{"id":210,"date":"2015-12-04T20:54:22","date_gmt":"2015-12-05T00:54:22","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/?p=210"},"modified":"2015-12-04T21:21:39","modified_gmt":"2015-12-05T01:21:39","slug":"ein-neues-gesicht-von-lima","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/2015\/12\/04\/ein-neues-gesicht-von-lima\/","title":{"rendered":"Ein neues Gesicht von Lima"},"content":{"rendered":"<p><em>Reiseblog #2<\/em><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/files\/2015\/12\/IMG_0075.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-211 alignleft\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/files\/2015\/12\/IMG_0075-300x225.jpg\" alt=\"IMG_0075\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/files\/2015\/12\/IMG_0075-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/files\/2015\/12\/IMG_0075.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Lima steht oft als die\u00a0Hauptstadtmetropole am Meer dar. Das ist sehr einfach, denn es gibt wirklich\u00a0sch\u00f6ne Ecken und einen gehobenen Lebensstandard, verglichen mit Bolivien, aber auch dem Rest von Peru. Viele Menschen laufen mit Markenlogos und angesagten Haarschnitten durch die Clubs und\u00a0Kunstausstellung und spielen mit im Spiel des &#8222;Sehen und Gesehen werden&#8220;.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/files\/2015\/12\/IMG_0172.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-218 alignright\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/files\/2015\/12\/IMG_0172-300x225.jpg\" alt=\"IMG_0172\" width=\"226\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/files\/2015\/12\/IMG_0172-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/files\/2015\/12\/IMG_0172.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 226px) 100vw, 226px\" \/><\/a>Auch der\u00a0Stra\u00dfenverkehr mag ungeordnet zu erscheinen, dennoch fahren die grossen Busse nach\u00a0Zeitpl\u00e4nen\u00a0an den Einkaufszentren und Kirchen vorbei.\u00a0H\u00fcbsche\u00a0Villen und grosse\u00a0Pl\u00e4tze\u00a0s\u00e4umen\u00a0die Alleen. In der Mitte der Avenidas gibt es einen\u00a0auff\u00e4llig\u00a0gepflegten\u00a0Gr\u00fcnstreifen\u00a0mit Palmen, Blumenmosaiken und\u00a0Denkm\u00e4lern.<br \/>\nIm restaurierten Zentrum erstrahlt Lima &#8211; fr\u00fcher &#8222;Ciudad de los Reyes&#8220; (Stadt der K\u00f6nige) &#8211; in altem Glanz. So wie in seinen besten Zeiten, als es in Lima die erste Universit\u00e4t, das erste Theater und die erste Druckerei S\u00fcdamerikas gab.<\/p>\n<p>Doch wor\u00fcber\u00a0unser Reisef\u00fchrer kein Wort verliert:<br \/>\nDie Lomas, die gr\u00fcnen H\u00fcgel von Lima.<br \/>\n<em>Ein schwieriges Feld.<\/em><\/p>\n<p>Unweit des K\u00fcnstlerviertels Barranco und dem Touristeneck Miraflores geht es hoch in die Lomas. An sch\u00f6nen Tagen k\u00f6nne man wunderbar \u00fcber Lima sehen, erkl\u00e4rt Alois, einst ein Allg\u00e4uer Bauernsohn. Mit ihm werfen wir\u00a0Fragen nach Gerechtigkeit und Armut auf.\u00a0Er zeigt uns\u00a0R\u00e4nder von Lima.<br \/>\nNicht die geografischen, aber die sozialen R\u00e4nder.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/files\/2015\/12\/IMG_0028.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-223 alignleft\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/files\/2015\/12\/IMG_0028-300x225.jpg\" alt=\"IMG_0028\" width=\"369\" height=\"277\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/files\/2015\/12\/IMG_0028-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/files\/2015\/12\/IMG_0028.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 369px) 100vw, 369px\" \/><\/a>Seit Jahren gibt es Akteure, die das fehlende Raumverteilungskonzept Perus ausnutzen und sich \u00f6ffentlichen Raum zu Eigen machen. Daf\u00fcr\u00a0leben sie in Banden organisiert f\u00fcnf Jahre in einfachen Wellblechbaracken. Denn nach\u00a0f\u00fcnf Jahren wird dieses Land im Grundbuch auf sie umgetragen. So entsteht\u00a0St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck der Stadtteil Villa Maria. Sehr einfache Verh\u00e4ltnisse und komplexe Bandenstrukturen lassen auch die Polizei zur\u00fcck schrecken und so entsteht\u00a0ein neues Gesicht\u00a0von Lima. Das Armenviertel ist abgetrennt durch eine kalte, graue Mauer, damit auf der anderen Seite die Haarschnitte und Markenlogos spazieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/files\/2015\/12\/IMG_0054.