{"id":19,"date":"2023-02-11T20:27:27","date_gmt":"2023-02-11T19:27:27","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/bjarneinmexiko\/?p=19"},"modified":"2023-02-11T20:30:10","modified_gmt":"2023-02-11T19:30:10","slug":"19","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/bjarneinmexiko\/2023\/02\/11\/19\/","title":{"rendered":"Di\u00e1 de los muertos und fast echte Trikots"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\"><span style=\"font-weight: 400\">Meine erste richtige Reise f\u00fchrte mich Ende Oktober nach Guadalajara, wo ich mich mit Niklas, einem anderen Freiwilligen, treffen wollte. Mein Flug ging vom Provinzflughafen Pueblas aus. Als ich am Nachmittag mit einer f\u00fcr Mexiko noch akzeptablen Versp\u00e4tung von einer Stunde endlich ankam, musste ich erst einmal in die Stadt kommen. Einen Bus direkt vom Flughafen gab es nicht und ein Taxi wollte ich mir nicht leisten. Auf Google Maps konnte ich dann doch einen Bus finden, der in meine Richtung fuhr und so lief ich 20 Minuten an einem Highway entlang, um den besagten Bus zu erreichen. Da die meisten Busse hier keine Haltestellen haben, fragte ich mich durch und sa\u00df dann tats\u00e4chlich in einem mindestens 40 Jahre alten Bus in Richtung Zentrum. Im Hostel angekommen, trafen wir uns mit Carlota und Lena, zwei der anderen Freiwilligen, die in Guadalajara wohnen, und machten eine kleine Sightseeing Tour durch die Stadt. Eine Stadt mit einer j\u00fcngeren Geschichte, die man vielleicht aus der Serie Narcos-Mexiko kennt.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/bjarneinmexiko\/files\/2023\/02\/5241E664-90FA-4FCD-95EA-665849D70ECA.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-20\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/bjarneinmexiko\/files\/2023\/02\/5241E664-90FA-4FCD-95EA-665849D70ECA-300x225.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/bjarneinmexiko\/files\/2023\/02\/5241E664-90FA-4FCD-95EA-665849D70ECA-300x225.jpeg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/bjarneinmexiko\/files\/2023\/02\/5241E664-90FA-4FCD-95EA-665849D70ECA-768x576.jpeg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/bjarneinmexiko\/files\/2023\/02\/5241E664-90FA-4FCD-95EA-665849D70ECA.jpeg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\"><span style=\"font-weight: 400\">Am n\u00e4chsten Morgen machten wir uns auf den Weg zum gr\u00f6\u00dften Indoor-Markt Lateinamerikas, denn wir hatten die Mission ein Mexiko Trikot f\u00fcr die kommende WM zu kaufen.\u00a0 Anders als gedacht war dieser alles andere als eine Touristenattraktion und so waren wir die einzigen &#8222;g\u00fceros&#8220;, wie die Mexikaner Europ\u00e4er liebevoll nennen, auf dem gesamten Markt. Also lie\u00dfen wir uns durch die engen Gassen des Markts treiben, in dem man wirklich alles kaufen konnte, und lie\u00dfen das alles erstmal auf uns wirken.<\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/bjarneinmexiko\/files\/2023\/02\/50326B5A-9516-4D3F-88A7-5DC86CDBB828.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-23\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/bjarneinmexiko\/files\/2023\/02\/50326B5A-9516-4D3F-88A7-5DC86CDBB828-300x400.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/bjarneinmexiko\/files\/2023\/02\/50326B5A-9516-4D3F-88A7-5DC86CDBB828-300x400.jpeg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/bjarneinmexiko\/files\/2023\/02\/50326B5A-9516-4D3F-88A7-5DC86CDBB828.jpeg 768w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\"><span style=\"font-weight: 400\">Nachdem wir im dritten Stock einen Marktstand gefunden hatten, welcher Trikots in akzeptabler Qualit\u00e4t verkaufte und uns eine Verhandlungstaktik zurechtgelegt hatten, gingen wir hin. Nach einigem Verhandeln einigten wir uns schlie\u00dflich auf einen Preis, der uns fair erschien. Dem L\u00e4cheln des Verk\u00e4ufers nach zu urteilen, hatten wir beide ein gutes Gesch\u00e4ft gemacht. Allm\u00e4hlich genug von dem Trubel, machten wir uns zur\u00fcck zum Hostel auf. Sp\u00e4ter am Nachmittag erreichten wir einen kleinen Busbahnhof von Guadalajara und stiegen in einen Bus in Richtung Tequila. Ich denke mal allen ist dieses aus Agavensaft bestehende, hochprozentige Getr\u00e4nk gel\u00e4ufig, welches urspr\u00fcnglich aus diesem kleinen Dorf nordwestlich von Guadalajara stammt. Uns erwartete ein sehr ruhiger Ort, welcher zwar tags\u00fcber von Touristen \u00fcberschwemmt wurde, jedoch am Abend zu einem sehr beschaulichen und typisch mexikanischen Dorf wurde. Also a\u00dfen wir zu Abend ein paar Street Tacos und kauften uns an einem der vielen St\u00e4nde meinen ersten Michelada hier in Mexiko. Micheladas sind Mixgetr\u00e4nke aus Bier, Tomatensaft, Chilipulver und Maggi. Die meisten Mexikaner trinken dieses Getr\u00e4nk, welches jeder deutsche Bierliebhaber wohl als Tods\u00fcnde bezeichnen w\u00fcrde, erstaunlich gerne. Ich konnte mich leider bis heute nicht an diesen Geschmack gew\u00f6hnen und so endete unser Abend erfolgreich und mit einem halb ausgetrunken Tonkrug voller bester deutscher K\u00fcchenkultur.