{"id":26,"date":"2022-11-06T19:08:59","date_gmt":"2022-11-06T18:08:59","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/berichteausbogota\/?p=26"},"modified":"2022-11-06T19:09:47","modified_gmt":"2022-11-06T18:09:47","slug":"parte-2-historias-de-octubre-geschichten-aus-dem-oktober","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/berichteausbogota\/2022\/11\/06\/parte-2-historias-de-octubre-geschichten-aus-dem-oktober\/","title":{"rendered":"Part 2 &#8211; Historias de Octubre (Geschichten aus dem Oktober)"},"content":{"rendered":"<p><b>Zeit zum Schreiben finden<\/b><br \/>\nMomentan sitze ich im &#8222;Crepes &amp; Waffles&#8220;, das sich in der N\u00e4he meines Zuhauses befindet. Es regnet, wie so oft in der letzten Zeit und ich habe mich an einen warmen, gem\u00fctlichen Ort verzogen. &#8222;Crepes &amp; Waffles&#8220; ist eine kolumbianische Restaurantkette, die 1980 in Bogot\u00e1 von zwei Studenten gegr\u00fcndet wurde (sagt die nat\u00fcrlich beste Quelle Wikipedia). Was ich von meiner Gastfamilie wei\u00df, die mich hier schon recht fr\u00fch einmal zum Brunchen mitgenommen hat, ist, dass hier prim\u00e4r Frauen arbeiten und viele von ihnen alleinerziehende M\u00fctter sind und sie mit einem dieser Arbeitspl\u00e4tze unterst\u00fctzt werden sollen. Ich kann die Caf\u00e9s sehr empfehlen, das Ambiente ist unglaublich sch\u00f6n, das Essen lecker und ausgefallen und auch die Preise sehr g\u00fcnstig.<br \/>\nJetzt sitze ich auf jeden Fall hier und nippe an meinem &#8222;Golden Latte&#8220;, schaue mir das Treiben an und schreibe nebenbei auf, was ich den letzten Monat so erlebt habe. Los gehts \ud83d\ude42<\/p>\n<p><b>Freunde finden <\/b><br \/>\nDie letzten Wochen habe ich mich bem\u00fcht, noch etwas mehr mit den anderen Lehrern in Kontakt zu kommen und St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck haben wir uns besser kennengelernt und ich wurde auch auf ein Weinfestival eingeladen. Jedoch sind die meisten Lehrer, mit denen ich Zeit verbringe, auch aus Europa und es f\u00e4llt mir immer noch etwas schwerer, auch besonders wegen der Sprachbarriere mit den kolumbianischen Lehrern in kontakt zu kommen.<br \/>\nAnsonsten verbringe ich aber auch immer mehr Zeit mit einer anderen Freiwilligen, die hier in Bogot\u00e1 auch an einer Schule arbeitet. Das Vorbereitungsseminar war wirklich perfekt, um Kontakte zu kn\u00fcpfen, um sich auch im Gastland austauschen zu k\u00f6nnen.<br \/>\nUnd auch auf meiner Reise (mehr dazu sp\u00e4ter) habe ich einen Deutschen kennengelernt, der gerade in Bogot\u00e1 studiert und mit dem ich vor Kurzem auch einen Kaffee getrunken habe.<br \/>\nAber zum Gl\u00fcck habe ich auch noch meine Gastfamilie und ihre Haush\u00e4lterin, mit der ich mich sehr gut verstehe und Spanisch \u00fcben kann. Und auch die ni\u00f1os aus meinen Klassen bringen mir unbewusst viel \u00fcber Kolumbien und seine Kultur bei. St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck bin ich mit den beliebtesten S\u00fc\u00dfigkeiten, Verhaltensweisen und F\u00fcllw\u00f6rtern vertraut geworden.<br \/>\nAber auch allein kann ich mir die Zeit vertreiben und so gef\u00e4llt es mir auch gut, nachmittags durch Usaqu\u00e9n zu laufen und mir die Gesch\u00e4fte an zu schauen.