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-224 alignright\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/files\/2015\/12\/IMG_0054-300x225.jpg\" alt=\"IMG_0054\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/files\/2015\/12\/IMG_0054-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/files\/2015\/12\/IMG_0054.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Ein spannendes Thema, denn soziale Ungerechtigkeit herrscht vor und wenige am Plaza de Armas oder den sch\u00f6nen Lichtfont\u00e4nen interessieren sich daf\u00fcr. &#8222;Lima ist ja so eine sichere und sch\u00f6ne Stadt, alles so toll und westlich hier&#8220;, lese ich in Webforen.<br \/>\nAber hier eine andere Geschichte, nicht westlich, sondern d\u00fcster. Auf den neu erworbenen Grundst\u00fccken werden H\u00e4user\u00a0gebaut und anschlie\u00dfend verkauft. Nach weiteren f\u00fcnf Jahren ohne Wasser- und Stromversorgung im Matsch der Berge ist ein weiteres Grundst\u00fcck bereit zur Bebauung.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/files\/2015\/12\/IMG_0047.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-221 alignleft\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/files\/2015\/12\/IMG_0047-300x225.jpg\" alt=\"IMG_0047\" width=\"269\" height=\"202\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/files\/2015\/12\/IMG_0047-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/files\/2015\/12\/IMG_0047.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 269px) 100vw, 269px\" \/><\/a> Die Lomas selbst sind ein sehr sch\u00f6ner, nat\u00fcrlicher\u00a0Ort, meist nebelverhangen. Mit wundersch\u00f6nen wei\u00dfen Schmetterlingen auf bunten Wildblumen und Fanen ist es das gr\u00fcne Herz Limas &#8211; abseits von Gr\u00fcnstreifen und Parks. Deswegen werden auch Rufe nach dem Titel UNESCO Weltkulturerbe laut, verhallen\u00a0aber schnell im Angesicht der unaufhaltsamen Ausdehnung von Villa Maria.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-219 alignright\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/files\/2015\/12\/IMG_0041-300x400.jpg\" alt=\"IMG_0041\" width=\"163\" height=\"217\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/files\/2015\/12\/IMG_0041-300x400.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/files\/2015\/12\/IMG_0041.jpg 576w\" sizes=\"(max-width: 163px) 100vw, 163px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Ich habe nur einen sehr kurzen Ausflug dorthin gemacht und\u00a0m\u00f6chte betonen,\u00a0dass das Thema viel komplexer ist, als in diesem Beitrag abgebildet werden\u00a0k\u00f6nnte. Die Informationen sind aus\u00a0Gespr\u00e4chen mit Alois, Eva und Martin. Ich finde das Thema sehr interessant und ich wollte es in meinem Blog\u00a0erw\u00e4hnen und zum Nachdenken und Informieren anregen.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Reiseblog #2 Lima steht oft als die\u00a0Hauptstadtmetropole am Meer dar. Das ist sehr einfach, denn es gibt wirklich\u00a0sch\u00f6ne Ecken und einen gehobenen Lebensstandard, verglichen mit Bolivien, aber auch dem Rest von Peru. Viele Menschen laufen mit Markenlogos und angesagten Haarschnitten &hellip; <a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/2015\/12\/04\/ein-neues-gesicht-von-lima\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1813,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[21],"tags":[],"class_list":["post-210","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/210"}],"collection":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1813"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=210"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/210\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":229,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/210\/revisions\/229"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=210"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=210"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=210"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}