„Hallo! Und wo geht’s bei dir hin?“

So ungefähr fing jede Konversation mit einem neuen Freiwilligen auf dem Vorbereitungsseminar am Webellinsee in der Nähe von Berlin an. Folglich hat sich dann irgendwann jeder seine ausgeklügelte Antwort präpariert: „Hi! Robert, Hamburg, Bosnien!“.

Okay, also – worum geht’s hier eigentlich genau?

Ich fange einfach mal von vorne an. Mein Name ist Robert, wie schon oben erwähnt, und ich werde im Rahmen der Goethe-PASCH Initiative und des „kulturweit“-Programms am 13. September 2019 nach Bosnien und Herzegowina reisen und dort ein Jahr verbringen. Woah!

Ich dachte mir, dass es sinnvoll wäre, meine Erfahrungen aller Art hier in Form eines Blogs zu teilen, gerade weil ich eine neue Stelle antreten darf, die es bislang noch nicht gegeben hat. Ich darf glücklicherweise im ersten Gymnasium Zenica tätig werden. Ich freue mich schon total darauf, gerade weil ich auch schon Kontakt zu meiner Ansprechperson hatte und sie wirklich nett wirkt.

Hoffentlich gibt es die Stelle auch noch nach meinem Freiwilligendienst! 😀

So ein Auslandsjahr bedarf natürlich ordentlicher Vorbereitung: einmal einem riesigen Schwall an Dokumenten, Verträgen, E-Mails und mehr, aber eben auch einem zehntägigen Vorbereitungsseminar mit vielen anderen Freiwilligen, die sozusagen im gleichen Boot sitzen. Nur eben mit den verschiedensten Zielen.

Ehrlich gesagt möchte ich euch den gigantischen „Bürokratie-Teil“ ersparen, der für mich einfach aus fehlendem Reiz nicht in diesen Blog passt. Was nicht heißt, dass er unwichtig ist! Falls ihr Hilfe braucht: es gibt viele Blogs die euch dafür Tipps geben und zur Not kontaktiert ihr einfach die Alumnis.

Für mich ist das Vorbereitungsseminar das erste große Highlight des Freiwilligenjahres. Anfangs noch sehr unsicher und vielleicht auch etwas ängstlich bin ich mit dem ICE von Hamburg nach Berlin gefahren und wurde dann anschließend mit dem Shuttlebus zum Seminar-Ort Webellinsee gebracht. Vor allem war ich mir unsicher, weil ich nicht wusste, was auf mich zukommt. Alles was ich bisher aus den Erfahrungen meines Bruders mitbekommen hatte, der auch einen Freiwilligendienst vor drei Jahren in Togo gemacht hatte, war, dass die Teilnehmer genauso viel Lust auf ein FSJ hätten wie ich, allesamt offen und herzlich seien, jedoch alle wesentlich älter als ich, da es u.a. auch Studierende auf dem Vorbereitungsseminar gebe.

Schon im Bus unterhielt ich mich mit einem netten Jungen, der genauso wie ich gerade das Abitur absolviert hatte und nun, genauso wie ich, Fernweh hat. Zu meiner Schande habe ich leider vergessen, wo er hinfährt. Aber bei so vielen Freiwilligen ist das Merken der Auslandsziele auch sehr schwer (Freiwillige wissen hoffentlich, was ich meine…). Für mich persönlich legte sich während dieser Busfahrt meine Angst schon ein wenig. Unser Gespräch war total entspannt, lustig und hat auch Spaß gemacht, obwohl auch viel Small Talk dabei war. Für mich war das Gespräch ein Zeichen, dass ich hier, auf dem Vorbereitungsseminar, richtig bin.

Endlich angekommen luden wir unsere Koffer aus und wurden in die Zimmer eingeteilt. Verzweifeltes Suchen nach einer Sortierungsstrategie für die Zuordnung der Zimmer führte zu nichts und so wurde jeder in ein scheinbar zufälliges Zimmer eingewiesen. Meine Zimmerkollegen fahren beide nach Ungarn und sind sehr lustig und nett.

Ich merke schon, dass hier alles etwas ausartet, das liegt einfach daran, dass ich schon in den ersten Tagen so viele Eindrücke gewonnen habe und die unbedingt loswerden muss. Ich versuche in den nächsten Blogeinträgen mal etwas fokussierter zu bleiben! Bis dann!

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