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/files\/2016\/04\/\u00f6koali.jpg 480w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Mehr Infos:\u00a0http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wissen\/artensterben-im-titicaca-see-giftige-chemikalien-im-heiligen-see-der-inkas-1.2514668-2<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Titicacasee, in dem ich letztes Wochenende eine k\u00fchle &amp; kurze Runde um den h\u00f6lzernen Steg gedreht hatte, ist ein \u00f6kologisches Desaster. 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