{"id":396,"date":"2012-10-21T17:52:18","date_gmt":"2012-10-21T12:52:18","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/armenien2010\/?page_id=396"},"modified":"2013-12-27T16:16:20","modified_gmt":"2013-12-27T12:16:20","slug":"kapitel-10-der-weg-nicht-verruckt-zu-werden-wenn-alle-anders-denken-nur-nicht-so-wie-du","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/armenien2010\/kapitel-10-der-weg-nicht-verruckt-zu-werden-wenn-alle-anders-denken-nur-nicht-so-wie-du\/","title":{"rendered":"Kapitel 10: Freiwilligendienst &#8211; Manchmal auch problematisch."},"content":{"rendered":"<p>Freiwilliger. Hm. H\u00f6rt echt toll an. Rumreisen, viele verschiedene L\u00e4nder und Kulturen sehen, neue, interessante Leute treffen. Das denkt man sich so, wenn man noch nie Freiwilliger war. Und es stimmt, sie ist bunt, die Welt eines Freiwilligen.<\/p>\n<p>Aber oft gibt es auch Augenblicke, in denen man richtig depressiv wird, weil alles schiefgelaufen ist, man findet keinen Anschluss und sowieso. Und in dieser Stimmung fragt man sich: &#8222;Warum?! Warum musste ich jetzt unbedingt in dieses bl\u00f6de Land? So sch\u00f6n ist es dort auch nicht. Ich verstehe kein Wort, ich komme nicht mit den Leuten klar und \u00fcberhaupt.&#8220;<\/p>\n<p>Und man f\u00e4ngt an, sich zu fragen: Bin ich nur komisch, oder sind es alle anderen?!<\/p>\n<p>Meiner Meinung nach ist es wichtig, die Frage so schnell wie m\u00f6glich zu beantworten, weil man sonst entweder verr\u00fcckt, depressiv oder komplett angepasst wird. Und das ist nicht unbedingt das, was man als Freiwilliger mitnehmen sollte aus seinem Auslandsjahr. Nein. Als Freiwilliger soll man St\u00e4rke mitnehmen. Umsicht. Und eine ganze Menge Durchhalteverm\u00f6gen. Und das erwirbt man sich\u00a0 auf alle F\u00e4lle, au\u00dfer man gibt auf oder versteckt sich in der &#8222;deutschen&#8220; oder &#8222;europ\u00e4ischen&#8220; Blase.<\/p>\n<p>Es erfordert viel Kraft um das durchzuhalten, weil man mit vielen Ideen und Optimismus in seine Einsatzstelle geht, und dann ist es nur eine einfache Schule, kein Elite &#8211; Gymnasium, in der alle flie\u00dfend Deutsch sprechen. Und dann will man ein Projekt, hinter dem man voll und ganz steht, durchf\u00fchren, und leider finden es nicht alle so gut wie du?<\/p>\n<p>Oder es ist einfach nicht durchf\u00fchrbar, weil daf\u00fcr das Bewusstsein und Interesse fehlt? Oder ganz einfach die Unterst\u00fctzung der anderen?<\/p>\n<p>Das sind nur einige Punkte, die einem bestimmt nicht nur einmal in seinem Freiwilligenjahr zu schaffen machen. Also vorher \u00fcberlegen, ob man dem gewachsen ist. Ohne dickes Fell k\u00f6nnte es sich als \u00e4u\u00dferst schwierig herausstellen, seinen Job zu machen.<\/p>\n<p>Aber nat\u00fcrlich gibt es nicht nur negative Seiten am Freiwilligendienst. Klar ist es stressig, sich immer auf seine Volleyballtrainings, Konversationszirkel und \u00e4hnliches vorzubereiten und sich mit irgendwelchen Leuten herumschlagen zu m\u00fcssen. Aber meistens lohnt es sich auch. Ein paar sind immer begeistert von deinen Bem\u00fchungen, tolle Projekte, Spiele oder Arbeitsbl\u00e4tter zu (er)finden und stehen voll hinter dir. Und dann ist es in Ordnung. Oder du startest ein Projekt, und ein paar Leute finden es toll, auch wenn es nicht so gut l\u00e4uft. Dann ist das auch in Ordnung. Und die Kinder sind sowieso immer dabei.<\/p>\n<p>Und verr\u00fcckt ist man eigentlich nur, weil man in einem Land, dessen Kultur und Vergangenheit man nicht kennt, versucht, etwas zu machen, was noch nie dagewesen ist. Und das ist der Punkt: Daf\u00fcr hat man sich schon entschieden, wenn man sich f\u00fcr einen Freiwilligendienst entscheidet. Man ist sich dessen nur nicht so bewusst. Aber das merkt man normalerweise schnell, wenn man angekommen ist. \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Also, was ich damit eigentlich sagen wollte: Man muss sich durchk\u00e4mpfen, auch durch Kleinigkeiten. Nur aufgeben darf man nie.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Freiwilliger. Hm. H\u00f6rt echt toll an. Rumreisen, viele verschiedene L\u00e4nder und Kulturen sehen, neue, interessante Leute treffen. Das denkt man sich so, wenn man noch nie Freiwilliger war. Und es stimmt, sie ist bunt, die Welt eines Freiwilligen. 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