{"id":770,"date":"2022-05-21T17:23:11","date_gmt":"2022-05-21T15:23:11","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/?p=770"},"modified":"2022-05-21T17:23:11","modified_gmt":"2022-05-21T15:23:11","slug":"besuch-aus-dem-schwabenlaendle-woche-35","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/2022\/05\/21\/besuch-aus-dem-schwabenlaendle-woche-35\/","title":{"rendered":"Besuch aus dem Schwabenl\u00e4ndle (Woche 35)"},"content":{"rendered":"<p>Nachdem die letzte Woche ja \u00e4u\u00dferst turbulent zu Ende ging, erhoffte ich mir von der n\u00e4chsten Woche ein wenig Erholung und vor allem eine geh\u00f6rige Portion Schlaf. Um es direkt auf den Punkt zu bringen: ich habe weder noch bekommen. Besonders schlimm war das aber nicht, denn so anstrengend die Woche auch war, so sehr habe ich sie auch genossen.<\/p>\n<p>Aber von vorne:<br \/>\nAm Montag meinte es mein Stundenplan gut mit mir, sodass ich immerhin halbwegs ausschlafen konnte, bevor ich mich auf den Weg in den Unterricht machen musste. Noch leicht verschlafen schleppte ich mich durch den Vormittag, bevor ich mich dann am Nachmittag mit Vivi auf den Weg in die Stadt machte, wo wir zun\u00e4chst den Markt auf dem Zeln\u00fd trh unsicher machen wollten (ein wahres Paradies f\u00fcr Obst- und Gem\u00fcsefans) und schlie\u00dflich, wie k\u00f6nnte es anders sein, im Caf\u00e9 Mitte landeten, wo wir die Sonne, die leckeren hausgemachten Limonaden (<em>dom\u00e1c\u00ed<\/em> <em>limon\u00e1dy\u00a0<\/em>klingt in meinen Ohren noch viel sch\u00f6ner) und nat\u00fcrlich die besten Muffins der Stadt genossen.<\/p>\n<div id=\"attachment_785\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/05\/IMG-20220509-WA0007.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-785\" class=\"size-medium wp-image-785\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/05\/IMG-20220509-WA0007-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/05\/IMG-20220509-WA0007-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/05\/IMG-20220509-WA0007-768x577.jpg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/05\/IMG-20220509-WA0007-400x300.jpg 400w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/05\/IMG-20220509-WA0007-799x600.jpg 799w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/05\/IMG-20220509-WA0007.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-785\" class=\"wp-caption-text\">Okay, es waren keine Muffins, aber fast:)<\/p><\/div>\n<p>Urspr\u00fcnglich hatten wir geplant, einkaufen zu gehen und den Abend mit einem Picknick auf dem <em>\u0160pilberk\u00a0<\/em>ausklingen zu lassen, eine unvorhergesehene Plan\u00e4nderung machte uns dann allerdings einen Strich durch die Rechnung.<\/p>\n<p>Diese Woche stand n\u00e4mlich der Sch\u00fcleraustausch mit unserem Partnergymnasium in Stuttgart an. Die Gruppe aus Stuttgart sollte am Nachmittag mit dem Zug ankommen. Am Vormittag hatte ich der zust\u00e4ndigen Lehrerin hier noch versichert, dass 25min Umsteigezeit in Wien selbst mit Versp\u00e4tung der Deutschen Bahn (die man ja von vornherein einplanen sollte) gut machbar sind. Tja, falsch gedacht. So verschob sich die Ankunft der Gruppe um zwei Stunden nach hinten und wir beschlossen kurzerhand, unser Picknick auf den n\u00e4chsten Tag zu verschieben und stattdessen Spargel zu kochen.<\/p>\n<div id=\"attachment_777\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/05\/20220509_195732-e1653146118372.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-777\" class=\"size-medium wp-image-777\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/05\/20220509_195732-e1653146118372-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/05\/20220509_195732-e1653146118372-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/05\/20220509_195732-e1653146118372-400x300.jpg 400w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/05\/20220509_195732-e1653146118372-800x600.jpg 800w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/05\/20220509_195732-e1653146118372-768x576.jpg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/05\/20220509_195732-e1653146118372.