{"id":481,"date":"2022-02-01T17:38:30","date_gmt":"2022-02-01T16:38:30","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/?p=481"},"modified":"2022-02-01T17:38:30","modified_gmt":"2022-02-01T16:38:30","slug":"schoen-sehr-schoen-wunderschoen-chaotisch-woche-20","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/2022\/02\/01\/schoen-sehr-schoen-wunderschoen-chaotisch-woche-20\/","title":{"rendered":"sch\u00f6n, sehr sch\u00f6n, wundersch\u00f6n &#8211; chaotisch (Woche 20)"},"content":{"rendered":"<p><em>\u010dau\u00a0<\/em>&#8211; zu einem neuen Beitrag, der leider mit ein wenig Versp\u00e4tung kommt. Versp\u00e4tung, die definitiv dem letzten Wochenende geschuldet ist. Aber bevor ich dazu komme, sollte ich wohl zuerst erz\u00e4hlen, was die ganze Woche \u00fcber passiert ist, schlie\u00dflich steigerte sie sich \u00e4hnlich wie mein (nicht ganz korrekt) gesteigerter Titel.<\/p>\n<p>Die Woche begann Montags recht unspektakul\u00e4r, da aufgrund der immer noch rasant steigenden Coronazahlen ein gro\u00dfer Teil der Sch\u00fcler*innen und Lehrkr\u00e4fte entweder positiv getestet oder als Kontaktperson zu Hause sitzt.<\/p>\n<div id=\"attachment_482\" style=\"width: 228px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/20220126_100053.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-482\" class=\" wp-image-482\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/20220126_100053-300x400.jpg\" alt=\"\" width=\"218\" height=\"291\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/20220126_100053-300x400.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/20220126_100053-255x340.jpg 255w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/20220126_100053-450x600.jpg 450w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/20220126_100053.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 218px) 100vw, 218px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-482\" class=\"wp-caption-text\">So sehen die Anwesenheiten momentan aus ( gr\u00fcn bedeutet anwesend)<\/p><\/div>\n<p>Warum ich bisher noch nicht betroffen war &#8211; keine Ahnung. Gl\u00fcck, Vorsicht, Impfungen, vermutlich irgendwie alles gleichzeitig, auch wenn ich nach wie vor fest damit rechne, fr\u00fcher oder sp\u00e4ter zwei statt einem Strich auf meinem Schnelltest zu entdecken. Wenn das der Fall sein sollte, dann wird sich dieser Blog kurzzeitig wohl eher in ein Quarant\u00e4netagebuch verwandeln (k\u00f6nnte vielleicht auch ganz interessant werden).<\/p>\n<p>\u00dcberhaupt markiert dieser Beitrag auch einen gewissen Meilenstein in meinem Freiwilligendienst. Dieser Blog und damit auch mein Freiwilligendienst feiert hiermit offiziell 20-w\u00f6chiges Jubil\u00e4um! Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergangen ist! Da ich das aber in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden immer wieder erz\u00e4hle, m\u00f6chte ich mich dieses Mal nicht allzu lange an diesem Thema aufhalten, sondern lieber weiter von meiner Woche erz\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Nach dem ich den Montag bei einem laaaaangen Telefonat mit einer Freundin ausklingen lies, das meine Stimmung ein wenig hob, verbrachte ich den Dienstag mit allerlei Planen, Organisieren, Unterrichten, Vorbereiten,&#8230; Was man eben so macht, wenn mehrere kleine und gro\u00dfe Projekte in den Startl\u00f6chern stehen, man aber nebenher noch normalen Unterricht hat. Abends schaffte ich es dennoch, mich aufzuraffen und zum Rollschuhlaufen zu gehen. Eine gute Entscheidung, denn ich f\u00fchle mich in dieser kunterbunten Gruppe aus M\u00e4dchen oder wohl eher jungen Frauen wohler, als ich es je zu hoffen gewagt h\u00e4tte. Jeder noch so kleine Erfolg wird gefeiert und sei es auch nur, dass ich endlich eine halbe Drehung schaffe, ohne einen wilden Tanz aus Beinahe-St\u00fcrzen aufzuf\u00fchren, an dessen Ende dennoch mindestens ein anderes K\u00f6rperteil au\u00dfer meinen F\u00fc\u00dfen den Boden ber\u00fchrt. Das gibt mir das Gef\u00fchl, tats\u00e4chlich dazuzugeh\u00f6ren, auch wenn ich noch nicht so lange dabei bin, bei Weitem nicht mit dem Niveau der Gruppe mithalten kann und weder Tschechisch noch Slowakisch (das wird hier gerne beides gleichzeitig gesprochen) so richtig sprechen kann.<\/p>\n<p>Befl\u00fcgelt von diesem positiven Erlebnis startete ich motiviert wie schon lange nicht mehr in den Unterricht am n\u00e4chsten Tag, wo meiner Motivation durch die Erkenntnis, dass es wenig schlechtere Ideen gibt, als einen Film zu zeigen, ein kleiner D\u00e4mpfer verpasst wurde (und das obwohl der Film definitiv p\u00e4dagogisch wertvoll war &#8211; oder vielleicht gerade deswegen).<br \/>\nZum Schmunzeln brachte mich dann allerdings ein Blick auf mein Handy, dass mir zwei neue Anfragen auf Instagram anzeigte. Von wem? &#8211; von zwei Sch\u00fclern. Wann? &#8211; w\u00e4hrend ich in ihrer Klasse den Film gezeigt habe. So viel also zu dem sinnvollen Einsatz von Medien im Unterricht.