{"id":300,"date":"2012-10-21T15:00:51","date_gmt":"2012-10-21T10:00:51","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/armenien2010\/?page_id=300"},"modified":"2012-10-21T15:11:16","modified_gmt":"2012-10-21T10:11:16","slug":"kapitel-2-von-alkoholischen-getranken-und-ihren-positiven-nebenwirkungen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/armenien2010\/kapitel-2-von-alkoholischen-getranken-und-ihren-positiven-nebenwirkungen\/","title":{"rendered":"Kapitel 2: Von alkoholischen Getr\u00e4nken und ihren positiven Nebenwirkungen"},"content":{"rendered":"<p>Laura und ich wurden von der Tochter der Direktorin, die uns schon vom Flughafen abgeholt hatte, zum &#8222;Cofe&#8220; &#8211; Trinken (wie sie es formulierte) eingeladen. Als dann der Tag gekommen war, wurden wir mehr oder weniger p\u00fcnktlich (Ansage war 7 Uhr abends) um 9 Uhr von ihr, ihrer Schwester und ihrem Cousin (alle so um die 22) mit dem Auto abgeholt. Deshalb war ich leicht beunruhigt, da am n\u00e4chsten Tag Schule war und ich nicht zu sp\u00e4t ins Bett kommen wollte. Meine Bef\u00fcrchtungen waren aber unbegr\u00fcndet, da wir eigentlich nur um den Block fuhren und bei einem kleinen Caf\u00e9 bei Marzpetaran anhielten. Zwei Sachen muss ich dazu erw\u00e4hnen. Die erste Sache war, dass es ein lustiges Auto war. \u00c4u\u00dferlich sah es aus wie die Autos, die abends in OVI stundenlang ohne Ziel mit laut aufgedrehter Musik rumfahren und sich die Fahrer dann total toll finden. Nat\u00fcrlich war DIESES Auto viel cooler. Denn eine T\u00fcr lie\u00df sich nicht mal \u00f6ffnen (nein, keine Kindersicherung!), obwohl sie von au\u00dfen v\u00f6llig normal aussah. Also musste Laura durchrutschen und wir nahmen, nat\u00fcrlich ohne uns anzuschnallen, Platz. Die zweite Sache war, dass wir f\u00fcr die Fahrt ca. 10 Minuten brauchten. Allerdings war ich schon einmal zu dem Caf\u00e9 gegangen. Das nahm aber genau 5 Minuten in Anspruch, da es eigentlich gleich um den Block bei meiner Wohnung lag. Aber das macht ja nix, mit Auto ist es ja vieeel spannender.^^<\/p>\n<p>Das Caf\u00e9 war aber wirklich nicht schlecht und da weder ich noch Laura die Karte lesen konnten, \u00fcberlie\u00dfen wir den anderen die Bestellung. Dabei wurde ich zu einem\u00a0 Bier \u00fcberredet. Es war auch eine sehr nette Runde und da auch der Cousin sehr gut deutsch sprach, wurde es sehr unterhaltsam. Als mein Bier dann endlich kam, war ich anfangs sehr skeptisch. Denn als echte Bayerin habe ich nat\u00fcrlich einen gewissen Anspruch entwickelt! Aber so schlimm schmeckte das Bier dann doch nicht, es hatte aber einen leichten Sp\u00fclmittel &#8211; Nachgeschmack, der geh\u00f6rte aber anscheinend dazu. Bis heute habe ich es aus Respekt noch kein 2. Mal getrunken und konnte so nicht feststellen, ob das am Glas oder am Bier lag. Denn ich merkte schnell, dass ich es mit keinem gew\u00f6hnlichen Bier zu tun hatte &#8211; daf\u00fcr ging es mir viel zu schnell viel zu gut. Am n\u00e4chsten Tag erfuhr ich dann, dass das nicht darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren war, dass ich das armenische Bier nicht vertrage, sondern, dass das &#8222;Kilikia&#8220; &#8211; Bier, wie es hie\u00df, 12,5 % hatte! Dieses ist das in Armenien am liebsten getrunkene Bier