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-777\" class=\"wp-caption-text\">Mmmmmmm, lecker \ud83d\ude42<\/p><\/div>\n<p>Gesagt getan und so machten wir uns mithilfe der Anleitung meiner Eltern an die Spargelso\u00dfe, bis ich schlie\u00dflich zum Bahnhof musste, um die Gruppe in Empfang zu nehmen.<br \/>\nAls der Zug schlie\u00dflich einfuhr und die Sch\u00fcler:innen nach und nach auf dem Bahnsteig standen, h\u00e4tte man denken k\u00f6nnen, die Austauschpartner:innen kennen sich schon seit Jahren, so herzlich viel die Begr\u00fc\u00dfung aus. Wie weggeblasen schienen all die Aufregung und Sorgen, ob es wohl Verst\u00e4ndnisprobleme gebe.<br \/>\nGemeinsam mit den begleitenden Lehrkr\u00e4ften aus Deutschland machte ich mich wieder auf den R\u00fcckweg zur Schule, da die beiden f\u00fcr die Dauer ihres Besuchs meine Nachbarn werden sollten.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck in der Wohnung war das Essen schnell fertig und auch wenn die So\u00dfe beim ersten Versuch noch etwas zu zitronig geraten ist, war ich doch mehr als gl\u00fccklich mit dem Ergebnis.<br \/>\nViel Zeit zum Genie\u00dfen blieb uns allerdings nicht, da wir am Abend noch mit Ema, einer Mitsch\u00fclerin aus einem Sprachkurs auf ein Bier verabredet waren. Es blieb auch tats\u00e4chlich bei einem Bier, da wir p\u00fcnktlich um 23 Uhr aus der Kneipe komplimentiert wurden und da Montag war, hatte auch sonst nichts mehr offen.<\/p>\n<p>Meinem Schlafentzug tat das fr\u00fche Ende unseres Kneipenbesuchs allerdings durchaus gut, sodass ich mich am n\u00e4chsten Morgen schon deutlich fitter als am Vortag f\u00fchlte. Nachdem ich den Vormittag wieder in der Schule verbrachte, ging es am Nachmittag dann auf den <em>\u0160pilberk,<\/em> wo wir uns unter einem Baum mit Blick auf den Petrov ein schattiges Pl\u00e4tzchen suchten und unsere mitgebrachten Leckereien genossen.<\/p>\n<div id=\"attachment_778\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/05\/20220510_124409.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-778\" class=\"size-medium wp-image-778\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/05\/20220510_124409-300x400.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/05\/20220510_124409-300x400.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/05\/20220510_124409-255x340.jpg 255w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/05\/20220510_124409-450x600.jpg 450w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/05\/20220510_124409.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-778\" class=\"wp-caption-text\">Erdbeeren, Sonne und ein traumhafter Blick, was will man mehr?<\/p><\/div>\n<p>Irgendwann wurde es dann aber doch Zeit, wieder zur\u00fcck ins Zentrum zu gehen, denn schlie\u00dflich wollten wir uns noch mit Ad\u00e9la und Simona treffen. Wo? nat\u00fcrlich in einem Caf\u00e9, allerdings in einem, das ich auch noch nicht kannte. Und was haben wir getrunken? Nat\u00fcrlich hausgemachte Limonade:)<\/p>\n<p>Bevor es dunkel wurde, machten wir uns noch auf den Weg zur letzten obligatorischen Sehensw\u00fcrdigkeit der Stadt: der Villa Tugendhat. Womit ich nicht gerechnet hatte war, dass wir dort auch der Austauschgruppe \u00fcber den Weg laufen w\u00fcrden. W\u00e4hrend der deutsche Teil eine F\u00fchrung in der Villa bekam, genoss der tschechische Teil die Sonne und Ruhe im Garten. Mein pers\u00f6nliches Highlight der Villa war an diesem Tag allerdings die Katze, die durch den Garten stromerte und sich bereitwillig streicheln lies.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck in der Stadt waren wir schon wieder hungrig und da es Vivis letzter Abend war, beschlossen wir, noch einmal <em>Sma\u017een\u00fd s\u00fdr<\/em> und Kofola zu essen, beziehungsweise zu trinken, bevor wir den Abend mit einem Filmeabend ausklingen lie\u00dfen.