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend ich am Donnerstag dann schon nicht mehr ganz so motiviert war, konnte ich wenigstens einer meiner Klassen einen kleinen Motivationsschub verpassen, indem ich mit ihnen das Fliegerlied anh\u00f6rte, woraufhin sie begeistert feststellten, dass sie (trotz A2-Niveau) alles verstehen. Au\u00dferdem ging meine Unterrichtsplanung besser denn je auf, da eine andere Klasse tats\u00e4chlich wie von mir geplant Pr\u00e4sentationen zum Thema &#8222;Widerstand im Nationalsozialismus&#8220; vorbereitet hatte. Diese wurden dann passend zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus vorgetragen und sorgten f\u00fcr spannende Gespr\u00e4che, \u00fcber deren Tiefe die Sch\u00fcler*innen wohl selbst am meisten \u00fcberrascht waren (&#8222;Wir k\u00f6nnen ja schon \u00fcber richtig politische Themen sprechen.&#8220;).<\/p>\n<p>Den Nachmittag und Abend verbrachte ich mit zwei weiteren Telefonaten mit Freundinnen zu Hause, bevor ich erneut meinen Rucksack f\u00fcr einen Wochenendtrip packe.<\/p>\n<p>Bevor es aber losging, war am Freitag nat\u00fcrlich noch ganz normal Schule. Wobei, ganz normal war es auch nicht, denn einer der Deutschlehrer hatte Geburtstag. Wer meine bisherigen Eintr\u00e4ge aufmerksam verfolgt hat, dem d\u00fcrfte klar sein, was das bedeutet: jede Menge leckeres Essen!<\/p>\n<p>Nach diesem sch\u00f6nen Ausklang der Woche ging es dann f\u00fcr mich mit dem Zug (wie k\u00f6nnte es auch anders sein, bei meiner Liebe zum tschechischen Zugsystem) nach Budweis, zu Julia, die dort noch bis Februar ihren Freiwilligendienst macht.<\/p>\n<div id=\"attachment_483\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/20220128_170117.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-483\" class=\"size-medium wp-image-483\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/20220128_170117-300x400.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/20220128_170117-300x400.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/20220128_170117-255x340.jpg 255w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/20220128_170117-450x600.jpg 450w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/20220128_170117.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-483\" class=\"wp-caption-text\">Ein gutes Buch darf auf einer Zugfahrt nat\u00fcrlich nicht fehlen.<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_484\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/20220128_203732.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-484\" class=\"size-medium wp-image-484\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/20220128_203732-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/20220128_203732-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/20220128_203732-768x576.jpg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/20220128_203732-400x300.jpg 400w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/20220128_203732-800x600.jpg 800w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/20220128_203732.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-484\" class=\"wp-caption-text\">Der Marktplatz von Budweis bei Nacht.<\/p><\/div>\n<p>Den Samstag verbrachten wir allerdings nur zum Teil in \u010cesk\u00e9 Bud\u011bjovice, wie Budweis auf tschechisch hei\u00dft, sondern fuhren mit dem Bus (nat\u00fcrlich zu unschlagbaren Preisen)\u00a0 in die nahegelegene Stadt \u010cesk\u00fd Krumlov. Dort findet sich neben der zweitgr\u00f6\u00dften Burg Tschechiens auch eine Altstadt, die von mir die Auszeichnung &#8222;sehr sch\u00f6n&#8220; erhielt. Aber seht selbst:<\/p>\n<div id=\"attachment_485\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/IMG-20220129-WA0007.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-485\" class=\"size-medium wp-image-485\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/IMG-20220129-WA0007-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/IMG-20220129-WA0007-300x169.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/IMG-20220129-WA0007-768x432.jpg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/IMG-20220129-WA0007-400x225.jpg 400w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/IMG-20220129-WA0007.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-485\" class=\"wp-caption-text\">Und sogar ein bisschen geschneit hat es!<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_488\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/20220129_110114.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-488\" class=\"size-medium wp-image-488\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/20220129_110114-300x400.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/20220129_110114-300x400.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/20220129_110114-255x340.jpg 255w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/20220129_110114-450x600.jpg 450w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/20220129_110114.