{"id":18,"date":"2018-03-03T17:08:43","date_gmt":"2018-03-03T16:08:43","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/chrisintjs\/?p=18"},"modified":"2018-03-03T17:08:43","modified_gmt":"2018-03-03T16:08:43","slug":"halbzeit-ein-zwischenfazit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/chrisintjs\/2018\/03\/03\/halbzeit-ein-zwischenfazit\/","title":{"rendered":"Halbzeit: Ein Zwischenfazit"},"content":{"rendered":"<p>Ziemlich genau ein halbes Jahr ist nun vergangen seit ich in Chudschand angekommen bin und fast genau solange habe ich auch nicht mehr geschrieben.<br \/>\nVieles ist seitdem bei mir passiert, zu Vieles um \u00fcber alles davon zu erz\u00e4hlen. Die Wichtigsten Details einmal in K\u00fcrze:<br \/>\nIch wohne jetzt seit Dezember in einer eigenen Wohnung zwischen dem Stadtzentrum und der Schule. Soweit gef\u00e4llt mir das Alleine-Leben auch super und so habe ich auch Mal mehr Zeit f\u00fcr mich, was ich zwischendrin doch auch sehr vermisst habe.<br \/>\nAnfang Dezember hatte ich einige ziemliche Visumsprobleme, weshalb ich sehr oft nach Duschanbe musste und zwischenzeitlich sogar schon Alternativpl\u00e4ne gefasst hatte was ich mache, wenn ich aus dem Land geworfen werde. Mittlerweile habe ich aber mein Visum f\u00fcr ein Jahr und bin froh mich mit Tadschikischer B\u00fcrokratie nicht mehr allzu oft auseinandersetzen zu m\u00fcssen.<br \/>\nInsgesamt habe ich es schon sehr gut geschafft vor allem die St\u00e4dte der Region zu berreisen. Da waren Taschkent (Usbekistan) und von dort aus eine Zugfahrt nach Alamaty (Kasachstan) zum Zwischenseminar und zuletzt im Januar Bischkek bei bis zu eisigen -28\u00b0. Au\u00dfer dem gef\u00fchlt unz\u00e4hlige Besuche in Duschanbe und mein dreiw\u00f6chiger Urlaub in Frankfurt im Januar.<\/p>\n<p>Im Moment bin ich mit der Vorbereitung der 9. und 10. Klassen auf das Sprachdiplom DSD I besch\u00e4ftigt und helfe au\u00dferdem bei verschiedem Projekten, ebenfalls den 9. und 10. Klassen.<br \/>\nDas Leben in Chudschand gef\u00e4llt mir sehr gut und ich bin froh dar\u00fcber, dass ich nicht nur f\u00fcr ein halbes Jahr hierher gekommen bin. Mittlerweile habe ich mich gut eingelebt und habe zumimdest das Gef\u00fchl viele Tadschikische Eigenarten besser zu verstehen als noch zu Beginn meines Freiwilligendienstes. \u00dcber zwei davon m\u00f6chte ich in diesem Beitrag Mal etwas genauer berichten. Zum einen die Offenheit der Menschen hier und zum anderen das Thema &#8222;Schein und Sein&#8220;<\/p>\n<p>Denn leider geht es in Tadschikistan sehr viel um Prestige und darum, dass alles einen guten Eindruck nach au\u00dfen vermittelt. Das f\u00e4llt mir mittlerweile immer \u00f6fter in kleinen Bemerkungen auf, aber auch im gro\u00dfen Ganzen. Oft h\u00f6re ich hier als Begr\u00fcndung etwas zu kaufen: &#8222;Das sieht besonders sch\u00f6n\/saftig\/lecker\/&#8230; aus&#8220;. Auch haben hier viele Familien einen eigenen, besonders sch\u00f6nen Raum, falls G\u00e4ste kommen. Die Hochzeiten, die man hier beinahe t\u00e4glich sieht sind ebenso sehr auf Prestige ausgelegt. So hat doch beinahe jeder, der etwas auf sich h\u00e4lt an diesem Tag 3 riesige wei\u00dfe Limousinen gemietet und veramstaltet eine unglaublich pomp\u00f6se Feier.<\/p>\n<p>Was mir aber auch aufgefallen ist, ist die unglaubliche Neugier der meisten Tadschiken. Es ist beinahe unm\u00f6glich einen Tag mal nicht mit Taxifahrern, Verk\u00e4ufern, Tischnachbarn in den Bars oder Sch\u00fclern von mir ins Gespr\u00e4ch zu kommen! Denn trotz meiner beschr\u00e4nkten Russischkenntnisse schafft man es immer irgendwie zu kommunizieren, wenn nicht mit Worten dann eben mit Gesten. Diese Neugier ist auch meistens gepaart mit einer unglaublichen W\u00e4rme und Freundlichkeit. So verabschiedet man dann selbst Leute, die man kaum kennengelernt hat mit &#8222;chai brat&#8220;, also &#8222;Tsch\u00fcss Bruder&#8220;<\/p>\n<p>Und in diesem Sinne dann auch von mir : Chai!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ziemlich genau ein halbes Jahr ist nun vergangen seit ich in Chudschand angekommen bin und fast genau solange habe ich auch nicht mehr geschrieben. Vieles ist seitdem bei mir passiert, zu Vieles um \u00fcber alles davon zu erz\u00e4hlen. 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