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen hie\u00df es dann wieder fr\u00fch aufstehen, um rechtzeitig am Bahnhof zu sein.<br \/>\nUnd ab diesem Zeitpunkt nahm das Chaos eigentlich seinen Lauf. Wobei, chaotisch war es eigentlich nicht. Eher stressig, aber weil es so viele sch\u00f6ne Erlebnisse gab, die sich beinahe nahtlos aneinanderreihten.<br \/>\nNach einer kurzen Unterrichtseinheit machte ich mich von der Schule aus direkt auf den Weg zum <em>Mendlovo n\u00e1m\u011bst\u00ed,\u00a0<\/em>denn dort wollten wir uns eine Basilika anschauen, die ich zwar schon an die hundert Mal von au\u00dfen gesehen hatte, aber noch nie besucht habe. Ein gro\u00dfer Fehler! Denn nachdem wir zun\u00e4chst ein wenig verloren an der Haltestelle standen, die momentan eher einer riesigen Baustelle gleicht, betraten wir schlie\u00dflich die Basilika, deren Gr\u00f6\u00dfe sich von au\u00dfen zwar erahnen lies, von innen dann aber nochmal ganz anders auf einen wirkte.<\/p>\n<div id=\"attachment_779\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/05\/20220511_113812.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-779\" class=\"size-medium wp-image-779\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/05\/20220511_113812-300x400.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/05\/20220511_113812-300x400.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/05\/20220511_113812-255x340.jpg 255w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/05\/20220511_113812-450x600.jpg 450w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/05\/20220511_113812.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-779\" class=\"wp-caption-text\">Wow!<\/p><\/div>\n<p>Was auch dieses Mal wieder zur Sprache kam, ist die gro\u00dfe Religionslosigkeit, die in Tschechien herrscht. Je nach Quelle geben 80-90% der Bev\u00f6lkerung an, sich keiner Religion zugeh\u00f6rig zu f\u00fchlen. Dennoch, oder vielleicht gerade deshalb wirken viele der Kirchen hier auf mich deutlich lebendiger als in Deutschland. Denn dort wo Religion noch gelebt wird, wird sie das, so mein Empfinden, noch deutlich aktiver als in Deutschland.<br \/>\nAn dieser Stelle muss ich aber auch betonen, dass Religionslosigkeit nicht gleich Atheismus bedeutet. Der Atheismus lehnt jeglichen Glauben an eine h\u00f6here Macht ab, wohingegen Religionslosigkeit lediglich bedeutet, dass man sich keiner Religion zugeh\u00f6rig f\u00fchlt, aber vielleicht dennoch an eine \u00fcbernat\u00fcrliche Macht glaubt. Ein Trend, der sich auch in Deutschland immer mehr verbreitet, besonders mit Blick auf die zahlreichen Kirchenaustritte in der j\u00fcngsten Vergangenheit.<\/p>\n<p>Im Anschluss ging es dann zum Mittagessen in das nahegelegene Brauhaus, wo der Anblick unserer Gruppe bei den Kellern eine kleine Panik ausl\u00f6ste, die sich noch verst\u00e4rke, als sich herausstellte, dass es wohl nicht gen\u00fcgend vegetarisches Essen f\u00fcr alle gibt. Vier Portionen <em>Sma\u017een\u00fd s\u00fdr\u00a0<\/em>lie\u00dfen sich dann allerdings doch noch auftreiben und so konnten wir uns schlie\u00dflich frisch gest\u00e4rkt auf den Weg in Richtung Klettergarten machen, der wohl ohne Zweifel das Highlight des Tages werden sollte.<\/p>\n<p>Nach einer kurzen Einweisung ging es dann direkt mit einer Seilbahn \u00fcber den Fluss und ab in die B\u00e4ume. Da der Parcours f\u00fcr Kinder und Jugendliche bestimmt war, machten wir uns zun\u00e4chst keinen gro\u00dfen Kopf, ob und wie anstrengend es werden w\u00fcrde. Tja, die tschechischen Kinder und Jugendlichen scheinen kleine Wunderkinder im Klettergarten zu sein, anders ist es nicht zu erkl\u00e4ren, dass wir mehrere Abst\u00fcrze und dutzende Fl\u00fcche sp\u00e4ter nach fast zwei Stunden v\u00f6llig ersch\u00f6pft unten ankamen.<\/p>\n<p>Mein pers\u00f6nliches Highlight: die Seilbahnen, bei denen man so schnell wird, dass jede:r Zweite sich nicht richtig festhalten kann und von der anderen Seite wieder zur\u00fcck in die Mitte rollt.