{"id":3,"date":"2015-03-16T00:14:15","date_gmt":"2015-03-15T23:14:15","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/bjhustle\/?p=3"},"modified":"2015-03-16T00:14:15","modified_gmt":"2015-03-15T23:14:15","slug":"a-taste-of-beijing","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/bjhustle\/2015\/03\/16\/a-taste-of-beijing\/","title":{"rendered":"A taste of Beijing"},"content":{"rendered":"<p>12:40 Uhr \u2013 Ankunft in Peking<\/p>\n<p>18 Grad Celsius. Der Himmel ist \u00fcberraschend bl\u2026\u00e4ulich und die Luft gar nicht mal so schlecht.<\/p>\n<p>Mein Vermieter \u2013 Bruce nennt er sich \u2013 hat mich gleich vom Flughafen abgeholt und daf\u00fcr zwei Stunden Fahrt hin und zur\u00fcck auf sich genommen. Hach, die chinesische Gastfreundschaft! (Achtung! Klischee!)<\/p>\n<p>Die ganze Fahrt unterhalten wir uns \u00fcber das Wetter, Umweltverschmutzung und die schlechte Luft in Peking und in anderen chinesischen Gro\u00dfst\u00e4dten. Auf die Frage hin, wie man mit der Luftverschmutzung und die Auswirkungen auf die Gesundheit umgehen soll, verr\u00e4t er mir: Resignation ist ein Allheilmittel. \u201e\u4f60\u6b7b\u5c31\u6b7b\u5427.\u201c (sprich: Ni si jiu si ba!) Wenn man stirbt, dann stirbt man halt. Gesundheit? Langes Leben? V\u00f6llig \u00fcberbewertet!<\/p>\n<p>Im Laufe des Tages erfahre ich noch, dass ich schon die dritte (Mit-)Bewohnerin vom Goethe-Institut bin und dass Bruce meistens und gerne \u201eAusl\u00e4nder\u201c bei sich aufnimmt. Mit uns zusammen wohnen noch seine Dauer-Freundin und eine amerikanische Austauschstudentin. Langweilig wird mir hier zum Gl\u00fcck nicht!<\/p>\n<p>Am Abend machen wir einen ausgedehnten Spaziergang (Abendessen unterwegs inklusive) und er zeigt mir sein Viertel. Ich wohne im Zentrum der Pekinger Universit\u00e4ts-Gegend. Was bedeutet das f\u00fcr mich?<\/p>\n<ol>\n<li>Eine schier endlose Auswahl an Restaurants er\u00f6ffnet sich vor mir: Von muslimischem Xinjiang-Grill bis hin zu thail\u00e4ndisch angehauchter Yunnan-K\u00fcche ist hier alles zu haben. Und das Beste: Die Besitzer der Restaurants und Stra\u00dfenst\u00e4nde scheinen nie zu schlafen!<\/li>\n<li>Ich werde wahrscheinlich fett in den n\u00e4chsten sechs Monaten.<\/li>\n<li>Die Universit\u00e4ts-Gegend ist gleichzeitig auch das Barviertel\u2026<\/li>\n<li>Das Durchschnittsalter liegt hier bei etwa 20 Jahren und die meisten Bewohner sind Studenten. Ich bin also umgeben von jungen Menschen.<\/li>\n<li>Meine Wohnung liegt 10-15 Minuten zu Fu\u00df von meiner Arbeitsstelle am Goethe-Institut entfernt.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Auf dem Weg werden wir abgelenkt von einer Gruppe kreischender M\u00e4dchen und Jungen, die in spezieller Gastronomie-Bekleidung auf einem Vorhof eines Hochhauses Fangen spielen. Ich bin verwirrt \u00fcber ihren Dialekt, den ich so gar nicht verstehe.<\/p>\n<p>Bruce kl\u00e4rt mich auf. Von ihm erfahre ich, dass es sich bei der Gruppe um \u201eimportierte\u201c Gastarbeiter aus Nordkorea handelt, die in dem anliegenden Restaurant arbeiten, welches angeblich eigens vom gro\u00dfen F\u00fchrer Kim Jong-un er\u00f6ffnet wurde. Da Bruce des \u00d6fteren in dem Restaurant speist, kennt er einige von ihnen pers\u00f6nlich. Anscheinend antworten sie aber nicht auf Fragen bez\u00fcglich ihres Heimatlandes. Ihren monatlichen Verdienst sch\u00e4tzt Bruce allerdings auf h\u00f6chstens 500 RMB \u2013 umgerechnet also ungef\u00e4hr 60 bis 70 EUR. Trotzdem seien sie die gl\u00fccklichsten Menschen, die er je gesehen h\u00e4tte. Ich beschlie\u00dfe der Sache im Laufe der n\u00e4chsten Tage nachzugehen.<\/p>\n<p>\u00dcberw\u00e4ltigt von so vielen neuen Eindr\u00fccken und einem ziemlich schlimmen Jetlag, kehren wir wieder zu Hause ein. Morgen um 10 Uhr ist immerhin mein erster Arbeitstag.<\/p>\n<p>Und zum Schluss ein kleiner Vorgeschmack auf das, was euch die n\u00e4chsten f\u00fcnfeinhalb Monate erwartet:<\/p>\n<figure id=\"attachment_4\" aria-describedby=\"caption-attachment-4\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/bjhustle\/files\/2015\/03\/DSC_0901.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-4\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/bjhustle\/files\/2015\/03\/DSC_0901-300x169.jpg\" alt=\"Shaomai - lecker!\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/bjhustle\/files\/2015\/03\/DSC_0901-300x169.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/bjhustle\/files\/2015\/03\/DSC_0901.jpg 1024w, https:\/\/kulturweit.blog\/bjhustle\/files\/2015\/03\/DSC_0901-750x422.jpg 750w, https:\/\/kulturweit.blog\/bjhustle\/files\/2015\/03\/DSC_0901-624x351.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-4\" class=\"wp-caption-text\">Shaomai &#8211; lecker!<\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>12:40 Uhr \u2013 Ankunft in Peking 18 Grad Celsius. 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