{"id":324,"date":"2012-10-21T15:32:41","date_gmt":"2012-10-21T10:32:41","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/armenien2010\/?page_id=324"},"modified":"2012-10-21T15:46:04","modified_gmt":"2012-10-21T10:46:04","slug":"kapitel-5-st-petersburg-zwischenseminar-flugprobleme-und-losewo-russland","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/armenien2010\/kapitel-5-st-petersburg-zwischenseminar-flugprobleme-und-losewo-russland\/","title":{"rendered":"Kapitel 5: St. Petersburg &#8211; Zwischenseminar: Flugprobleme und Losewo, Russland"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/armenien2010\/files\/2010\/11\/karte-0-9017.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/armenien2010\/files\/2010\/11\/karte-0-9017-300x225.gif\" alt=\"\" width=\"230\" height=\"172\" \/><\/a>Nachdem bekannt wurde, dass unser Zwischenseminar nun doch in Russland, St. Petersburg, stattfinden w\u00fcrde, buchte ich sofort einen Flug dahin. Da ich keine Lust hatte, mit den anderen in einem h\u00f6chstwahrscheinlich unbequemen und viel teuereren Zug ab Moskau zu fahren, flog ich einfach mit Laura (die genausowenig Lust darauf hatte) die ganze Strecke (die anderen Freiwilligen wollten mehr &#8222;Abenteuer&#8220;).\u00a0 Nat\u00fcrlich war die einfachere Variante viel problematischer als die schwierige. Wie immer hier.\u00a0 Denn als wir \u00fcberp\u00fcnktlich am Yerevaner Flughafen ankamen, hatte die Aerofloter Maschine erst einmal 2 1\/2 Stunden Versp\u00e4tung. Nat\u00fcrlich verpassten wir dann auch glatt den Anschlussflug (genau 1 h zu sp\u00e4t waren wir dran) und mussten nach den ganzen Registrationsprozessen und Sicherheitskontrollen nochmal unser ganzes Gep\u00e4ck holen, um komplett neu einzuchecken. Da weder Laura noch ich schon jemals solche Probleme gehabt hatten (Lauras 3. und mein 2. Flug \u00fcberhaupt), beschlossen wir, erst einmal zum Serviceschalter zu gehen und uns zu erkundigen, wie es jetzt weiter gehen sollte.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/armenien2010\/files\/2010\/11\/K800_P1030867.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/armenien2010\/files\/2010\/11\/K800_P1030867-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"151\" height=\"202\" \/><\/a>Dort erwischten wir gl\u00fccklicherweise eine sehr nette Dame, die uns auch sofort unseren Flug umbuchte, so dass wir nur 2 Stunden auf den n\u00e4chsten Flug warten mussten, wor\u00fcber wir, nach der ganzen Hektik, sehr erleichtert waren.\u00a0 Aber die Sicherheitskontrollen waren wirklich sehr nett: Nicht nur, dass man, wie im Flug von M\u00fcnchen nach Prag nach Yerevan, G\u00fcrtel und Jacke ausziehen musste, sondern auch die Schuhe, so dass man lustige blaue Fu\u00df\u00fcberz\u00fcge bekam, um\u00a0 so durch den Nacktscanner\u00a0 laufen zu k\u00f6nnen. Aber irgendwie ist das schon putzig.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/armenien2010\/files\/2010\/11\/K800_P1030868.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/armenien2010\/files\/2010\/11\/K800_P1030868-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"148\" height=\"198\" \/><\/a>M\u00fcde und total mitgenommen stiegen wir aus dem Flugzeug, lie\u00dfen noch einmal die Sicherheitsma\u00dfnahmen \u00fcber uns ergehen und strebten Richtung Ausgang. Dort waren auch promt 5 Geldautomaten, wo wir uns erst einmal mit russischen Rubeli eindecken konnten. Es gab sogar einen Automaten der russischen Raiffeisenbank &#8211; dort konnte man, man glaubt es kaum, die Sprache &#8222;Deutsch&#8220; w\u00e4hlen!!! Die n\u00e4chste H\u00fcrde war dann die Fahrt mit dem Bus zur Metro. Dieser war Gottseidank leicht zu finden &#8211; gegen\u00fcber dem Haupteingang. Nat\u00fcrlich war es ein Problem, dass wir kein russisch konnten, also warfen wir dem Busfahrer nur den Brocken &#8222;Moskovskaya&#8220; hin, die U-Bahn &#8211; Station, von der aus wir weiterfahren mussten, er nickte und wir bezahlten. So fuhren wir, zusammengequetscht mit vielen anderen Menschen, zur Haltestelle, und stiegen einfach dort aus, wo die meisten ausstiegen, was sich als goldrichtig herausstellte. Wir waren bei der U-Bahn angelangt.