<br \/>\nErsch\u00f6pft aber dennoch mit einem gro\u00dfen Grinsen im Gesicht, ging es f\u00fcr uns \u00fcber den Rothenberg, von dem aus man eine gro\u00dfartige Aussicht auf die Stadt hat, in eine kleine Kneipe, wo wir uns jede:r mit einer Kofola in der Hand, erholten und die Sch\u00fcler:innen das Erlebte Revue passieren lie\u00dfen: &#8222;Boah, die Seile waren das Schwerste.&#8220; &#8222;Quatsch, die Buchstaben waren viel schlimmer.&#8220; &#8222;Also die fand ich einfach.&#8220; und viele weitere Gespr\u00e4che dieser Art schallten kreuz und quer \u00fcber den kleinen Innenhof und sp\u00e4testens ab diesem Zeitpunkt war nicht mehr erkennbar, dass sich die Sch\u00fcler:innen erst seit wenigen Tagen kannten.<\/p>\n<div id=\"attachment_780\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/05\/20220511_172139.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-780\" class=\"wp-image-780 size-medium\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/05\/20220511_172139-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/05\/20220511_172139-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/05\/20220511_172139-768x576.jpg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/05\/20220511_172139-400x300.jpg 400w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/05\/20220511_172139-800x600.jpg 800w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/05\/20220511_172139.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-780\" class=\"wp-caption-text\">Blick vom Rothenberg.<\/p><\/div>\n<p>F\u00fcr mich ging es dann direkt weiter (ihr erinnert euch: Freizeitstress und so) ins Zentrum, wo ich mich mit einer Sch\u00fclerin\/Freundin zur Vorbereitung auf ihr m\u00fcndliches Deutschabitur traf. Das Sch\u00f6ne an solchen &#8222;Vorbereitungen&#8220; ist, dass sie meistens darin bestehen, einfach miteinander zu sprechen.<\/p>\n<p>Damit war der Tag allerdings noch nicht vorbei, denn ich traf mich mit den Lehrkr\u00e4ften aus Stuttgart auf dem &#8222;Fressmarkt&#8220; im Zentrum. Welchen Anlass es dieses Mal gab, das k\u00f6nnen einem nicht mal die Einheimischen sagen, aber was solls, Hauptsache es gibt Bier, Wein und gutes Essen.<\/p>\n<p>Dass es am n\u00e4chsten Morgen fr\u00fches Aufstehen angesagt war, hatten wir am Abend vorher ein wenig verdr\u00e4ngt, sodass wir recht wortkarg zum Busbahnhof liefen, von wo aus es nach Mikulov gehen sollte. Nachdem mit einem kleinen Schlusssprint auch die letzten Sch\u00fcler den Bus erreicht hatten, konnte es losgehen.<br \/>\nVor Mikulov war noch ein kleiner Zwischenstopp in einem germanisch-r\u00f6mischen Museum geplant, welches dummerweise direkt neben dem Aquapark lag, was die Motivation, sich einen Vortrag \u00fcber R\u00f6mer und Germanen in S\u00fcdm\u00e4hren anzuh\u00f6ren, nicht gerade steigerte. Leider bestand der Vortrag dann auch darin, dass die Sch\u00fcler:innen einen Haufen Arbeitsbl\u00e4tter ausf\u00fcllen sollten, wobei wir Lehrer:innen sicherlich am unaufmerksamsten waren.<\/p>\n<p>Mit dem Bus, dessen Busfahrer wohl Hobbyrennfahrer mit einer Vorliebe f\u00fcr Vollbremsungen war, ging es schlie\u00dflich weiter bis nach Mikulov, wo wir nach einer kurzen Mittagspause auf den heiligen Berg stiegen und einen Teil des Jakobswegs bis zur anderen Seite des H\u00fcgels liefen, von wo aus wir leider einen hervorragenden Blick auf einen Badesee hatten. F\u00fcr uns hie\u00df es allerdings, weiter an Weinreben vorbei, bis zur\u00fcck nach Mikulov zu laufen, wo wir im Schatten auf den Bus warteten, der uns dann, ein wenig gem\u00e4chlicher als der auf dem Hinweg, zur\u00fcck nach Brno brachte.<\/p>\n<div id=\"attachment_781\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/05\/20220512_134757.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-781\" class=\"size-medium wp-image-781\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/05\/20220512_134757-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/05\/20220512_134757-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/05\/20220512_134757-768x576.jpg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/05\/20220512_134757-400x300.jpg 400w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/05\/20220512_134757-800x600.jpg 800w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/05\/20220512_134757.