<\/p>\n<p><b>Aktivit\u00e4ten in Bogota <\/b><br \/>\nDie letzten Wochenenden habe ich tats\u00e4chlich viel erlebt und neue Orte von der Stadt kennengelernt. Unter anderem bin ich mit meiner Ansprechpartnerin und einer ehemaligen Lehrerin meiner Schule im Osten der Stadt wandern gewesen. Wir sind schon um sechs Uhr morgens losgefahren und haben im &#8222;Quebrada La Vieja&#8220; die Berge bezwungen. Die Landschaft war wundersch\u00f6n und wir kamen an kleinen B\u00e4chen und Wasserf\u00e4llen, einer Pferdeweide und sogar einer Menge Fliegenpilze vorbei, bis zum Gipfelkreuz &#8222;Cerro la Cruz Bogot\u00e1&#8220;. Oben erwartete uns eine sch\u00f6ne Aussicht, die die Anstrenung wert war, ein paar andere fr\u00fchmorgendliche Wanderer und eine Handvoll M\u00e4nner vom Milit\u00e4r. Ich bin mir immer noch nicht sicher, was genau sie dort oben gemacht haben, aber vielleicht war es auch nur eine \u00dcbung im Gel\u00e4nde. Der Abstieg erwies sich auf jeden Fall als matschige Rutschpartie, die meine Turnschuhe gerade so \u00fcberlebten und so schlitterten wir vorsichtig den Berg herunter und k\u00f6nnen von Gl\u00fcck reden, dass wir nicht hingefallen sind, wie eine Gruppe von jungen M\u00e4nnern, die am Ende wirklich total im Schlamm verschwanden.<br \/>\nEin anderer sehr sch\u00f6ner Ausflug war der zur Banksy Ausstellung in der Villa Adelaida. Der Eintritt war zwar recht teuer (86000 kolumbianische Pesos &#8211; ca 17,50 Euro), aber die Zeit dort wirklich interessant und auch sehr gut zu Spanisch lernen. Ausgestellt wurden viele Art Prints, andere Kunstwerke Banksys und Fotos von seinen Graffiti. Diese wurde unter Themen wie Protest, Krieg und Politik vorgestellt und man hat viel \u00fcber seine Gesellschaftskritik und seinen Humor gelernt.<br \/>\nEin weiteres Highlight war f\u00fcr mich, dass ich seit fast drei Jahren endlich wieder auf dem Pferd sa\u00df. Die j\u00fcngste Tochter meiner Ansprechpartnerin reitet am Stadtrand von Bogot\u00e1 und eines Sonntages wurde ich eingeladen, sie zu begleiten. Gl\u00fccklicherweise scheint es mit dem Reiten bei mir wie mit dem Fahrradfahren zu sein und ich habe es nicht verlernt. Nur meine Oberschenkelmuskulatur war nicht mehr daran gew\u00f6hnt und so lief ich den Rest des Tages mit etwas schmerzhaften Beinen umher.<\/p>\n<p><b>Transmilenio<\/b><br \/>\nDes Weiteren kann ich stolz verk\u00fcnden, dass ich es endlich in einen bzw. mittlerweile sehr viele Busse des Transmilenios geschafft habe. So hei\u00dft das Busunternehmen der Stadt und man sieht die blauen, gelben, gr\u00fcnen oder orangenen Busse oder den rote Transmilenio wirklich \u00fcberall. Die Busse fahren im ganz normalen Verkehr mit und man kann sie benutzen, indem man sich eine Buskarte kaufe, die man jederzeit aufladen kann (an den Transmileniostationen, digital oder auch in vielen Drogerien oder anderen L\u00e4den). Die roten Busse des Transmilenio fahren auf einer eigenen Fahrbahn und kommen somit deutlich schneller voran. Des Weitern benutzt man die Karte auch nicht im Bus, sondern um auf die &#8222;Bus-Bahnsteige&#8220; zu kommen. Aber ganz egal mit welchem Bus man f\u00e4hrt, eine Fahrt kostet immer ca 50 Cent und ist somit sehr g\u00fcnstig.<br \/>\nBisher habe ich nur gute Erfahrungen gemacht. Manchmal kommen die Fahrzeuge zwar etwas sp\u00e4t, aber das sei auch dem schrecklichen Verkehr in der Innenstadt geschuldet. Jedoch sollte man trotzdem immer vorsichtig und wachsam sein, wenn man den Bus benutzt,da dort doch sehr h\u00e4ufig gestohlen wird. Einer Lehrerin wurde vor Kurzem zum Beispiel die Jacke aufgeschnitten, ohne dass sie es bemerkt hat, aber zum Gl\u00fcck hat es der T\u00e4ter oder die T\u00e4terin nicht geschafft, ihre Wertsachen zu entwenden.<\/p>\n<p><b>Reisen <\/b><br \/>\nEine sch\u00f6ne \u00dcberraschung war die Einladung ein paar Lehrer, sie auf ihrer Reise nach Providencia, eine kolumbianische Insel in der Karibik zu begleiten. Es kam zwar alles ganz anders als geplant, aber nun habe ich eine gute Geschichte zu erz\u00e4hlen, da ich mittlerweile einen Hurrikan \u00fcberlebt habe und tauchen gewesen bin.