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-488\" class=\"wp-caption-text\">Der Burggraben ist von B\u00e4ren bewohnt &#8211; nicht gerade artgerecht und ziemlich schr\u00e4g.<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_491\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/20220129_110814.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-491\" class=\"wp-image-491 size-medium\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/20220129_110814-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/20220129_110814-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/20220129_110814-768x576.jpg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/20220129_110814-400x300.jpg 400w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/20220129_110814-800x600.jpg 800w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/20220129_110814.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-491\" class=\"wp-caption-text\">Besonders die Wandmalereien hatten es uns angetan.<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_489\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/20220129_112719.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-489\" class=\"wp-image-489 size-medium\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/20220129_112719-300x400.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/20220129_112719-300x400.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/20220129_112719-255x340.jpg 255w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/20220129_112719-450x600.jpg 450w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/20220129_112719.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-489\" class=\"wp-caption-text\">Ach wie sch\u00f6n!<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_490\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/20220129_123758.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-490\" class=\"wp-image-490 size-medium\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/20220129_123758-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/20220129_123758-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/20220129_123758-768x576.jpg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/20220129_123758-400x300.jpg 400w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/20220129_123758-800x600.jpg 800w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/20220129_123758.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-490\" class=\"wp-caption-text\">Der ebenfalls sehr sch\u00f6ne Marktplatz.<\/p><\/div>\n<p>Zur\u00fcck in \u010cesk\u00e9 Bud\u011bjovice, feilten wir an den verschiedenen Niveaus meiner Bewertungsskala, wobei \u010cesk\u00e9 Bud\u011bjovice schlie\u00dflich bei einem soliden &#8222;sch\u00f6n&#8220; landete, was insbesondere dem wirklich sch\u00f6nen Marktplatz und den umliegenden G\u00e4sschen, der Melodie der Rathausglocken und der Tatsache, dass wir die Bar fanden, in der mein Vater bei Gesch\u00e4ftsreisen nach \u010cesk\u00e9 Bud\u011bjovice war, zu verdanken ist. Nicht zuletzt diese Bar ist auch der Grund, warum ich au\u00dfer Prag lange\u00a0nur Budweis kannte, wenn es um tschechische St\u00e4dte ging.<\/p>\n<div id=\"attachment_492\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/20220129_144939.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-492\" class=\"wp-image-492 size-medium\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/20220129_144939-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/20220129_144939-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/20220129_144939-768x576.jpg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/20220129_144939-400x300.jpg 400w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/20220129_144939-800x600.jpg 800w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/20220129_144939.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-492\" class=\"wp-caption-text\">Der Marktplatz bei Tag.<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_493\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/20220129_150528.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-493\" class=\"size-medium wp-image-493\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/20220129_150528-300x400.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/20220129_150528-300x400.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/20220129_150528-255x340.jpg 255w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/20220129_150528-450x600.jpg 450w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/20220129_150528.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-493\" class=\"wp-caption-text\">Die sagenumwobene Singer-Bar.<\/p><\/div>\n<p>Sonntags machten wir uns dann auf den Weg zu einem weiteren Highlight in der Gegend um \u010cesk\u00e9 Bud\u011bjovice: das Schloss in Hlubok\u00e1 nad Vltavou (Letzteres ist \u00fcbrigens der tschechische Name der Moldau). Auf dem Weg dorthin hatten wir bereits mit dem doch sehr st\u00fcrmischen Wetter zu k\u00e4mpfen und witzelten noch, ob mein Zug bei dem Wetter \u00fcberhaupt f\u00e4hrt (w\u00e4re ich da mal nicht so vorlaut gewesen \u00e0 la: &#8222;Ach na klar.