{"id":330,"date":"2012-10-21T15:39:48","date_gmt":"2012-10-21T10:39:48","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/armenien2010\/?page_id=330"},"modified":"2012-10-21T15:46:47","modified_gmt":"2012-10-21T10:46:47","slug":"kapitel-6-st-petersburg-sightseeing","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/armenien2010\/kapitel-6-st-petersburg-sightseeing\/","title":{"rendered":"Kapitel 6: St. Petersburg, Sightseeing"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/armenien2010\/files\/2010\/12\/K800_P1030901.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/armenien2010\/files\/2010\/12\/K800_P1030901-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"261\" height=\"196\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/armenien2010\/files\/2010\/12\/K800_P1030968.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/armenien2010\/files\/2010\/12\/K800_P1030968-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"269\" height=\"202\" \/><\/a><\/p>\n<p>Um nicht alle Eindr\u00fccke aus St. Petersburg zu verlieren, muss ich endlich den 1. Eintrag dar\u00fcber zu Ende schreiben. Vor allem, weil es dort sehr spannend war.<\/p>\n<p>Was ich sofort gemerkt und sehr positiv aufgenommen habe, war, dass es richtige SUPERM\u00c4RKTE gibt. Nicht so wie in Armenien, wo dir sogar im neu er\u00f6ffneten 24 &#8211; Stunden &#8211; Supermarkt 2 Fachkr\u00e4fte zur Verf\u00fcgung stehen, einer sogar mit Englischkenntnissen, um dir beim Einkaufen zu helfen. Meistens ist das ja sehr praktisch. Aber irgend wann nervt es dann schon, inzwischen kann ich, auch in Armenien, allein einkaufen. Deswegen war es f\u00fcr mich sehr angenehm, endlich mal nicht wie ein bunter Hund aufzufallen und ganz anonym einkaufen zu k\u00f6nnen und ganz normal gelangweilt von der Kassierin angeschaut zu werden, die eben nicht versucht, mich in ein Gespr\u00e4ch auf armenisch, das ich immer noch nicht wirklich beherrsche, zu verwickeln.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem existieren in Russland Stra\u00dfenregeln. Das musste ich feststellen, nachdem ich ein paar entsetzte Blicke von Passanten bemerkte, als ich wie selbstverst\u00e4ndlich \u00fcber die rote Ampel ging. Schon faszinierend, wie schnell man sich an so was gew\u00f6hnt. \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Und nat\u00fcrlich muss ich den H&amp;M erw\u00e4hnen, von dem es ganze 2 in Russland gibt, und bei dem ich viel zu viel Geld ausgegeben habe. Sch\u00f6ne, tolle, langweilige Klamotten! So habe ich mich erfolgreich davor dr\u00fccken k\u00f6nnen, wie viele armenische Frauen im Disco &#8211; Outfit in der Schule herumlaufen zu m\u00fcssen, da es keine anderen Klamotten gibt. Und ich weigere mich auch, jede 5 Minuten meine Schuhe zu putzen! Die werden eh jeden Tag staubig, und jetzt putz ich sie einfach gar nicht mehr. Pah.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/armenien2010\/files\/2010\/12\/K800_P1040056.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/armenien2010\/files\/2010\/12\/K800_P1040056-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"214\" height=\"160\" \/><\/a>Aber ich schweife ab. Also, St. Petersburg ist eigentlich wie jede andere europ\u00e4ische Stadt, nur dass alles auf russisch geschrieben ist.<\/p>\n<p>Und dass es spezielle Preise f\u00fcr Ausl\u00e4nder gibt. Beispielsweise habe ich mir St. Peterhof angesehen. Tja, f\u00fcr Ausl\u00e4nder kostete es ganze 5 \u20ac mehr als f\u00fcr Russen. Da habe ich mich aber erfolgreich dr\u00fccken k\u00f6nnen, da wir zuf\u00e4lligerweise eine Freundin dabeihatten, die russisch ohne Akzent sprechen konnte. Aber ich glaube, ich h\u00e4tte auch die 5 \u20ac mehr gezahlt, denn Peterhof war wirklich atemberaubend.