{"id":41,"date":"2016-10-16T21:54:06","date_gmt":"2016-10-16T19:54:06","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/bratislava\/?p=41"},"modified":"2016-10-16T21:54:06","modified_gmt":"2016-10-16T19:54:06","slug":"3-otktober-die-karpatendeutschen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/bratislava\/2016\/10\/16\/3-otktober-die-karpatendeutschen\/","title":{"rendered":"3. Otktober, die Karpatendeutschen"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland\u00a0Joachim Bleicker gibt sich die Ehre, Frau Ulrike Reinhardt zu einem Empfang einzuladen&#8230;\u00a0&#8220;\u00a0 Mit diesen Worten begann meine Einladungskarte, welche auf feinstem, gepr\u00e4gten Papier gedruckt war, anl\u00e4sslich des Tages der Deutschen Einheit. Selbstverst\u00e4ndlich gab ich mir auch die Ehre und erschien in meinem besten Kleid, Stiefeln und einer Handtasche, die nicht wirklich dazu passten, in einem der teuersten Hotels in Bratislava. Ich konnte halt leider nicht alles mitnehmen in die Slowakei und musste Priorit\u00e4ten setzen. Ich ging gemeinsam mit Wolfgang und Hannah, der Leiterin des Deutsch Unterrichtes meiner Schule dorthin,\u00a0und traf dort auf\u00a0die 3 anderen Kulturweit Freiwilligen der Slowakei. Entgegen meiner Erwartungen gab es keine\u00a0Absperrungen oder Sicherheitskontrollen vor dem Hotel. Auch die Einladungskarte wurde erst im Hotel selber kontrolliert und nicht davor. Wir gingen erst durch die Eingangshalle und gaben unsere M\u00e4ntel ab.\u00a0Alle anderen Besucher sahen total schick und wichtig aus, dann stellten wir uns an einer langen Schlange an um in die 1. Etage zu gelangen, wo wir den Festakt vermuteten. Es ging ziemlich langsam vorw\u00e4rts. Dieses lag daran wie sich oben angekommen herausstellte, dass Jeder eingeladene Besucher vom deutschen Botschafter und einem wohl ziemlich hohen Milit\u00e4rtypen pers\u00f6nlich mit Handschlag begr\u00fc\u00dft wurde. Vor lauter Aufregung sich in so einer gediegenen Gesellschaft aufzuhalten\u00a0waren unsere Kehlen schon ganz trocken und der freundlich \u00fcberreichte Sekt, von schicken gut aussehenden\u00a0Hotelfachangestellten,\u00a0kam gerade recht. Es gab aber nicht nur Sekt, sondern auch die \u00fcblichen Verd\u00e4chtigen wie Cola, Fanta, Sprite, Apfel- und Orangensaft, Bier, Rot und Wei\u00dfwein. Nach der kleinen, fl\u00fcssigen St\u00e4rkung und ca. 20 Minuten Wartezeit ging es dann in einem festlich geschm\u00fcckten kleinen Saal los. Das Milit\u00e4rorchester begann mit einem traurig anmutenden Lied, wie man uns dann sagte, der Nationalhymne der Slowakei. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich sie nicht erkannt h\u00e4tte, h\u00e4tte man uns nicht wohlwollend darauf hingewiesen. Zur Wiedergutmachung dieses peinlichen Fauxpas meinerseits, habe ich sie jetzt auswendig gelernt.<\/p>\n<p><strong>Die Hymne der Slowakischen Republik:<\/strong><\/p>\n<p>Nad Tatrou sa bl\u00fdska, hromy divo bij\u00fa.<br \/>\nNad Tatrou sa bl\u00fdska, hromy divo bij\u00fa.<br \/>\nZastavme ich, bratia, ved&#8216; sa ony stratia, Slov\u00e1ci o\u017eij\u00fa.<br \/>\nZastavme ich, bratia, ved&#8216; sa ony stratia, Slov\u00e1ci o\u017eij\u00fa.<\/p>\n<p>To Slovensko na\u0161e posial&#8216; tvrdo spalo.<br \/>\nTo Slovensko na\u0161e posial&#8216; tvrdo spalo.<br \/>\nAle blesky hromu, vzbudzuj\u00fa ho k tomu, aby sa prebralo.<br \/>\nAle blesky hromu, vzbudzuj\u00fa ho k tomu, aby sa prebralo.