Auf der Suche nach einem rauchfreien Café oder: Advent in Zagreb

Am letzten Freitag Nachmittag ging es für uns, die vier Freiwilligen aus Pécs, nach Zagreb, die Hauptstadt Kroatiens. Die Zugverbindung von Pécs nach Zagreb ist überraschend bequem. Mit dem ersten Zug fuhren wir an der Grenze entlang nach Gyékénes. Als wir uns in Pécs auf den Weg machten, war das Wetter durch den Schneeregen eher unangenehm, aber auf der Fahrt nach Gyékénes verwandelte sich die Umgebung in eine stille, weiße Winterlandschaft. Und ich muss sagen, es war ein unglaublich tolles und befreiendes Gefühl, den Kopf ein Stück weit aus dem Fenster zu strecken und den eiskalten Wind und den Schnee für einen kurzen Moment im Gesicht zu spüren. In Gyékénes mussten wir ein wenig auf unseren Anschlusszug warten, aber der brachte uns binnen 1,5 Stunden nach Zagreb. Wir wurden an der Grenze übrigens drei mal kontrolliert: von der ungarischen und der kroatischen Grenzpolizei und vom Fahrkartenkontrolleur. Kroatien ist zwar ein Mitgliedsstaat der Europäischen Union, aber es gehört nicht zum Schengenraum. In Zagreb angekommen, waren wir gleich verzaubert vom Lichtermeer des Weihnachtsmarktes, der zu einem Teil auch direkt vorm Bahnhof Glavni Kolodvor aufgebaut ist.

Am Samstag waren wir zuerst gemeinsam frühstücken und anschließend auf dem Ban Jelačić Platz, dem Hauptplatz, auf dem der Weihnachtsmarkt auch am Vormittag schon in vollem Gange war. Vom Hauptplatz aus haben wir die Umgebung, die wirklich sehr schön ist, ein wenig erkundet. Besonders gut gefallen hat mir das Museum of Broken Relationships. Den restlichen Tag haben wir auch die vielen anderen Teile des Weihnachtsmarktes besucht – letzterer ist in der ganzen Innenstadt verteilt und nicht umsonst der „beste Weihnachtsmarkt Europas”.

Auch am Sonntag war der Markt zwischen Check-Out und der Heimfahrt unser Ziel. Wir entdeckten passenderweise einen großen Adventskranz auf dem Ban Jelačić Platz, auf dem jetzt schon drei Kerzen leuchten. Da es doch recht kalt war, wollten wir uns mit einem Kaffee aufwärmen, aber in jedem sogenannten ‚Café‘ war es komplett verraucht, weil das in Kroatien zum Teil nicht verboten ist. Das hatte zur Folge, dass wir in unserem Frühstückscafé vom Vortag landeten.

Insgesamt war dieses Wochenende sehr schön – ich würde sogar sagen, es war eines der schönsten seit Anfang September.

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