\u00a0 So viel Geld auf einen Haufen habe ich noch nie gesehen. Alles war aus Gold (zumindest glaube ich, dass es echtes Gold war) und der Bernsteinraum&#8230; Ich muss zugeben, SO toll war der nicht, aber wenn man im Hinterkopf beh\u00e4lt, dass das alles aus Bernstein ist und dann die kleinen Motive, die in den Bernstein geschnitzt waren, sieht, dann ist man trotzdem fasziniert. Au\u00dferdem hatten die den gr\u00f6\u00dften Flachbildschirm, den ich jemals gesehen habe. <a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/armenien2010\/files\/2010\/12\/K800_P1040039.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/armenien2010\/files\/2010\/12\/K800_P1040039-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"184\" height=\"138\" \/><\/a>Anscheinend sind viele Ausl\u00e4nder bereit, den doppelten Preis zu zahlen. Sonst wei\u00df ich auch nicht, wie man bei den ganzen Restaurierungskosten und Unterhaltungskosten auch noch so ein High &#8211; Tech &#8211; Ding kaufen kann. Aber sehenswert war er auf jeden Fall. Besonders gut haben mir auch die Wandmalereien gefallen. Die meistens an die Zimmer gemalten und sehr detailgenau gemalenen Bilder h\u00e4tten allein gereicht, um einen Tag zu f\u00fcllen.\u00a0 Tja, man muss halt immer zusammenk\u00fcrzen. Au\u00dferdem h\u00e4tte ich dann Nackenschmerzen bekommen. Danach gingen wir noch ein bisschen in der Parkanlage umher und auch diese war sehr sehenswert. Leider war es Herbst, die Blumen waren alle schon verbl\u00fcht und die Statuen &#8222;winterfest&#8220; gemacht, aber der See lag ruhig da, die V\u00f6gel pfiffen und die Sonne kam manchmal aus den tristen Wolken hervor, die uns seit unserer Ankunft am Moskauer Flughafen noch nie im Stich gelassen hatten. Rundum ein wundersch\u00f6ner Herbsttag in einem wundersch\u00f6n angelegten Park. In diesem befanden sich \u00fcbrigens nicht nur B\u00e4ume, sondern auch ein t\u00fcrkisches Bad und die coolste Marmorbr\u00fccke, die ich je gesehen habe. Leider war sie f\u00fcr Besucher gesperrt, aber das n\u00e4chste Mal&#8230;.. wenn keiner hinguckt&#8230;&#8230;&#8230;. *h\u00e4h\u00e4* Fazit: St. Peterhof ist eindeutig sehenswert. Da m\u00fcsst ihr jetzt alle mal hin.<a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/armenien2010\/files\/2010\/12\/K800_P1040097.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/armenien2010\/files\/2010\/12\/K800_P1040097-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"202\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Eremitage war auch ein Erlebnis. Allerdings muss ich sagen, dass ich trotzdem ziemlich entt\u00e4uscht von ihr war. Aber schon am Anfang war der Besuch mit Schwierigkeiten verbunden. Da man mir von allen Seiten zugetragen hatte, dass ich unbedingt in die Eremitage muss, weil sie so toll ist, stellte ich mich mit ein paar Mit-Leidensgenossinnen in die Schlange, die uns eigentlich nicht mal so lange erschien. Weit gefehlt. Denn das, was wir als &#8222;Eingangstor&#8220; vermutet hatten, war leider keins. <a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/armenien2010\/files\/2010\/12\/K800_P1030935.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/armenien2010\/files\/2010\/12\/K800_P1030935-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"206\" height=\"154\" \/><\/a>Und die Massen an Menschen waren kaum zu z\u00e4hlen. Um diese beschreiben zu k\u00f6nnen, nenne ich einfach mal die Zahl von 2 Stunden, denn so lange haben wir gewartet. In Eisesk\u00e4lte. Ohne Handschuhe. Aber wir lie\u00dfen uns nat\u00fcrlich nicht entmutigen und fingen ab Stunde 1 mit Gymnastik\u00fcbungen, Ententanz, vielen deutschen und englischen Volksliedern (&#8222;Ich hab ne Zwiebel auf dem Kopf, ich bin ein D\u00f6ner&#8220; oder &#8222;If you\u00b4re freezing and you know it, clap your hands&#8220;) an, uns die Zeit zu vertreiben. Keine schlechte Idee, muss ich sagen, mir wurde richtig warm (v.a. bei der Step &#8211; Aerobic). Au\u00dferdem am\u00fcsierten wir s\u00e4mtliche Personen, die mit uns warteten. Immerhin, w\u00fcrde ich sagen. Schon wieder was Gutes getan. Ok, ich muss zugeben, wir sind genau an dem Tag gegangen, an dem die Eremitage grad nichts gekostet hat, warum auch immer, aber trotzdem. Innendrin wars aber super. Die R\u00e4ume allein sind sehr interessant und detailreich ausgestaltet und ich konnte mir durchaus vorstellen, dass dort Katharina die Gro\u00dfe gewandelt ist und ihr Geld, das sie anscheinend massenhaft hatte, in dieses Geb\u00e4ude gesteckt hat. Au\u00dferdem musste sie einen guten Innenarchitekten gehabt haben. Einfach wundersch\u00f6n. <a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/armenien2010\/files\/2010\/12\/K800_P1040006.