{"id":51,"date":"2011-09-25T22:33:07","date_gmt":"2011-09-25T20:33:07","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/carmina\/?p=51"},"modified":"2016-10-13T09:47:07","modified_gmt":"2016-10-13T07:47:07","slug":"elmelkedes-es-a-visszatekintes-reflexion-und-ruckblick","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/carmina\/2011\/09\/25\/elmelkedes-es-a-visszatekintes-reflexion-und-ruckblick\/","title":{"rendered":"visszatekint\u00e9s \/ R\u00fcckblick"},"content":{"rendered":"<p>Ich habe mir ein paar Gedanken dar\u00fcber gemacht, warum ich eigentlich diesen Blog schreibe und auch wor\u00fcber. Wor\u00fcber, das konnte ich mir recht leicht beantworten: \u00dcber berichtenswerte Ereignisse und Erlebnisse w\u00e4hrend meines Auslandsjahres in Ungarn. Und Dinge, die ich sonst noch so erz\u00e4hlen m\u00f6chte. Aber nun: Warum eigentlich? Fest stand und steht, dass ich allgemein selbst f\u00fcr mich mein Leben in Ungarn dokumentieren m\u00f6chte, aber auch Familie und Freunde auf dem Laufenden bleiben sollen. Mit einem Blog erreiche ich sogar dar\u00fcber hinaus theoretisch jeden Internetuser dieser Welt. Ein bisschen gruselig, aber irgendwie auch sch\u00f6ne Vorstellung, dass irgendjemand irgendwo mein Geschreibsel liest, unerkannt unbekannt.<\/p>\n<p>An dieser Stelle aber noch mal zur\u00fcck zum \u201eWor\u00fcber\u201c. Denn, wenn schon das Publikum nicht eindeutig eingrenzbar ist, w\u00e4re es sinnvoll beim Inhalt Grenzen zu setzen. Nagut, versteht sich ja von selbst, dass ich Dinge, von denen ich nicht m\u00f6chte, dass jeder sie erfahren k\u00f6nnte, gar nicht erst ver\u00f6ffentliche. Dennoch m\u00f6chte ich lesenswerte und f\u00fcr das (potentielle) Publikum interessante Artikel schreiben. Es geht mir nicht um die Klicks, eher um den Dialog. Ich erwarte nicht von jedem Leser einen Kommentar, aber hin und wieder w\u00e4re R\u00fcckmeldung sehr hilfreich! Also Du, der da gerade meine Worte liest, sag doch mal was dazu! Ich schreibe also einen Blog, um geh\u00f6rt (bzw. gelesen zu werde), um es noch einmal ganz banal zu formulieren.<\/p>\n<p>\u201eLesenswert\u201c geht Hand in Hand mit \u201eberichtenswert\u201c. Noch ist Vieles, was ich hier in meinem Alltag, an der Schule, in P\u00e9cs und allgemein in Ungarn erlebe in erster Linie neu und fremd und deswegen \u201eberichtenswert\u201c. Aber in ein paar Wochen schon, werde ich von neueren und fremderem Ereignissen schreiben m\u00fcssen, um absolut \u201elesenswert\u201c zu bleiben, oder? Die Artikel werden in gr\u00f6\u00dferen Abst\u00e4nden erscheinen, denn der Alltag der sich eingestellt haben wird, wird nicht mehr so \u201eberichtenswert\u201c sein. Aber ich werde Reisen unternehmen und hoffentlich interessante Begegnungen machen, von denen ich dann berichten kann. \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Jetzt bin ich genau seit einer Woche in P\u00e9cs. Bisher find ich es ziemlich gut hier! Meine Aufgaben an der Schule nehmen langsam klare Umrisse an: Ich werde definitiv dreimal die Woche in einer 10. Klasse unterrichten. Zweimal davon in einer Anf\u00e4ngergruppe und einmal in einer Gruppe von fortgeschritteneren Deutschsch\u00fclern. Unregelm\u00e4\u00dfig werde ich Vertretungsstunden geben, in der kommenden Woche sind es voraussichtlich zwei. Und ich werde vorerst jeden Nachmittag (12-14:30 Uhr, am Freitag nur bis 13:30 Uhr) in der deutschsprachigen Schulbibliothek arbeiten. Au\u00dferdem werde ich in der Theatergruppe mitwirken, allerdings gibt es noch keine n\u00e4heren Angaben, wann und wo da etwas stattfinden wird.<\/p>\n<p>Ich muss zugeben, an meinen ersten Tagen hier in P\u00e9cs, hatte ich hin und wieder schon den ein oder anderen Tiefpunkt. Nichts Dramatisches, aber ich musste feststellen, dass der Anfang immer schwer ist, besonders wenn man alleine ist und in einem fremden Land, mit einer fremden Sprache. An der Wand \u00fcber meinem Schreibtisch h\u00e4ngt seit Kurzem Vertrautes: Fotos und Postkarten. Nicht zu vergessen, dass ich mir hier ein neues Zuhause aufbauen werde, braucht lediglich etwas Zeit.