{"id":47,"date":"2011-09-21T23:20:33","date_gmt":"2011-09-21T21:20:33","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/carmina\/?p=47"},"modified":"2016-10-13T09:47:33","modified_gmt":"2016-10-13T07:47:33","slug":"az-kezdet-der-anfang","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/carmina\/2011\/09\/21\/az-kezdet-der-anfang\/","title":{"rendered":"az kezdet \/ der Anfang"},"content":{"rendered":"<p>Oha, die Tage vergehen so schnell, mein dritter Arbeitstag am L.K. Gimn\u00e1zium liegt l\u00e4ngst hinter mir.<\/p>\n<p>Am Montag, meinem ersten Arbeitstag hat meine Mentorin (Agnes) mir die ganze Schule gezeigt und mich vielen Gesichtern vorgestellt, die meisten Namen dazu habe ich mir erst gar nicht gemerkt. Im Deutschlehrerzimmer habe ich jetzt schon einen eigenen Tisch und die anderen Lehrer dort (insgesamt 13) habe ich zum gr\u00f6\u00dften Teil schon kennen gelernt. Bisher ist mein Eindruck sehr positiv, das Arbeitsklima ist dort wirklich angenehm und pers\u00f6nlich! Am ersten Arbeitstag hospitierte ich in zwei Unterrichtsstunden, zu erst \u201eungarndeutsche Volkskunde\u201c in einer 9. Klasse (es wurde anhand einer passend gekleideten Puppe die ungarndeutsche Volkstracht besprochen, von Bluse, \u00fcber Leibchen, Unterr\u00f6cke und Oberrock bis hin zum Schultertuch \u2026 ;-)) und danach war ich noch in einer 12. Klasse, die im Fach \u201edeutsche Literatur\u201c gerade das Thema \u201eDrama\u201c hatten und nun anfingen Goethes \u201eFaust I\u201c zu lesen. Schon am fr\u00fchen Nachmittag hatte ich frei (reichte auch f\u00fcr den ersten Tag) und nutzte meine Freizeit um Lebensmittel einkaufen zu gehen und die n\u00e4here Umgebung um meine Wohnung herum kennen zu lernen. Au\u00dferdem hatte ich in der Schule einen Beutel mit Kram von meinem Vorg\u00e4nger erhalten (ungarische SIM-Card, Surfstick und Brosch\u00fcren \u00fcber P\u00e9cs) und testete in meiner Wohnung gleich mal das Internet. \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Den zweiten Arbeitstag verbrachte ich haupts\u00e4chlich in der (deutschsprachigen, es gibt noch eine ungarischsprachige) Schulbibliothek. Kati, die unglaublich nett ist, zeigte und erkl\u00e4rte mir viel. Unter anderem half ich ihr dabei neue Geschichtsb\u00fccher auszupacken und diese mit Schulstempel und Nummern zu versehen. Seit diesem Schuljahr gibt es nur noch eine Bibliothekarin f\u00fcr beide Schulbibliotheken (aufgrund von K\u00fcrzungen und K\u00fcndigungen gab es allgemein einige Ver\u00e4nderungen an der Schule, wie ich erfuhr). Deswegen wird eine meiner Hauptaufgaben im kommenden Jahr sein, nachmittags in der Bibliothek zu arbeiten. Am Dienstag durfte ich das auch gleich schon ausprobieren und es gef\u00e4llt mir ganz gut: Eigentlich muss ich nur da sein, hin und wieder eintragen, wenn B\u00fccher ausgeliehen oder zur\u00fcckgegeben werden und kann nebenbei lesen oder im Internet surfen. \ud83d\ude42 Au\u00dferdem ist die Bibliothek ein angenehmer Rahmen um Sch\u00fcler kennen zu lernen und mit ihnen locker ins Gespr\u00e4ch zu kommen!