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-781\" class=\"wp-caption-text\">Immer wieder den Aufstieg wert.<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_782\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/05\/20220512_142957.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-782\" class=\"size-medium wp-image-782\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/05\/20220512_142957-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/05\/20220512_142957-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/05\/20220512_142957-768x576.jpg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/05\/20220512_142957-400x300.jpg 400w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/05\/20220512_142957-800x600.jpg 800w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/05\/20220512_142957.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-782\" class=\"wp-caption-text\">Wir waren stark versucht, doch einen Bus sp\u00e4ter zu nehmen und spontan schwimmen zu gehen.<\/p><\/div>\n<p>Die Zeit war wie im Fluge vergangen, sodass Freitag tats\u00e4chlich schon der letzte Tag des Austauschs war. Start war dieses Mal im neuen Rathaus, wo die Gruppe aus Stuttgart offiziell begr\u00fc\u00dft wurde. Schlie\u00dflich ist Stuttgart ja die Partnerstadt Brnos, da geh\u00f6rt sich das wohl so. Nach einer kurzen F\u00fchrung durch die verschiedenen S\u00e4le wurde danach noch ein obligatorisches Gruppenfoto auf der Treppe vor dem Rathaus gemacht, bevor wir uns auf den Weg zu den Kasematten in der Burg machten. Ganz zu Beginn meines Freiwilligendienstes hatte ich diese schon einmal besucht, war aber nicht \u00fcberm\u00e4\u00dfig begeistert gewesen. Mit einer F\u00fchrung, wie wir sie dieses Mal hatten, sah das Ganze aber schon anders aus und die Tour war wirklich interessant, wenn auch sehr kalt.<\/p>\n<div id=\"attachment_783\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/05\/20220513_092515.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-783\" class=\"size-medium wp-image-783\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/05\/20220513_092515-300x400.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/05\/20220513_092515-300x400.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/05\/20220513_092515-255x340.jpg 255w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/05\/20220513_092515-450x600.jpg 450w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/05\/20220513_092515.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-783\" class=\"wp-caption-text\">Trotz katastrophaler Fotoqualit\u00e4t, hier ein Foto aus einem der Sitzungss\u00e4le.<\/p><\/div>\n<p>So durchgefroren waren wir alle froh, als wir wieder in der Sonne standen und nutzten die Mittagspause, um \u00fcber den Markt zu schlendern, v\u00f6llig \u00fcberteuerte Erdbeeren zu kaufen und schlie\u00dflich noch einen kleinen Abstecher ins Einkaufszentrum zu machen, wo ich in einem kleinen Lebensmittelgesch\u00e4ft die Entdeckung des Tages machte: Brezeln. Wenn ich eines in den letzten Monaten vermisst habe, dann sind es Brezeln. Nat\u00fcrlich k\u00f6nnen die, die es hier gibt, denen zu Hause nicht das Wasser reichen, aber sie sind besser, viel besser als nichts.<\/p>\n<p>So gest\u00e4rkt stand dem letzten Programmpunkt des Tages nichts mehr im Wege: Abenteuer-Minigolf. Bei bestem Wetter st\u00fcrmte unsere Gruppe also den Minigolf-Platz und die n\u00e4chsten zwei Stunden sah man \u00fcberall hochkonzentrierte, gl\u00fcckliche, frustrierte und gelegentlich auch v\u00f6llig verwirrte Gesichter.<br \/>\nDen letzten Abend lie\u00dfen wir bei einem gemeinsamen Abendessen ausklingen, wo ich einen der besten vegetarischen Burger a\u00df, den ich je gegessen habe und das wohl niedlichste Bierglas \u00fcberhaupt geschenkt bekam. Ein perfektes Andenken an diese Woche!