{"id":158,"date":"2015-11-13T20:10:49","date_gmt":"2015-11-13T19:10:49","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/?p=158"},"modified":"2015-11-17T18:32:31","modified_gmt":"2015-11-17T22:32:31","slug":"kochen-und-essen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/2015\/11\/13\/kochen-und-essen\/","title":{"rendered":"Kochen und Essen"},"content":{"rendered":"<p>Ich bin gebeten worden \u00fcber die Art des Essen hier zu schreiben &#8211; gerne, nach zwei\u00a0Monaten habe ich schon einiges probiert \ud83d\ude42<br \/>\nDie bolivianische K\u00fcche soll regional sehr unterschiedlich sein, habe ich mir sagen lassen. Ich werde also nicht \u00fcber die \u201ebolivianische K\u00fcche\u201c als solches schreiben k\u00f6nnen, sondern werde mich auf das beschr\u00e4nken, was ich bisher gegessen\u00a0und kennengelernt habe: Cochabamba und La Paz.<\/p>\n<h1>Teil 1: Meine Kockunst<\/h1>\n<p>Ich bin einigen eventuell als Kr\u00fcscherling bekannt, d.h. ich esse manchmal nur recht ausgew\u00e4hlte Sachen, und lasse gerne mal etwas auf dem Teller liegen. Auch wenn ich es nur einmal probiert habe. Manchmal verstecke ich mich auch hinter vorgeschobenen Allergien, die so eventuell gar nicht gelten (Fr\u00fcchte aller Art). In Deutschland war ich vier Jahre Vegetarier. Ich bin Soya-Extraw\u00fcrste praktisch gew\u00f6hnt gewesen und wenn mir etwas nicht geschmeckt hat, habe ich aufgeh\u00f6rt es zu essen. Das hat sich jetzt nicht unbedingt grundlegend ge\u00e4ndert, und seitdem ich mein Essen selber einkaufen und zubereiten muss, ist der Speiseplan jetzt auch nicht wirklich\u00a0bunter\u00a0geworden, aber lest selbst.<\/p>\n<div id=\"attachment_162\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/files\/2015\/11\/IMG_9968.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-162\" class=\"wp-image-162 size-medium\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/files\/2015\/11\/IMG_9968-300x201.jpg\" alt=\"IMG_9968\" width=\"300\" height=\"201\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/files\/2015\/11\/IMG_9968-300x201.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/files\/2015\/11\/IMG_9968.jpg 1024w, https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/files\/2015\/11\/IMG_9968-750x502.jpg 750w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-162\" class=\"wp-caption-text\">Heute abwechslungsreich mit Nudeln<\/p><\/div>\n<p>In meiner K\u00fcche koche ich ausschlie\u00dflich vegetarisch, was ohne Ausnahmen sehr gut klappt. Das Kochen an sich bringt mir Spa\u00df und ich nehme mir an einigen Nachmittagen nach der Arbeit wirklich gerne Zeit daf\u00fcr. In fast allen F\u00e4llen l\u00e4uft es dann aber letztendlich doch auf folgende Pfannengerichte raus: Nudelpfanne, Reispfanne, Bratkartoffeln und R\u00fchrei. Jeweils mit Gem\u00fcse, was\u00a0der\u00a0K\u00fchlschrank gerade so hergibt. Viele Zwiebeln sind immer dabei, ich habe letzte Woche meine Vorliebe zu Lauchzwiebeln entdeckt und auch sonst fehlt von Zucchini bis Paprika nicht viel in meiner Pfanne.<\/p>\n<p>Tja, ihr seht, ich verhungere nicht, aber wirklich abwechslungsreich ist das nicht. Meine Ziele f\u00fcr die kommende Woche sind Nudelauflauf, Pizza und Lauch-K\u00e4se-Suppe. Ansonsten haben wir einen hoch frequentierten Sandwich-Maker in der WG und sonntags macht Christoph Pfannkuchen zum Fr\u00fchst\u00fcck.<br \/>\n<em>Update nach ein paar Tagen: Wir haben jetzt Tofu gekauft und Quinoa in einige Gerichte eingestreut.<\/em><\/p>\n<h1>Teil 2: Die Kochkunst der Anderen<\/h1>\n<p>Soweit zu meinen eigenen Kochk\u00fcnsten. Jetzt wird es interessanter und fleischhaltiger. Es gibt Restaurants und Fast-Food-L\u00e4den und Stra\u00dfenst\u00e4nde. Am interessantesten sind\u00a0letztere, die kleinen St\u00e4nde.<\/p>\n<div id=\"attachment_165\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/files\/2015\/11\/IMG_1093.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-165\" class=\"size-medium wp-image-165\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/files\/2015\/11\/IMG_1093-300x450.jpg\" alt=\"Der Typ dachte, ich w\u00e4re von der Zeitung und hat deswegen so lieb posiert :) Mit Online-Erlaubnis!\" width=\"300\" height=\"450\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/files\/2015\/11\/IMG_1093-300x450.