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\"><span style=\"font-weight: 400\">Am n\u00e4chsten Morgen standen wir fr\u00fch auf und bestiegen einen Berg, der in der N\u00e4he des Dorfes lag. Von dort aus hatte man einen sehr guten Ausblick \u00fcber die gesamte Landschaft. In der Mittagssonne wurde es dann unertr\u00e4glich hei\u00df und so k\u00fchlten wir uns bei einer kalten Cola, die hier wirklich deutlich besser schmeckt als in Deutschland, ab. Am Nachmittag machten wir eine Tour durch die Destillerie von Jose Cuervo, eine der \u00e4ltesten und gr\u00f6\u00dften Brennereien der ganzen Welt. Als uns die Leute bei der Buchung fragten, ob wir die englische oder die spanische Tour nehmen wollten, entschieden wir uns f\u00fcr Spanisch. So erlebten wir eine wirklich originale Tour durch die Fabrik mit einigen \u00e4lteren mexikanischen Herrschaften, die wohl vorher schon etwas getankt hatten und um keinen noch so absurden Witz verlegen waren. Das anschlie\u00dfende Tequila-Tasting war wohl das Highlight unseres kleinen Ausflugs in dieses Dorf.<\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/bjarneinmexiko\/files\/2023\/02\/9FE16413-336F-4AE4-90FD-FF0BD838DB7E.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-25\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/bjarneinmexiko\/files\/2023\/02\/9FE16413-336F-4AE4-90FD-FF0BD838DB7E-300x225.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/bjarneinmexiko\/files\/2023\/02\/9FE16413-336F-4AE4-90FD-FF0BD838DB7E-300x225.jpeg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/bjarneinmexiko\/files\/2023\/02\/9FE16413-336F-4AE4-90FD-FF0BD838DB7E-768x576.jpeg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/bjarneinmexiko\/files\/2023\/02\/9FE16413-336F-4AE4-90FD-FF0BD838DB7E.jpeg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\"><span style=\"font-weight: 400\">Wieder in Guadalajara angekommen, konnte man den bevorstehenden Tag der Toten in den Stra\u00dfen kaum \u00fcbersehen. An diesem Tag, glauben manche, kommen die Toten in der Nacht zu ihren Liebsten und feiern schlichtweg eine gro\u00dfe Party. Auch wenn nicht alle hier wirklich daran glauben, so hingen doch \u00fcberall kleine Wimpel, die mit typischen Motiven verziert wurden. An manchen Stra\u00dfenecken und in fast jedem kleinen Gesch\u00e4ft stand eine sogenannte \u201eofrenda\u201c. In diesen kleinen oder manchmal auch recht gro\u00dfen Schreinen stellen die Mexikaner ein Foto der verstorbenen Person auf und platzieren noch einen Gegenstand daneben, den der Verstorbene gerne mochte. Dieser Brauch stammt noch von den alten Hochkulturen und hat durch Filme wie Coco und den James Bond Film Spectre auch international Bekanntheit erlangt. Da es ein Fest im Kreis der Familie ist bekam man am Abend relativ wenig davon mit und so gingen wir in einem Restaurant eine lokale Spezialit\u00e4t namens \u201eCarne en su jugo\u201c essen und lie\u00dfen unsere Reise entspannt bei einem Bier und einem Gl\u00e4schen Tequila ausklingen.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/bjarneinmexiko\/files\/2023\/02\/2369677A-81A1-4B47-995C-B3B2E72B7C6E.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-21\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/bjarneinmexiko\/files\/2023\/02\/2369677A-81A1-4B47-995C-B3B2E72B7C6E-300x400.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/bjarneinmexiko\/files\/2023\/02\/2369677A-81A1-4B47-995C-B3B2E72B7C6E-300x400.jpeg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/bjarneinmexiko\/files\/2023\/02\/2369677A-81A1-4B47-995C-B3B2E72B7C6E.jpeg 768w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\"><span style=\"font-weight: 400\">Am n\u00e4chsten Tag kam ich wieder in dem deutlich k\u00fchleren und ruhigeren Puebla an.<\/span><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\"><span style=\"font-weight: 400\">Im Taxi zur\u00fcck in meine Wohnung hatte ich zum ersten Mal das Gef\u00fchl, nach Hause zu kommen.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; Meine erste richtige Reise f\u00fchrte mich Ende Oktober nach Guadalajara, wo ich mich mit Niklas, einem anderen Freiwilligen, treffen wollte. 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