<br \/>\nEhrlicherweise war es zum Zeitpunkt der Abreise nicht wirklich einsch\u00e4tzbar, wie schlimm der Hurikan werden w\u00fcrde, und somit waren wir alle supernerv\u00f6s und aufgeregt. Der Plan war eigentlich, am Freitag nach der Schule zusammen zum Flughafen zu fahren, nach San Andres (eine weitere kolumbianische Insel der Karibik) zu fliegen und eine Nacht dort zu \u00fcbernachten und dann am n\u00e4chsten Morgen weiter nach Providencia zu reisen. Der Flug nach San Andres wurde nicht gecancelt, der nach Providencia aufgrund des Sturmes jedoch schon. Letztendlich beschlossen wir einfach auf die Insel zu fliegen, dort abzuwarten, bis die Flugh\u00e4fen wieder \u00f6ffneten und den zweiten Flug um zu buchen. Eine Lehrerin stieg dann doch noch aus (aus unserem Plan, nicht dem Flugzeug) und so sa\u00dfen wir insgesamt zu viert in dem zu \u2153 gef\u00fcllten Flugzeug.\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 Ich hatte mir zuvor noch eine Powerbank gekauft, um auf m\u00f6gliche Stromausf\u00e4lle vorbereitet zu sein und informierte noch meine Familie und Freunde, dass ich ggf. die n\u00e4chsten Tage nicht erreichbar sei. Meine Freunde waren total entspannt, meine Mutter das absolute Gegenteil.\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 Als wir am Abend auf San Andres ankamen, kauften wir erst mal viel Wasser und ein paar Snacks f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage und a\u00dfen noch mal alle zusammen in einem Restaurant. An der Strandpromenade war viel los und es wurde getanzt, gesungen und getrunken und dennoch merkte man, dass ein Sturm im Anmarsch war, da alle L\u00e4den verbarrikadiert waren.\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0Ab sechs Uhr am n\u00e4chsten Morgen gab es eine Ausgangssperre und somit verbrachten wir den Tag im Hostel. Die Nacht zuvor war grausam gewesen (Triggerwarnung: Bad Trip). Ich und eine andere junge Lehrerin schliefen im gleichen Zimmer zusammen mit noch zwei anderen Personen. Den einen jungen Mann lernten wir noch am Abend kennen und verstanden uns auf Anhieb sehr gut, der zweite kam mitten in der Nacht und rannte gegen zwei Uhr morgen pl\u00f6tzlich ins Bad und \u00fcbergab sich heftig. Er st\u00f6hnte f\u00fcr eine Viertelstunde, bis wir alle aufgewacht und so alarmiert waren, dass wir bei ihm klopften. Er war zwar ansprechbar, aber in einer \u00fcblen Verfassung und da es einfach nicht besser wurde, liefen wir nach unten zur Rezeption, um nach Hilfe zu bitten. Uns wurde gesagt, dass ein Arzt gerufen werden sollte, aber am n\u00e4chsten Morgen erfuhren wir, dass er diesen wohl nicht wollte (wahrscheinlich Kostengr\u00fcnde). Wir zogen somit gegen drei Uhr morgens in ein anderes Zimmer um und schliefen todm\u00fcde ein.\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 Als ich am n\u00e4chsten Tag geweckt wurde, ging es gleich chaotisch weiter, da unser Zimmer unter Wasser stand. Es hatte in der Nacht so viel geregnet, dass die Balkont\u00fcr nachgegeben hatte und das Wasser in das Zimmer lief. Diesmal war es aber zu viel des Guten und da schon die Mitarbeiter des Hostels informiert wurden, drehte ich mich einfach um und schlief weiter.