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/files\/2015\/11\/IMG_1093.jpg 683w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-165\" class=\"wp-caption-text\">Der Typ dachte, ich w\u00e4re von der Zeitung und hat deswegen so lieb posiert \ud83d\ude42 Mit Online-Erlaubnis! Was genau er verkauft hat und wieso da Medizin auf dem Stand steht, konnte ich nicht rausfinden. Aber in solchen St\u00e4nden werden\u00a0meistens S\u00e4fte und Essen verkauft.<\/p><\/div>\n<p>Hier kann man f\u00fcr unter einem Euro Saltenas, Tucumanas und Sill&#8217;panchu essen. Saltenas sind knusprige Teigtaschen, gef\u00fcllt mit Huhn oder Rindfleisch, Rosinen, Oliven und Kartoffeln. Dazu gibt es leckere So\u00dfen, von scharf bis Joghurt. Wenn man nicht aufpasst, bekleckert man sich leicht mit dem saftigen Inhalt, soll einem Freund von einem Freund mal passiert\u00a0sein.<br \/>\nTucumanas sind\u00a0in der F\u00fcllung sehr \u00e4hnlich, wird aber frittiert verkauft. Sillpancho ist Rindfleisch, das briefmarkend\u00fcnn geschlagen und paniert wird, dazu gibt es Reis, Kartoffeln und Ei. An kleinen St\u00e4nden an der Stra\u00dfenecke kann man auch gut gef\u00fcllte Empanadas kaufen. Lecker sind: Queso (!), Picante (Fleisch gekocht in So\u00dfe aus Zwiebeln, Tomaten und reichlich aji), Jamon (Schinken mit K\u00e4se) und Fricassee (kann man sich denken). Dann fehlt noch eine sehr leckere Kombination aus Wurstst\u00fcckchen und Pommes: Salchipapas.\u00a0So viel vielleicht erstmal zum \u201eComida en la Calle\u201c, was mein europ\u00e4ischer Magen erstmal als ungewohnt (lecker) eingestuft hat.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/files\/2015\/11\/IMG_1120.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-166 alignright\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/files\/2015\/11\/IMG_1120-300x200.jpg\" alt=\"IMG_1120\" width=\"329\" height=\"219\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/files\/2015\/11\/IMG_1120-300x200.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/files\/2015\/11\/IMG_1120.jpg 1024w, https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/files\/2015\/11\/IMG_1120-750x500.jpg 750w\" sizes=\"(max-width: 329px) 100vw, 329px\" \/><\/a>Dann gibt es noch \u201ealmuerzo completo\u201c, das in kleinen Hausinnenh\u00f6fen von Familien f\u00fcr etwas mehr als einen Euro serviert wird. Die meisten Mittagessen bestehen hier aus einer Suppe (sopita) vorweg, in drei Varianten: Chupe, eine leichte Gem\u00fcsesuppe. Lawa, gest\u00e4rkt mit Weizen- und Maismehl. Und Chaque, eine dickfl\u00fcssige mit Quinoa angereicherte Suppe. Dann folgt das \u201esegundo\u201c oder auch Hauptgericht: Ein St\u00fcck Fleisch vom Rind, Huhn, Ziege\u00a0oder Lama mit Reis oder Kartoffeln als Beilage.<br \/>\nRandom fact am Rande: In Bolivien gibt es \u00fcbrigens \u00fcber 300 Arten von Kartoffeln. Und nat\u00fcrlich m\u00fcssen die reichhaltigen Fr\u00fcchte auf dem Markt erw\u00e4hnt werden: Mangos, Papayas, Lucuma, Mamey, Pitoma und Orangen.<br \/>\nIhr seht: Kochen und Essen ist mein Ding und ich verhungere nicht \ud83d\ude42<\/p>\n<div id=\"attachment_167\" style=\"width: 384px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/files\/2015\/11\/IMG_1117.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-167\" class=\"wp-image-167 \" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/files\/2015\/11\/IMG_1117-300x200.jpg\" alt=\"IMG_1117\" width=\"374\" height=\"249\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/files\/2015\/11\/IMG_1117-300x200.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/files\/2015\/11\/IMG_1117.jpg 1024w, https:\/\/kulturweit.blog\/cochabamba\/files\/2015\/11\/IMG_1117-750x500.jpg 750w\" sizes=\"(max-width: 374px) 100vw, 374px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-167\" class=\"wp-caption-text\">\u00a0 \u00a0Ein Fr\u00fcchte-Verk\u00e4ufer auf der Cancha<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich bin gebeten worden \u00fcber die Art des Essen hier zu schreiben &#8211; gerne, nach zwei\u00a0Monaten habe ich schon einiges probiert \ud83d\ude42 Die bolivianische K\u00fcche soll regional sehr unterschiedlich sein, habe ich mir sagen lassen. 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