<\/p>\n<p>Dort kauften wir uns durch Gedanken\u00fcbertragung ein Ticket (nat\u00fcrlich ist es klar, dass ich, wenn ich am Schalter stehe, eine Fahrkarte haben will, aber trotzdem, das finde ich eine beachtliche Leistung der Kassierin!) und schlugen uns mit vereinten Kr\u00e4ften und ein wenig kyrillischen Buchstaben &#8211; Kenntnissen (viele Metro &#8211; Schilder sind nur auf Russisch) zum n\u00e4chsten Checkpoint durch, wo wir erneut umsteigen mussten, bis wir am Ligovsky Prospekt ankamen, auf welcher Stra\u00dfe sich unsere Unterkunft befinden sollte. Danach suchten wir einfach noch die Hausnummer, betraten ein Vorhaus, sagten &#8222;Hostel&#8220; und stiegen die Treppen bis zum 3. Stock hoch. Ich m\u00f6chte daran erinnern, dass wir das alles mit gepackten Koffern f\u00fcr fast zwei Wochen taten. Aber ich wollte ja unbedingt &#8222;Abenteuer&#8220; erleben. Jetzt habe ich sie. \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Vom Hostel selbst wurde ich aber sehr positiv \u00fcberrascht &#8211; es war gr\u00f6\u00dftenteils sauber, jung und mit freundlichem Personal. Au\u00dferdem gab es ein echt leckeres Fr\u00fchst\u00fcck. In diesem Hostel wurden wir in einem 12 &#8211; Bett &#8211; Zimmer untergebracht, was mich aber nicht weiter st\u00f6rte, da ja alle darin meine Leidensgenossen \/ Arbeitskollegen im weiteren Sinne waren und ich schon ein paar im Vorbereitungsseminar kennen und sch\u00e4tzengelernt hatte.\u00a0 Klar war es am Anfang ein wenig &#8222;zusammengew\u00fcrfelt und nun schauen, was daraus wird&#8220;, aber jetzt, im R\u00fcckblick, bin ich echt froh, mich mit diesen Leuten auszutauschen und Probleme und L\u00f6sungen diskutieren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/armenien2010\/files\/2010\/11\/K800_Losevo.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/armenien2010\/files\/2010\/11\/K800_Losevo-300x276.jpg\" alt=\"\" width=\"198\" height=\"183\" \/><\/a>Aber zuerst ging es nach Losevo, irgendein Kaff &#8211; Dorf, in dessen N\u00e4he ein ehemaliges Pionierlagerist, wo wir zwei Tage lang untergebracht worden waren. Dort gab es wirklich nur Wald und B\u00fcsche, und dazu noch einen See, auch wenn es durch den 2 m hohen\u00a0 Zaun, der das Pionierlager umgab,\u00a0 \u00e4u\u00dferst schwierig war, zu diesem durchzudringen. Aber nat\u00fcrlich findet man immer Mittel und Wege, wenn man wirklich will (z.B. ganz banal \u00fcber den Zaun dr\u00fcbersteigen).<\/p>\n<p>Und da\u00b4s da wirklich nix anderes gab, musste man sich zwangsweise mit seiner Situation befassen, was teilweise gar nicht so einfach war. Als wir am Anfang die Probleme in der Einsatzstelle besprachen, war ich beispielsweise total deprimiert, dachte, alles l\u00e4uft nicht, alles ist schlecht,&#8230; Aber als wir dann besprochen haben, was wir alles schon an Projekten gemacht haben und was wir schon umsetzen konnten, dachte ich mir: wow, hab ja schon ganz sch\u00f6n viel geschafft, ich hab Gl\u00fcck mit meiner Einsatzstelle, top, ich kann mich ja schon richtig gut verst\u00e4ndigen,&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/armenien2010\/files\/2010\/11\/K800_P1030895.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/armenien2010\/files\/2010\/11\/K800_P1030895-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"206\" height=\"154\" \/><\/a>Fazit:\u00a0 Losewo hat sich f\u00fcr mich echt gelohnt, so dass ich jetzt, wieder neu motiviert (ja, ich gebs zu, teilweise war ich \u00b4n bisschen deprimiert von meiner Arbeit und dem kollektiv schlechtem Niveau meiner Sch\u00fcler), wieder in meinen Alltag zur\u00fcckgekehrt bin und der 1. Konversationszirkel echt gut gelaufen ist. Ich habe n\u00e4mlich w\u00e4hrend des Seminars beschlossen, mal n paar B &#8211; Seiten aufzulegen und mit den Kindern nicht nur zu spielen, sondern auch etwas Stoff zu machen. Also habe ich mir ein Foto von Michael Ballack und von Tokio Hotel gesucht, die K\u00f6rperteile mit Pfeilen versehen und mit den Kindern so Sachen wie &#8222;Nase&#8220;, &#8222;Mund&#8220;, &#8222;Trikot&#8220; usw. gelernt. Kam auch \u00fcberraschenderweise gut an, am Dienstag schaue ich mal, ob sie die Vokabeln noch k\u00f6nnen&#8230;<\/p>\n<p>Auch das Essen war, zu meinem Leidwesen, echt lecker. Ich muss sagen, ich bin wirklich froh, keine Waage hier in Armenien zu haben! \ud83d\ude42 Aber ich muss immer daran denken, dass ich nicht wei\u00df, wie lang ich hier noch bin, und dann nehm ich mir halt nochmal eine Portion (bzw. kriegs von der Gastgeberin auf den Teller geladen), weils ja meine letzte sein k\u00f6nnte oder so&#8230; Ging aber vielen anderen auch so, habe ich mitgekriegt.<\/p>\n<p>Nach Losewo gings dann nach St. Petersburg. Aber da dort auch so viel los war, teile ich das Kapitel einfach mal. Also bis demn\u00e4chst!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem bekannt wurde, dass unser Zwischenseminar nun doch in Russland, St. Petersburg, stattfinden w\u00fcrde, buchte ich sofort einen Flug dahin. 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