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/armenien2010\/files\/2010\/12\/K800_P1040006-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"165\" height=\"220\" \/><\/a>Von den Ausstellungsst\u00fccken wurde ich aber sehr entt\u00e4uscht. Gerade die Abteilungen (Vorderasiatische Kunst, Teile der r\u00f6misch \/ griechischen R\u00e4ume) die ich sehen wollte, waren nur auf russisch beschrieben, so dass ich davon herzlich wenig mitnehmen konnte, da ich mich leider geweigert hatte, einen deutschen Audioguide f\u00fcr 5 \u20ac zu leihen. Im Nachhinein eine echte Fehlentscheidung, da schon einige interessante St\u00fccke dort gewesen sind, von denen ich nicht nur das Alter wissen wollte. (Zahlen sind ja gl\u00fccklicherweise die gleichen wie bei uns) Aber trotzdem war es ohne Audioguide sehr spannend, da ich mir einfach Geschichten zu den Ausstellungsst\u00fccken ausgedacht habe. Und ich war sehr kreativ dabei, ich habe mich selber \u00fcberrascht. Also meine Empfehlung an alle: Eremitage auf jeden Fall, aber bitte vorbereitet (evtl. Eremitagef\u00fchrer) und mit Audioguide, sonst hat des keinen Sinn, glaub ich.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/armenien2010\/files\/2010\/12\/K800_P1030991.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/armenien2010\/files\/2010\/12\/K800_P1030991-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"184\" height=\"138\" \/><\/a>Nebenher wurde unter den Gruppenmitgliedern sehr viel Am\u00fcsantes und auch Interessantes ausgetauscht. Vor allem die &#8222;Usbeken&#8220; faszinierten mich &#8211; diese schleppten gewohnheitsm\u00e4\u00dfig einen Batzen Geld durch die Gegend, da der usbekische Kurs nicht gerade gut steht (1 \u20ac = 2210 Som). Diese Gelegenheit konnte ich mir nat\u00fcrlich nicht entgehen lassen&#8230;. \ud83d\ude42 Tolles Gef\u00fchl, kann ich euch sagen!<\/p>\n<p>\u00dcber die Menschen in St. Petersburg kann ich sagen, dass ich, wenn ich durch die Stra\u00dfen lief, immer gehofft habe, keinen nach dem Weg fragen zu m\u00fcssen, da so ziemlich 90 % sehr wichtig, besch\u00e4ftigt und ein wenig sehr schlecht gelaunt gewirkt haben. Aber Leute, die ich in der Kneipe oder so kennengelernt habe, die waren eigentlich immer sehr nett, offen und hilfsbereit. Aber nach einer Woche m\u00f6chte ich hier noch nicht urteilen. Ein weiterer Grund, nochmal nach St. Petersburg zu fahren.^^<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Abschlie\u00dfend m\u00f6chte ich allen Lesern noch mitgeben, dass St. Petersburg auf jeden Fall eine Reise wert ist, und dass 7 Tage kaum ausreichen, um es zu entdecken. Au\u00dferdem sollte man im Sommer kommen, da 1-2 Stunden Wartezeit (hatte ich \u00f6fters vor den &#8222;wichtigen&#8220; Sehensw\u00fcrdigkeiten) irgendwann doch ungem\u00fctlich werden. Au\u00dferdem w\u00fcrde ich zus\u00e4tzlich einen gro\u00dfen Batzen Geld empfehlen, da es ein wirklich teueres Pflaster ist und Ausl\u00e4nder bei den Sehensw\u00fcrdigkeiten eh doppelt blechen m\u00fcssen. Trotzdem: RAN AN DIE FLUGTICKETS und viel Spa\u00df in der russischen Botschaft!<a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/armenien2010\/files\/2010\/12\/K800_P1030945.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/armenien2010\/files\/2010\/12\/K800_P1030945-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"363\" height=\"245\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Um nicht alle Eindr\u00fccke aus St. Petersburg zu verlieren, muss ich endlich den 1. Eintrag dar\u00fcber zu Ende schreiben. Vor allem, weil es dort sehr spannend war. 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