{"id":10,"date":"2023-02-11T19:56:59","date_gmt":"2023-02-11T18:56:59","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/bjarneinmexiko\/?p=10"},"modified":"2023-02-11T19:56:59","modified_gmt":"2023-02-11T18:56:59","slug":"flughafen-bus-und-ein-bienvenido","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/bjarneinmexiko\/2023\/02\/11\/flughafen-bus-und-ein-bienvenido\/","title":{"rendered":"Flughafen, Bus und ein Bienvenido"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\"><span style=\"font-weight: 400\">\u201eJetzt m\u00fcssen wir aber wirklich los&#8220;, sagte mein Kumpel Theo, nachdem wir genau zwei Stunden Zeit hatten, meinen 18. Geburtstag zu feiern, denn ich kam erst am Nachmittag vom Vorbereitungsseminar zur\u00fcck. Damals war mein vorletzter Abend in Deutschland und ich konnte noch gar nicht richtig realisieren, dass ich in wenigen Tagen in irgendeiner fremden Stadt in Mexiko sein w\u00fcrde. Doch die Zeit verging schnell und so fand ich mich an einem Montagmorgen erst im Flug nach Frankfurt und sp\u00e4ter in einem 12-st\u00fcndigen Flug nach Mexiko-Stadt. Ich war erleichtert als ich dann die erste H\u00fcrde, n\u00e4mlich die Einreise, nach einem sehr anstrengenden Gespr\u00e4ch mit der Grenzbeamtin, die zu recht kritisch fragte, warum ein gerade 18-j\u00e4hriger Junge ohne Visum und mit einem eher stockenden Spanisch jetzt hier in Mexiko als Lehrer arbeiten wollte, geschafft hatte. Als ich dann aus dem Flughafen hinausging, wurde ich direkt von einer Stadt erschlagen, die gut sechsmal so gro\u00df ist wie meine Heimatstadt Berlin und nicht zu enden schien, so weit man auch schaute.<\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/bjarneinmexiko\/files\/2023\/02\/2EE45BED-7CC5-4E23-937E-C160383315FA.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-12 aligncenter\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/bjarneinmexiko\/files\/2023\/02\/2EE45BED-7CC5-4E23-937E-C160383315FA-300x225.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/bjarneinmexiko\/files\/2023\/02\/2EE45BED-7CC5-4E23-937E-C160383315FA-300x225.jpeg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/bjarneinmexiko\/files\/2023\/02\/2EE45BED-7CC5-4E23-937E-C160383315FA-768x576.jpeg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/bjarneinmexiko\/files\/2023\/02\/2EE45BED-7CC5-4E23-937E-C160383315FA.jpeg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\"><span style=\"font-weight: 400\">Im Hotel angekommen, ging ich direkt ins Bett, denn morgen sollte ich schon in meine neue Heimat, zumindest f\u00fcr die n\u00e4chsten sechs Monate, aufbrechen.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\"><span style=\"font-weight: 400\">In Puebla, einer 3-Millionen-Einwohner-Stadt, 2130 Meter \u00fcber dem Meeresspiegel, kam ich mit dem erstaunlicherweise sehr komfortablen Reisebus an. Ein Freund meiner Eltern holte mich an der Busstation ab und ich durfte die ersten zwei Tage bei ihm wohnen. &#8222;Bienvenido en M\u00e9xico&#8220;, sagte er zu mir und wir fuhren in sein Haus in einer Gated Community. Am n\u00e4chsten Tag ging ich dann das erste Mal alleine durch die Stra\u00dfen dieses Viertels. Ein Viertel, das in den letzten 10 Jahren aus dem Nichts errichtet wurde, um den Leuten, die in Mexiko Geld haben, ein &#8222;sicheres&#8220; Zuhause zu bieten. Ich wei\u00df noch, wie ich mir dachte: \u201eDas soll Mexiko sein?&#8220;. Ich sollte aber einige wenige Tage sp\u00e4ter realisieren, dass eine solche Lebensweise hier die Ausnahme darstellt.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\"><span style=\"font-weight: 400\">Am n\u00e4chsten Tag fuhr ich in meine Wohnung, die ich auf Facebook gefunden hatte, und lernte meine beiden Mitbewohner Carlos und Bernardo kennen. Zu meiner Erleichterung sprachen beide ein passables Englisch, was mir am Anfang ein Gef\u00fchl von Sicherheit gab. Trotzdem war mir klar, dass ich hier war, um mein Spanisch zu verbessern. Meine Wohnung hat einen Balkon mit einem atemberaubenden Blick auf den aktiven Vulkan Popocatepetl, den ich niemandem vorenthalten m\u00f6chte.<\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/bjarneinmexiko\/files\/2023\/02\/910EF34E-D5F0-4DD1-808A-2A10E6A9C0CE.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-13 aligncenter\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/bjarneinmexiko\/files\/2023\/02\/910EF34E-D5F0-4DD1-808A-2A10E6A9C0CE-300x225.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/bjarneinmexiko\/files\/2023\/02\/910EF34E-D5F0-4DD1-808A-2A10E6A9C0CE-300x225.jpeg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/bjarneinmexiko\/files\/2023\/02\/910EF34E-D5F0-4DD1-808A-2A10E6A9C0CE-768x576.jpeg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/bjarneinmexiko\/files\/2023\/02\/910EF34E-D5F0-4DD1-808A-2A10E6A9C0CE.jpeg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\"><span style=\"font-weight: 400\">Am n\u00e4chsten Montag ging ich zum ersten Mal in meine neue Einsatzstelle, eine Schule am anderen Ende der Stadt. Alle Deutschlehrer und meine neue Chefin empfingen mich sehr herzlich. Ich bekam sogar mein eigenes B\u00fcro, in dem ich arbeiten konnte. Als meine Chefin jedoch mit einem riesigen Stapel Pr\u00fcfungen kam, die ich sortieren sollte, dachte ich mir: &#8222;Na toll, Bjarne, so sehen jetzt deine n\u00e4chsten sechs Monate aus.&#8220;<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; \u201eJetzt m\u00fcssen wir aber wirklich los&#8220;, sagte mein Kumpel Theo, nachdem wir genau zwei Stunden Zeit hatten, meinen 18. Geburtstag zu feiern, denn ich kam erst am Nachmittag vom Vorbereitungsseminar zur\u00fcck. 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