Pendeln mit der Marschrutka

   

Marschrutka 224 bringt mich täglich in meine Einsatzstelle nach Sardarapat und am Anfang hatte ich immer Angst, den richtigen Moment zu verpassen – Haltestellen sind außerhalb Yerevans nämlich einfach die Stellen, an denen Leute im Bus Bescheid geben, dass sie rauswollen oder andere von draußen cool nicken, wo ich jedes mal wild mit beiden Armen rudere. Jedenfalls hat es ein Weilchen gedauert, bis ich realisiert habe, dass ich gar nicht wissen muss, wo meine „Aussteigestelle“ ist, das wissen die Busfahrer. So hat sich das vermeintliche Wunder meines Ankommens gelöst…

Die Fahrer versuchen oft, mich in Gespräche zu verwickeln – mit Händen und Füßen beim Fahren – und vor zwei Tagen hat mir mein Lieblingsbusfahrer einfach so eine Tüte Trauben geschenkt.

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