<\/p>\n<p><b>F\u00fcr\u00a0Alle die im slowakisch Unterricht nicht aufgepasst haben:<\/b><\/p>\n<p>Es blitzt \u00fcber der Tatra, wild grollen die Donner,<br \/>\nLasst sie uns stoppen, Br\u00fcder, sie werden sicher verschwinden, die Slowaken leben auf.<br \/>\nDiese, unsere Slowakei hat bis jetzt tief geschlafen,<br \/>\nAber der Donner und die Blitze ermuntern sie, wieder aufzuwachen.<\/p>\n<p>Danach wurde eine mir wohlbekannte Melodie, die deutsche Nationalhymne, gespielt. Es folgte die Er\u00f6ffnungsrede des deutschen Botschafter in Bratislava (Joachim Bleicker). Dann ergriff Frank Walter Steinmeier, Minister des Ausw\u00e4rtigen in Deutschland, das Wort. Er betonte wie wichtig die slowakische und deutsche Zusammenarbeit in diesen schweren Stunden der EU sei und, dass er sich keinen sch\u00f6neren Ort als Bratislava vorstellen k\u00f6nne um die deutsche Einheit zu feiern&#8230; Ihm folgte eine Rede seines slowakischen Pendants (Miroslav Laj\u010d\u00e1k). Obwohl alle Reden in englischer Sprache waren, verstand ich fast alles. Scheinbar hat sich mein englisch hier auch etwas verbessert. Mit dem Auftritt einer bekannten Berliner Jazzs\u00e4ngerin, ich hatte noch nie von ihr geh\u00f6rt, begleitet vom Milit\u00e4torchester wurde dann das Buffet er\u00f6ffnet. Es gab b\u00fcrgerliche K\u00fcche: Pellkartoffeln, unfassbar leckeres Sauerkraut, zwei verschiedene Sorten W\u00fcrstchen, ged\u00fcnstetes Gem\u00fcse und mit Ricotta gef\u00fcllte Ravioli, sowie diverse Sorten an Backwaren. Zudem gab es ein kleines Salatbuffet mit Lachs und Apfelkuchen mit Vanilleso\u00dfe zum Nachtisch. Es wurde ein informativer, fr\u00f6hlicher, lustiger und leckerer Abend. Am n\u00e4chsten Tag waren wir drei Eingeladenen eine kleine Sensation beim allt\u00e4glichen Mittagessen in der Mensa. Viele wollten wissen wie unser Ausflug in die Welt der Sch\u00f6nen und (Einfluss-)reichen denn nun war und diverse Handybildchen davon\u00a0wurden herumgezeigt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>J<a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/bratislava\/files\/2016\/10\/14601009_1297879966912007_7085490290981493221_n.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-42\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/bratislava\/files\/2016\/10\/14601009_1297879966912007_7085490290981493221_n-300x300.jpg\" alt=\"14601009_1297879966912007_7085490290981493221_n\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/bratislava\/files\/2016\/10\/14601009_1297879966912007_7085490290981493221_n-300x300.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/bratislava\/files\/2016\/10\/14601009_1297879966912007_7085490290981493221_n-150x150.jpg 150w, https:\/\/kulturweit.blog\/bratislava\/files\/2016\/10\/14601009_1297879966912007_7085490290981493221_n-624x624.jpg 624w, https:\/\/kulturweit.blog\/bratislava\/files\/2016\/10\/14601009_1297879966912007_7085490290981493221_n.jpg 750w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 (von rechts: Marvin, Marius und Ich; Kulturweitfreiwillige)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-44\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/bratislava\/files\/2016\/10\/3.10.jpg\" alt=\"3-10\" width=\"309\" height=\"174\" \/>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0 (von links: Joachim Bleicker,\u00a0Miroslav Laj\u010d\u00e1k, Frank Walter Steinmeier)<\/p>\n<p>Am Freitag habe ich zusammen mit einer Lehrerin eine Sch\u00fclergruppe zu den Karpatendeutschen begleitet, welche alle par Monate zu einem gro\u00dfen Treffen einladen.