<\/p>\n<p>Am <strong>Donnerstag<\/strong> sind zwei Lehrerinnen von einem Sch\u00fcleraustausch in Fellbach (bei Stuttgart) zur\u00fcckgekehrt, ich habe also mal wieder ein paar neue Gesichter kennen gelernt. Eine der beiden, leider wei\u00df ich den Namen nicht (mehr), hat sich gleich eine Weile mit mir unterhalten und als sie merkte, dass ich kaum etwas zu tun habe, gab sie mir einen Stapel Lernkontrollen einer 11. Klasse zum korrigieren. Hauptteil war die Konjugation unregelm\u00e4\u00dfiger Verben. F\u00fcr mich war es interessant zu sehen, was Deutschlernende f\u00fcr Fehler machen \u2013 Fazit: Mit Logik kommt man bei Deutsch nicht weit! (Nur so nebenbei behaupte ich mal, das Finnische ist eine sehr logische Sprache; das Ungarische hingegen kann ich noch nicht einsch\u00e4tzen.)<br \/>\nIn der 5. Schulstunde wartete dann gleich eine etwas gr\u00f6\u00dfere Herausforderung auf mich: Eine Gruppe von vier Deutsch-Anf\u00e4ngerInnen. Dieses Schuljahr wurden, aufgrund von Personalk\u00fcrzungen, 16 Sch\u00fclerInnen der Klassenstufe 10 mit sehr unterschiedlichem Sprachniveau in Deutsch, zusammen in eine Gruppe gelegt. Um die Sch\u00fcler angemessen zu unterrichten, sprach mich Zita, einer der Deutschlehrerinnen an, ob ich es mir vorstellen k\u00f6nnte selbst zu unterrichten, denn dann k\u00f6nnte man die Gruppe wieder teilen. Zweimal w\u00f6chentlich werde ich nun die Anf\u00e4ngergruppe unterrichten und einmal in der Woche werde ich mit den 12 Fortgeschritteneren zusammen arbeiten. Da es sich um eine fortlaufende und feste Aufgabe handelt, werde ich dar\u00fcber demn\u00e4chst einen extra Artikel schreiben. Und an dieser Stelle nur sagen: Montag (also morgen), erste Schulstunde werden mich zw\u00f6lf 10. Kl\u00e4sslerInnen erwarten und ich muss meine Unterrichtsstunde noch vorbereiten.<\/p>\n<p>Am <strong>Freitag<\/strong> Morgen kam der Schuldirektor, der \u00fcbrigens kaum Deutsch spricht, zu uns ins Deutschlehrerzimmer. Er hat den Posten erst seit diesem Schuljahr und wollte von mir pers\u00f6nlich erfahren, wer ich \u00fcberhaupt bin und warum in Ungarn\/P\u00e9cs\/an dieser Schule, f\u00fcr wie lange und was meine Aufgaben sind. Das Gespr\u00e4ch war bereits am Montag verabredet worden und zun\u00e4chst hatte ich ein paar ich Bef\u00fcrchtungen. Es stellte sich heraus, dass diese v\u00f6llig unbegr\u00fcndet waren, denn der Direktor war sehr freundlich und einfach nur interessiert. Er sagte, dass er m\u00f6chte, dass ich mich gut an der Schule einlebe und auch meine eigene Ideen einbringe.<br \/>\nIn der 4. Stunde habe ich die vier Anf\u00e4ngerInnen wieder gesehen. Darauf hatte ich mich am Abend davor ganz gut vorbereiten k\u00f6nnen und unter anderem Karten vorbereitet, Beispiel:<\/p>\n<p>Name: Jutta Schneider<br \/>\nAlter: 37 Jahr<br \/>\nWohnort: M\u00fcnchen<br \/>\nHobbies: Reisen, Volleyball<\/p>\n<p>Jede(r) Sch\u00fclerIn erhielt eine Rolle und im Dialog sollten sie sich dann einander vorstellen und ausfragen. Hat gut geklappt und Zita (Deutschlehrin, die parallel immer die andere Klassenh\u00e4lfte unterrichtet) hat mich nach der Stunde auch gelobt, als ich ihr kurz Bericht erstattete. \ud83d\ude42<br \/>\nAnschlie\u00dfend arbeitete ich noch in der Schulbibliothek, wo so gut wie gar nichts los war, nur ein M\u00e4dchen machte dort Hausaufgaben und freute sich, als ich zusagte dieselben am Ende zu kontrollieren (dabei w\u00e4re es nicht wirklich n\u00f6tig gewesen ;-)). Sie war au\u00dferdem recht neugierig und stellte mir viele Fragen, erz\u00e4hlte auf Nachfrage meinerseits aber auch von sich. Um halb zwei begann dann mein erstes ganzes Wochenende in P\u00e9cs. Aber dar\u00fcber kann ich unm\u00f6glich am Ende dieses Artikels schreiben \u2013 mein erstes Wochenende in P\u00e9cs zusammen mit C\u00e9line verlangt nach einem eigenen Artikel! Und kann \u00fcbrigens durch zahlreiche Fotos belegt werden. \ud83d\ude42<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich habe mir ein paar Gedanken dar\u00fcber gemacht, warum ich eigentlich diesen Blog schreibe und auch wor\u00fcber. Wor\u00fcber, das konnte ich mir recht leicht beantworten: \u00dcber berichtenswerte Ereignisse und Erlebnisse w\u00e4hrend meines Auslandsjahres in Ungarn. Und Dinge, die ich sonst noch so erz\u00e4hlen m\u00f6chte. Aber nun: Warum eigentlich? 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