<\/p>\n<p>Heute an meinem dritten Arbeitstag standen unterschiedliche Dinge an: Ich hielt meine erste Vertretungsstunde, unterschrieb den Mietvertrag f\u00fcr die Wohnung und arbeitete erneut in der Bibliothek. \u00dcber meine erste Vertretungsstunde werde ich mal genauer berichten: Eigentlich hatte Moni (eine der Deutschlehrerinnen) gesagt, ich solle mit den Sch\u00fclerinnen (es waren 8 M\u00e4dels, eine halbe Klasse) \u00dcbungen zum Passiv machen. Aber sie hatten in der letzten Stunde ein ganz anderes Thema (\u201edeutsche Jugendb\u00fccher\u201c) durchgenommen, was sich jedoch erst herausstellte, als ich schon vor der Klasse stand. Agnes hatte mich noch kurz hin begleitet, musste dann aber selbst in den Unterricht und so war Improvisationstalent gefragt. Soweit ich das einsch\u00e4tzen kann, habe ich mich ganz gut geschlagen. \ud83d\ude00<\/p>\n<p>Ich stellte mich noch einmal kurz den Sch\u00fclerinnen vor und forderte sie auf Fragen zu stellen. Allerdings lief das ein bisschen z\u00e4h an und es gelang mir auch nicht so wirklich ein Gespr\u00e4ch allgemein \u00fcber \u201eB\u00fccher\u201c und \u201eLesen\u201c in Gang zu bringen. Es war \u00fcbrigens eine 10. oder 11. Klasse, und alle, die etwas sagten, sprachen recht gut Deutsch, nach meinem Empfinden! Zum Gl\u00fcck gab es in dem Arbeitsheft ein paar Aufgaben. Zun\u00e4chst lie\u00df ich die Sch\u00fclerinnen m\u00fcndlich vorgegebene Klappentexte zu Buchtiteln zu zuordnen. Damit waren wir eine Weile besch\u00e4ftigt und eigentlich haben auch alle mitgemacht! Nat\u00fcrlich gab\/gibt es wie in jeder Klasse welche, die von sich aus Beitr\u00e4ge liefern und andere, die erst aufgefordert werden m\u00fcssen. Anschlie\u00dfend lie\u00df ich sie kurze Buchvorstellungen schreiben, was teilweise in Gruppen und allein gel\u00f6st wurde. Das Timing war ideal, die Pausenmelodie erklang kurz nachdem die Letzten ihre Arbeit vorgetragen hatten. \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Erst war es eigentlich so gedacht, dass ich noch eine weitere Vertretungsstunde in einer anderen Klasse mache, aber da kam etwas dazwischen: Aus irgendeinem Grund musste unbedingt heute der Mietvertrag unterschrieben werden (ging aber nur um die Formalit\u00e4ten, Kosten trage ich GAR KEINE f\u00fcr meine Wohnung :-)). F\u00fcr die Unterschrift(en) musste ich zu einem Amt (oder \u00c4hnlichem). Dorthin begleiteten mich zwei Zw\u00f6lftkl\u00e4ssler, mit denen ich an den Tagen zuvor schon ein bisschen geredet hatte. War alles ziemlich einfach: Wir mussten nicht lange warten, ich unterschrieb und danach ging es zur\u00fcck zur Schule. Am fr\u00fchen Nachmittag arbeitete ich dann erneut f\u00fcr zweieinhalb Stunden in der Bibliothek.<\/p>\n<p>Den restlichen Nachmittag und fr\u00fchen Abend verbrachte ich in der Innenstadt. In P\u00e9cs gab es heute angenehmes Sp\u00e4tsommerwetter (Montag und Dienstag hatte es ein paar Regenschauer gegeben)! Unverhofft hat mich gestern eine ehemalige kulturweit-Freiwillige kontaktiert, die 2010\/11 in P\u00e9cs an einer (anderen als meiner) Schule gearbeitet hat. Sie ist vor ein paar Tagen wieder her gekommen und voraussichtlich f\u00fcr ein paar Monate wieder in der Stadt. Fand ich sehr nett, dass sie mich ein bisschen rumgef\u00fchrt hat und mir nette Ecken gezeigt hat! N\u00e4chste Woche werde ich dann \u00fcbrigens einen Sprachkurs an der Uni anfangen, \u00fcber den sich hoffentlich ein paar weitere Kontakte ergeben werden und au\u00dferdem wird C\u00e9line (auch kulturweit-Freiwillige) das kommende Wochenende in P\u00e9cs verbringen! \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Jetzt muss ich aber mal schlafen gehen, denn schon morgen fr\u00fch um halb acht werde ich mich auf den Weg zur Schule machen (m\u00fcssen). Gute Nacht! \/ J\u00f3 \u00e9jszak\u00e1t! &#8211; Carmina<\/p>\n<p>PS: Fotos kommen auch noch. Geduld, bitte!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Oha, die Tage vergehen so schnell, mein dritter Arbeitstag am L.K. Gimn\u00e1zium liegt l\u00e4ngst hinter mir. 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