\u00a0 Die Lehrerin war schon in das Zielgeb\u00e4ude vorgegangen, als ich mit ein par Nachz\u00fcglern im Schlepptau von einer betagten Dame in karpatendeutscher Tracht angesprochen wurde. Ich verstand nur das Wort &#8222;Za kas\u00e1r\u0148ou&#8220;, aber war mir trotzdem sicher was sie wissen wollte. &#8222;Ja, das sind die Kinder der Grundschule Za kas\u00e1r\u0148ou\u00a0antwortete ich Ihr&#8220; in deutsch. &#8222;Mit ich zeige Ihnen wo sie sich umziehen k\u00f6nnen&#8220; f\u00fchrte sie uns in die Garderobe\u00a0im 2. Stockwerk.\u00a0Die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler hatten f\u00fcr dieses Treffen ein kleines B\u00fchnenprogramm auf deutsch vorbereitet: Es wurde die Geschichte &#8222;Der Hase mit der roten Nase&#8220; aufgef\u00fchrt, gesungen und getanzt. Als Dankesch\u00f6n f\u00fcr den zuckers\u00fc\u00dfen, gelungenen Auftritt bekamen die Kinder, die Lehrerin und ich S\u00fc\u00dfigkeiten und Pralinen geschenkt. Im Anschluss wurde ich der Vorsitzenden des Karpatendeutschen Vereines in Bratislava vorgestellt. Die r\u00fcstige, \u00fcber 90 Jahre alte, Vorsitzende fragte meine Schulleiterin, welche es sich nat\u00fcrlich nicht nehmen lies auch vorbeizuschauen, ob ich denn deutsch sprechen k\u00f6nne. Diese sagte mit stolzgeschwellter Brust: &#8222;Sie spricht nur deutsch!&#8220;. Das stimmte zwar nicht ganz, denn ich spreche ja auch franz\u00f6sisch und englisch, aber das wird hier nicht als so wichtig empfunden. &#8222;Franz\u00f6sisch&#8220; wird hier kaum auf Schulen angeboten und &#8222;Englisch&#8220; verliert in der Slowakei gerade zunehmend an Beliebtheit. Viele Slowaken gehen f\u00fcr ein par Jahre ins Ausland um dort zu arbeiten oder zu studieren. Am Beliebtesten waren immer \u00d6sterreich, Deutschland und England, letzteres verliert aber dank des Brexits st\u00e4ndig an Wert. Man bef\u00fcrchtet dort keinen Job mehr zu bekommen. Deshalb orientieren sich viele Slowaken jetzt vermehrt am deutschsprachigen Ausland. So waren die Anmeldungen f\u00fcr den Deutschunterricht an meiner Schule ab der 1. Klasse, dieses Jahr zum ersten mal h\u00f6her, als die f\u00fcr den Englischunterricht. Die 2. Fremdsprache kommt dann ab der 3. Klasse hinzu. In meiner Schulzeit war Geschichte mein Lieblingsfach, jedoch konnte ich mich nicht erinnern, die durchaus wissenswerte Geschichte der Karpatendeutschen dort durchgenommen zu haben. Deshalb versuche ich sie hier einmal mit Hilfe von Wikipedia zusammen zufassen.<\/p>\n<p>Als <b>Karpatendeutsche<\/b> bezeichnet man die deutschsprachige Bev\u00f6lkerungsgruppe, die auf dem Gebiet der heutigen Slowakei <span style=\"color: #0066cc\">,<\/span> sowie im \u00f6stlichen Karpatenbogen lebten oder noch heute leben. Der \u00f6stliche Karpatenbogen geh\u00f6rt heute zur Ukraine und wird auch Karpatukraine genannt. Deutsche Siedler haben die\u00a0Slowakei vom 12. bis zum 15. Jahrhundert besiedelt. Ihren H\u00f6hepunkt nahm die Besiedlung im 14. Jahrhundert. Im Gebiet von Bratislava, auf deutsch Pressburg,\u00a0gab es wohl auch schon etwas fr\u00fcher Deutsche. Sie haben vor allem \u00e4ltere slowakische St\u00e4dte (v.\u00a0a. Pressburg), Markt- und Bergbausiedlungen besiedelt und wurden meist von den K\u00f6nigen als Spezialisten (Handwerker, Bergleute&#8230;) angeworben. Ungef\u00e4hr bis zum 15.Jahrhundert\u00a0bestand die F\u00fchrungsschicht aller slowakischen St\u00e4dte fast ausschlie\u00dflich aus Deutschen. Die drei Hauptsiedlungsgebiete waren Bratislava und Umgebung, die deutschen Sprachinseln in der Zips (Landschaft in der nord\u00f6stlichen Slowakei),\u00a0sowie das Hauerland (deutsche Sprachinseln in der Mittelslowakei). Die zahlenm\u00e4\u00dfig gr\u00f6\u00dfte Gruppe der Deutschen im Habsburger Reich lebte in der Stadt Pressburg, die bis ins 20. Jahrhundert hinein noch mehrheitlich deutsch gepr\u00e4gt war. Bei der Volksz\u00e4hlung im Sommer 1919 waren Deutsche noch die gr\u00f6\u00dfte Gruppe: Ihr geh\u00f6rten 36\u00a0% der B\u00fcrger an, 33\u00a0% waren Slowaken und 29\u00a0% Ungarn. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges pl\u00e4dierten die meisten Karpatendeutschen f\u00fcr den Verbleib der Slowakei bei Ungarn, danach f\u00fcr eine slowakische Autonomie innerhalb der Tschechoslowakei. Nach 1918 ver\u00e4nderte sich die Situation f\u00fcr die Karpatendeutschen grundlegend, denn mit der Erhebung Pressburgs zur Landeshauptstadt und dem Zustrom an Slowaken wurden sie, trotz Wegzug vieler Ungarn, zu einer Minderheit in der Bev\u00f6lkerung. In den anderen Siedlungsgebieten ging es \u00e4hnlich vonstatten. Die meisten Karpatendeutschen waren bereits vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges\u00a0aus der Slowakei ins Deutsche Reich gefl\u00fcchtet oder wurden von den deutschen Beh\u00f6rden evakuiert. Diese war eine Reaktion auf den slowakischen Nationalaufstand im Sp\u00e4tsommer 1944, bei dessen Niederschlagung von den Partisanen Grausamkeiten an Deutschen und von der SS Grausamkeiten an Slowaken ver\u00fcbt wurden. Aus der Zips sind die meisten Deutschen zwischen Mitte November 1944 und Januar 1945 vor der heranr\u00fcckenden Roten Armee nach Deutschland oder in das Sudetenland evakuiert worden. Die Deutschen von Bratislava wurden im Januar und Februar 1945 nach langen Verz\u00f6gerungen evakuiert, jene des Hauerlandes fl\u00fcchteten Ende M\u00e4rz 1945 aus ihren Orten. Die Rote Armee erreichte Bratislava am 4. April 1945. Nach dem Ende des Krieges am 8. Mai 1945 ist zun\u00e4chst etwa ein Drittel der Deutschen nach Hause in die Slowakei zur\u00fcckgekehrt. Ab dem 2. August 1945 wurde ihnen, zusammen mit den Sudetendeutschen in Tschechien und mit den Ungarn in der S\u00fcdslowakei die tschechoslowakische Staatsangeh\u00f6rigkeit aberkannt. Sie wurden in Sammellagern interniert. 1946\/47 sind schlie\u00dflich etwa 33.000 Deutsche als Folge des\u00a0Potsdamer Abkommens\u00a0aus der Slowakei vertrieben worden, w\u00e4hrend ca. 20.000 Personen infolge besonderer Umst\u00e4nde in der Slowakei bleiben konnten. Von rund 128.000 Deutschen in der Slowakei im Jahre 1938 sind also 1947 etwa 20.000 (16\u00a0%) \u00fcbrig geblieben. Nach einer Volksz\u00e4hlung\u00a0leben heute nur noch weniger als 6.000 Deutsche in der Slowakei, die aber wieder s\u00e4mtliche politischen Rechte genie\u00dfen. Gr\u00f6\u00dftes Problem der deutschen Minderheit ist die Assimilation der mittleren und j\u00fcngeren Generationen an das slowakische Umfeld, die in den meisten F\u00e4llen so weit geht, dass Sprache und Brauchtum verloren gegangen sind. Es gibt jedoch immer noch zwei karpatendeutsche D\u00f6rfer, in denen die Einwohnerschaft noch mehrheitlich deutschst\u00e4mmig und deutschsprachig ist. Der prominenteste Angeh\u00f6rige dieser Volksgruppe ist der zweite slowakische Pr\u00e4sident Rudolf Schuster, welcher von 1999 bis 2004 im Amt war.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland\u00a0Joachim Bleicker gibt sich die Ehre, Frau Ulrike Reinhardt zu einem Empfang einzuladen&#8230;\u00a0&#8220;\u00a0 Mit diesen Worten begann meine Einladungskarte, welche auf feinstem, gepr\u00e4gten Papier gedruckt war, anl\u00e4sslich des Tages der Deutschen Einheit. 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