und ich frage mich wirklich, wie die das nur aushalten &#8211; das Bierspiel w\u00fcrde ich auf jeden Fall nicht damit ausprobieren. \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag konnte ich, trotz des neuen Alkoholerlebnisses (oder gerade deswegen), gut gelaunt in den Tag starten und fuhr mit Laura um 11 Uhr in die Schule. Dort waren wir nur f\u00fcr die Proben der kleinen Auff\u00fchrung zur deutschen Wiedervereinigung eingeteilt, die erstaunlich gut verliefen, so dass meine gute Laune sogar anhielt (normalerweise verfliegt diese sofort, wenn ich irgendetwas nicht verstehe, z.B. armenisch)! Deshalb beschloss ich, heute mal das Bad anzugreifen und Silikon zum Abdichten zu kaufen (das m\u00fcssen wir ja st\u00e4ndig wischen, weil die Dusche undicht war bzw. auch jetzt immer noch ist). Deswegen zog ich los, um erst einmal ein Handwerksgesch\u00e4ft zu suchen. Das fand ich nat\u00fcrlich nicht, aber daf\u00fcr etwas anderes: Der Cousin, der an unserer abendlichen Runde beigewohnt hatte, gabelte mich am Stra\u00dfenrand (nat\u00fcrlich mit seinem coolen Auto) auf und ich konnte ihm erkl\u00e4ren, was ich suchte. Nat\u00fcrlich war ein Handwerksgesch\u00e4ft direkt um die Ecke, 10 m weiter und ich w\u00e4re vor dem Laden gestanden, und er begleitete mich sogar bis hinein. Dort stand liebensw\u00fcrdigerweise auch gut sichtbar die Silikontube und ich bekam sie auch ohne Probleme (Jes kusenaji AIS gnel &#8211; Ich m\u00f6chte DAS kaufen!). Nat\u00fcrlich fuhr er mich dann auch nach Hause, wo er, auf meine Bemerkung hin, dass ich KEINE AHNUNG h\u00e4tte, wie man so\u00b4n Silikon auftr\u00e4gt, sofort anfing, das Bad abzudichten. Das war toll.^^<\/p>\n<p>Daf\u00fcr spendierte ich ihm auch eine Cola und er versprach, am Abend wiederzukommen, um mir Black Jack beizubringen (keine Ahnung mehr, wie wir da drauf gekommen sind&#8230;). Tat er dann auch, als Gastgeschenk brachte er sogar Bier f\u00fcr mich und eine Cola f\u00fcr Laura mit. Leider hatte er die Karten vergessen und so tranken wir eben Feierabendbier und plauschten in einem Mix aus Deutsch, Russisch, Armenisch und Englisch, was aber recht gut funktionierte.<\/p>\n<p>Da auch dieser Abend sehr vergn\u00fcglich wurde, kam er uns gleich am \u00fcbern\u00e4chsten Tag wieder &#8211; mit Karten &#8211; besuchen. Und diesmal brachte er mir sogar Black Jack bei &#8211; meiner Meinung nach ist das aber nicht so der Br\u00fcller, Schafkopfen ist viel lustiger, aber leider waren wir daf\u00fcr zu wenig. Zur Feier des Tages \u00f6ffneten wir dann auch die Flasche Kognak, die ich am Tag zuvor gekauft hatte und tranken ein Gl\u00e4schen. Nicht schlecht, das W\u00e4sserchen! W\u00e4hrend dieser heiteren Runde wurden wir nicht nur zu einem Discobesuch in Yerevan eingeladen (in Armavir gibt es, trotz der 40000 Einwohner, keine einzige Discothek oder vern\u00fcnftige Bar), sondern auch auf einen Ausflug in die &#8222;Armenischen Alpen&#8220;, wie er es nannte. Darauf freue ich mich besonders.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Laura und ich wurden von der Tochter der Direktorin, die uns schon vom Flughafen abgeholt hatte, zum &#8222;Cofe&#8220; &#8211; Trinken (wie sie es formulierte) eingeladen. 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