<\/p>\n<div id=\"attachment_784\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/05\/20220513_191854.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-784\" class=\"size-medium wp-image-784\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/05\/20220513_191854-300x400.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/05\/20220513_191854-300x400.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/05\/20220513_191854-255x340.jpg 255w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/05\/20220513_191854-450x600.jpg 450w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/05\/20220513_191854.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-784\" class=\"wp-caption-text\">An dieser Stelle muss ich einfach kurz erw\u00e4hnen, dass ich unser kleines Minigolfturnier gewonnen habe:)<\/p><\/div>\n<p>Am sch\u00f6nsten war es aber, den Sch\u00fcler:innen dabei zuzuschauen, wie sie alle gemeinsam Volleyball spielten, bis man die Hand vor Augen nicht mehr sehen konnte und der Ball \u00f6fter auf den Boden fiel, als er in der Luft blieb. Selbst in so kurzer Zeit k\u00f6nnen wirklich gute Freundschaften entstehen, das hat diese Woche mal wieder bewiesen. Mit der letzten Stra\u00dfenbahn ging es schlie\u00dflich zur\u00fcck zur Schule, wo ich v\u00f6llig ersch\u00f6pft in mein Bett fiel, wohlwissend, dass ich morgen fr\u00fch raus musste.<\/p>\n<p>Punkt 6 Uhr klingelte am n\u00e4chsten Morgen der Wecker, damit wir es rechtzeitig zum Bahnhof schafften, um die Stuttgarter zu verabschieden. Gemeinsam wurde einer Sch\u00fclerin noch ein dreisprachiges St\u00e4ndchen zum Geburtstag gesungen (Tschechisch, Deutsch, Englisch) und als der Zug schlie\u00dflich einfuhr und die Sch\u00fcler:innen sich notgedrungen voneinander verabschieden mussten, floss hier und da eine Tr\u00e4ne. Umso besser, dass in ein paar Wochen schon der Gegenbesuch in Stuttgart ansteht.<\/p>\n<p>Nachdem ich schon einmal so fr\u00fch wach war, beschloss ich, erstmal frische Br\u00f6tchen zu holen und dann in Ruhe zu fr\u00fchst\u00fccken, bevor ich den Rest des Tages und eigentlich des ganzen Wochenendes dazu nutzte, mich von den letzten zwei Wochen zu erholen, liegengebliebene Sachen zu erledigen und (mal wieder) meine hartn\u00e4ckige Erk\u00e4ltung (oder ist es doch Heuschnupfen?) auszukurieren. Ach halt, eine kleine Verabredung stand noch an: ein Kaffee (nat\u00fcrlich) im Caf\u00e9 Mitte mit zwei Freiwilligen vom Goethe-Institut in Prag, die ihr Zwischenseminar dazu nutzen, Brno zu besuchen (eine sehr gute Entscheidung, wie ich finde).<\/p>\n<p>Die n\u00e4chste Woche wird zum Gl\u00fcck etwas ruhiger, auch wenn ich es doch vermissen werde, keine Nachbarn mehr zu haben, mit denen man Abends noch schnell ein Bier oder eine Kofola trinken geht (man gew\u00f6hnt sich doch erstaunlich schnell an manche Sachen). Zum Gl\u00fcck bleibt das aber nicht lange so, denn der n\u00e4chste Besuch steht schon bald an.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem die letzte Woche ja \u00e4u\u00dferst turbulent zu Ende ging, erhoffte ich mir von der&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":2978,"featured_media":780,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[21],"tags":[],"class_list":["post-770","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/770"}],"collection":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2978"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=770"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/770\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":786,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/770\/revisions\/786"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/wp-json\/wp\/v2\/media\/780"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=770"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=770"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=770"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}