&#8220;) Das Schloss erhielt in meinem Ranking dann ganz eindeutig die Bewertung &#8222;wundersch\u00f6n&#8220;:<\/p>\n<div id=\"attachment_486\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/IMG-20220130-WA0001.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-486\" class=\"size-medium wp-image-486\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/IMG-20220130-WA0001-300x533.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"533\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/IMG-20220130-WA0001-300x533.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/blogvbrne\/files\/2022\/02\/IMG-20220130-WA0001-191x340.jpg 191w, 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ersten drei Adjektive des Titels abgehakt, kommen wir also zu Adjektiv Nummer 4: chaotisch. Ich glaube, wenige Ereignisse meines Freiwilligendienstes haben diese Beschreibung so sehr verdient, wie meine Heimfahrt. Es begann alles recht harmlos, indem ich mich nach der herzlichen Verabschiedung von Julia in meinen etwas versp\u00e4teten Zug setzte. Ich war gerade dabei, es mir gem\u00fctlich zu machen, als ich von einem Schaffner gest\u00f6rt wurde, der sich seltsamerweise nicht mit dem Vorzeigen des Tickets zufrieden gab. Nach einigem hin und her (nat\u00fcrlich auf Tschechisch) waren mir schlie\u00dflich drei Dinge klar: der Zug f\u00e4hrt wegen des Wetters nicht bis nach Brno, ich muss von einem Dorf, dass wir demn\u00e4chst erreichen sollten, mit dem Bus weiterfahren und dieser Bus f\u00e4hrt nur bis nach Jihlava. Wer in tschechischer Geographie bewandert ist, dem wird auffallen, dass Jihlava von Brno aus gesehen, auf halber Strecke nach Prag und damit circa 2 Stunden von Brno entfernt liegt.<\/p>\n<p>Aber eins nach dem anderen: in besagtem ersten Dorf angekommen (wir fuhren mit ca 30km\/h und hatten damit bereits eine Versp\u00e4tung von knapp einer Stunde), lies ich mich gemeinsam mit meinen Mitfahrenden aus dem Zug auf den Boden fallen, denn wir hielten nicht direkt am Bahnhof, sondern irgendwo im Nirgendwo, stapfte \u00fcber die Schienen zum Bus und quetsche mich in die nicht sehr gro\u00dfen Sitze. Mit diesem Bus ging es auf Stra\u00dfen, die wohl eher den Namen &#8222;bessere Feldwege&#8220; verdient haben, \u00fcber zahlreiche D\u00f6rfer nach Jihlava. Kurz vor diesem Ziel fing die Schaffnerin pl\u00f6tzlich an, zu telefonieren und schlie\u00dflich, wild gestikulierend etwas zu erkl\u00e4ren. Ich verstand von dem Ganzen eigentlich nur Brno und diverse verneinte Formen. Gl\u00fccklicherweise meldete sich auf meine Frage (inzwischen ist es mir nicht mehr wirklich peinlich, lautstark &#8222;Mluv\u00edte anglicky?&#8220; zu rufen), ob denn hier jemand irgendetwas anderes als Tschechisch sprechen kann, ein Student, der mir in bestem Englisch \u00fcbersetzte, dass der Bus uns tats\u00e4chlich nur bis nach Jihlava bringt. Von dort aus m\u00fcssten wir schauen, wie wir weiterkommen. Meinen panischen Gesichtsausdruck richtig deutend erkl\u00e4rte er mir Gott sei Dank, dass er auch nach Brno m\u00fcsse und dass ich besser schnell ein Busticket buchen sollte. Gesagt getan erwischte ich eines der letzten Bustickets f\u00fcr einen Bus, der in zwei Stunden fuhr. &#8222;Zwei Stunden irgendwo rumstehen und warten, na toll&#8220; dachte ich mir, bis mich besagter Student, in Jihlava angekommen, fragte, ob ich Lust h\u00e4tte, ihn auf der Suche nach einem Restaurant oder wenigstens einem warmen Ort zu begleiten. Zur Erinnerung: wir befanden uns mehr oder weniger mitten in einem Sturm. F\u00fcndig wurden wir schlie\u00dflich tats\u00e4chlich und verbrachten die Wartezeit gem\u00fctlich \u00fcber tschechischem Essen und bei guten Gespr\u00e4chen, bis es schlie\u00dflich Zeit wurde, unseren Bus zu erwischen.<\/p>\n<p>Als ich dann mit 3 Stunden Versp\u00e4tung endlich in Brno aus dem Bus stieg, war ich froh wie nie, den vertrauten Bahnhof, ja sogar den l\u00e4stigen Schornstein, zu sehen. Die Verabschiedung von meiner Reisebekanntschaft viel durchaus herzlich aus und wir haben den festen Vorsatz, uns unter hoffentlich weniger chaotischen Bedingungen noch einmal auf einen Kaffee oder \u00c4hnliches zu treffen.<\/p>\n<p>Um nun endlich zum Ende des Beitrags zu kommen, hier die Moral(en) der Geschichte: 1. auch aus auf den ersten Blick chaotischen und schwierigen Situationen kann man etwas Gutes machen und 2. der Freiwilligendienst hat mich scheinbar wirklich bereits jetzt ziemlich selbstst\u00e4ndig und gelassen werden lassen, wenn ich ohne totale Panik, irgendwo in Tschechien stehe, ohne festen Plan, wie ich nach Hause komme und diese Zeit dann auch noch genie\u00dfen kann.<\/p>\n<p>In diesem Sinne: <em>Ahoj<\/em> und bis n\u00e4chste Woche!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u010dau\u00a0&#8211; zu einem neuen Beitrag, der leider mit ein wenig Versp\u00e4tung kommt. 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