\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 Den Rest des Tages verbrachten wir mit Lesen, langen Gespr\u00e4chen, essen (es gab zum Gl\u00fcck ein Restaurant) und Stormwatching. So richtig heftig wurde es erst am fr\u00fchen Abend und es fielen ein paar Deckenteile auf den Boden, das Dach verlor ein paar Dachziegel und auch die Fassade musste etwas daran glauben. Zum Gl\u00fcck wurde keiner verletzt, aber da der Gemeinschaftsbereich eine Art Open Air Space war, waren wir wirklich immer ganz nah am Geschehen (zum Gl\u00fcck in einem sicheren Bereich). Immer wieder fiel auch der Strom aus, aber da es einen Notfallgenerator gab, ging alles ziemlich entspannt weiter und erst am n\u00e4chsten Morgen hatte ich kein Internat mehr. Dann war der Hurrikan aber auch schon weiter nach Nicaragua gezogen und wir konnten uns die Nachwirkungen anschauen.\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 Alles war etwas zerw\u00fchlt und unordentlich, ein paar Sachen waren besch\u00e4digt worden, aber alles in einem war alles gut gegangen und am Montag \u00f6ffnete auch endlich wieder der Flughafen. Nach einer recht langen Wartezeit konnten wir somit endlich ins kleine Flugzeug nach Providencia steigen und kamen sicher nach nur ca 25 min an.\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 Providencia ist im Vergleich zu San Andres deutlich weniger touristisch. 2020 wurde die kleine Insel fast vollst\u00e4ndig durch einen Hurrikan zerst\u00f6rt und somit sind viele H\u00e4user sehr neu und es wird auch noch immer viel weiter aufgebaut. Unter anderem der Flughafen und so stiegen wir einfach auf dem Rollfeld aus und liefen zur Registrierung unter freiem Himmel.\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 Die n\u00e4chsten paar Tage waren dann wirklich sehr sch\u00f6n. Am Vormittag hatten wir unsere Tauchg\u00e4nge, dann gingen wir etwas essen und ruhten uns am Nachmittag aus, da wir immer so ersch\u00f6pft waren. F\u00fcr mich war es das erste Mal tauchen, aber all die anderen hatten schon Erfahrungen (bzw. sind ausgebildete Tauchlehrer) und so war ich wirklich in den besten H\u00e4nden. Am Anfang hatte ich zwar etwas Schwierigkeiten, mich an die Atmung mit der Luftflasche zu gew\u00f6hnen, aber sobald man unten war, gab es so viel zu sehen, dass man ganz verga\u00df, dass man nicht normale Luft atmete. Und so sah ich ganz nah Korallen, viele Fische, Rochen und Langusten.\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 Viel zu schnell verging die Zeit und ich musste wieder zur\u00fcck nach Bogot\u00e1. R\u00fcckblickend bin ich echt froh, dass ich so abenteuerlustig war, ein bisschen Zeit in dem Auge eines Hurrikans zu verbringen.<\/p>\n<p><b>Schule<\/b><br \/>\nIn der Schule l\u00e4uft alles weiterhin sehr gut. Diese Woche bin ich f\u00fcr eine Lehrerin eingesprungen und habe viele ihrer Klassen \u00fcbernommen. Es war superinteressant, nun auch endlich einmal alleine zu unterrichten und die Herausforderung hat mir sehr viel Spa\u00df gemacht. Mittlerweile kenne ich die Klassen nun auch schon sehr gut und wei\u00df, wie ich mit welchem Kind am besten umgehe. Somit hat es eigentlich ziemlich gut geklappt und die Kinder haben (meistens) gut geh\u00f6rt.<\/p>\n<p><b>Halloween <\/b><br \/>\nWie auch an so vielen anderen Orten wurde in meiner Schule Halloween gefeiert und es war wirklich ein sehr sch\u00f6ner Schultag. Schon seit Anfang Oktober wurde in vielen Gesch\u00e4ften Halloweendekoration verkauft und viele L\u00e4den und Lokale waren gruselig geschm\u00fcckt. Am Freitag, dem 28. Oktober, wurde dann auch im Helvetia gefeiert und ich war freudig \u00fcberrascht zu sehen, dass sich wirklich fast alle verkleidet hatten. Ich bin als Catrina (mexikanisches Skelett) gegangen und habe mich mit einem passenden Blumenhaarreif und ordentlich Gesichtsschminke am Morgen verkleidet. Ansonsten gab es sehr viele Disneyfiguren, Superhelden und tats\u00e4chlich gar nicht so viele typisch gruselige Verkleidungen wie Hexe, Gespenst und Vampir.\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0In der Schule angekommen, habe ich nat\u00fcrlich erst mal ganz viele Fotos gemacht und bin dann mit meiner Klasse (1A) in die Turnhalle gegangen, wo sich alle getroffen haben, um bei einer Modenschau die Kost\u00fcme zu pr\u00e4sentieren. Die Kleinen (Kinder vom Kindergarten bis zur 5. Klasse) hatten sehr viel Spa\u00df und zum Schluss wurden die besten Kost\u00fcme ausgezeichnet. Danach gab es Spiele, die von der Oberstufe organisiert und geleitet wurden und da es am Vormittag so hei\u00df wurde, haben wir unsere Sch\u00fcler dann im k\u00fchlen Klassenraum malen lassen. Zum Schluss gab es dann noch Brownies f\u00fcr alle und ein sch\u00f6ner Schultag ging zu Ende.<\/p>\n<p>Das war mein Oktober. Es ist so viel passiert, dass ich hier nur von einem Bruchteil erz\u00e4hlen kann, und doch sind ganze f\u00fcnf Seiten auf meinem Schreibprogramm zusammen gekommen.<\/p>\n<p>Ganz liebe Gr\u00fc\u00dfe aus Bogot\u00e1 &#8211; als N\u00e4chstes erz\u00e4hle ich von meinem November und unserem Zwischenseminar .<\/p>\n<p>Kathi<!--\/data\/user\/0\/com.samsung.android.app.notes\/files\/clipdata\/clipdata_bodytext_221106_123438_971.sdocx--><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zeit zum Schreiben finden Momentan sitze ich im &#8222;Crepes &amp; Waffles&#8220;, das sich in der N\u00e4he meines Zuhauses befindet. Es regnet, wie so oft in der letzten Zeit und ich habe mich an einen warmen, gem\u00fctlichen Ort verzogen. &#8222;Crepes &amp; Waffles&#8220; ist eine kolumbianische Restaurantkette, die 1980 in Bogot\u00e1 von zwei Studenten gegr\u00fcndet wurde (sagt &hellip; <a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/berichteausbogota\/2022\/11\/06\/parte-2-historias-de-octubre-geschichten-aus-dem-oktober\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Part 2 &#8211; Historias de Octubre (Geschichten aus dem Oktober)<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3112,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[21],"tags":[],"class_list":["post-26","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/berichteausbogota\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/26"}],"collection":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/berichteausbogota\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/berichteausbogota\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/berichteausbogota\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3112"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/berichteausbogota\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=26"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/berichteausbogota\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/26\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":28,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/berichteausbogota\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/26\/revisions\/28"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/berichteausbogota\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=26"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/berichteausbogota\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=26"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/berichteausbogota\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=26"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}