Vorbereitung, die; Substantiv, feminin

Hallo da draußen!

Vor ein paar Tagen ging das Vorbereitungsseminar in Berlin am Werbellinsee zu Ende. Mittlerweile ist sicher ein Großteil der circa 300 Freiwilligen schon ausgereist (denen schließe ich mich an), aber trotzdem möchte ich meinen Blog noch mit den Erfahrungen und Eindrücken vom Seminar füttern.

Am 01.09. ging es für mich los mit dem Zug nach Berlin. Da ich in der Nähe von Potsdam wohne, hatte ich es nicht weit bis dahin. Am Hauptbahnhof wurden wir mit Bussen abgeholt und zum Werbellinsee gebracht. Im Bus habe ich mich mit einem netten Mädchen unterhalten, das einen Freiwilligendienst in Namibia mit „naturweit“ macht. Es war cool, mit ihr zu sprechen und auch zu realisieren, was für komplett unterschiedliche Auslandserfahrungen wir machen würden.

Beim Zimmerbeziehen hatte ich schon die erste Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen und es stellte sich heraus, dass alle drei aus unserem Zimmer in derselben „Homezone“ waren. Im Nachhinein bin ich richtig froh, so etwas wie die Homezones gehabt zu haben, da sie zwischen den ganzen Seminaren und Workshops eine gute Erholung darstellten. Die fast täglichen Treffen mit anderen Freiwilligen, die in dieselbe Region (bei mir Slowakei, Ungarn) gehen, haben sicherlich auch dazu beigetragen, dass wir alle ein Stück weit zusammengewachsen sind und uns natürlich auch gegenseitig besuchen wollen!

Abends saßen wir manchmal am See und führten Unterhaltungen über dies und jenes, was nach den anstrengenden Tagen auch immer echt angenehm war. Leider wurde es schon am zweiten oder dritten Tag eher kalt am Werbellinsee und da ich damit überhaupt nicht gerechnet hatte nach der vorherigen Hitze, hatte ich irgendwie auch nicht die richtige Kleidung dabei. Immerhin hatte ich eine Stoffjacke, die alleinige Verantwortliche dafür ist, dass ich mich nicht erkältet habe. Na gut, und vielleicht der Tee, der fast zu jeder Tageszeit zur Verfügung gestellt wurde.

Werbellinsee

 

Am dritten Tag machten wir einen Ausflug nach Berlin ins Auswärtige Amt, das uns mit Häppchen und einigen kurzen Reden empfing, bevor wir uns zu einem Gruppenfoto aufgestellt haben. Danach hatten wir ein wenig Zeit, um Berlin zu erkunden und etwas zu essen, bevor es wieder zurück in die Jugendbegegnungsstätte ging. Es war wirklich schade, dass das unser einziger Ausflug war, denn es war eine schöne Möglichkeit, dem doch ziemlich anstrengenden und vor allem streng getakteten Programm der anderen Tage zu entkommen. Aufgrund dessen, dass wir immer dreistündige Seminare und Workshops hatten, kam es mir bis zuletzt so vor, als wäre ich nur am Essen, weil es immer in der Pause bzw. vor und nach dem Programm Essen gab.

Weltsaal im Auswärtigen Amt

An den Workshops mochte ich besonders, dass man aus einer großen Liste einen selbst wählen konnte. So war garantiert, dass das Thema, mit dem man sich für drei Stunden beschäftigen sollte, auch wirklich interessant für einen selbst war. Spannend fand ich vor allem den Workshop zu UNESCO-Themen (meine Wahl: Immaterielles Kulturerbe) und einen anderen namens „Macht und Körpersprache“. Im ersten ging es vor allem darum, welche verschiedenen Kulturerben die Länder haben. Es war echt überraschend teilweise zu sehen, welche Bräuche und traditionellen Tänze, Gesänge oder Handlungen im Allgemeinen zum Kulturerbe ernannt wurden. Selbst die deutschen immateriellen Kulturerben waren mir davor nicht bewusst!

Wer Lust hat, darüber mehr zu erfahren, kann gerne auf der Website, die verlinkt ist, stöbern:

https://ich.unesco.org/en/lists?text=&type[]=00002&multinational=3&display1=inscriptionID#tabs

 

Im anderen Workshop haben wir uns vor allem mit der Körpersprache beschäftigt und wie man Macht über jemand anderen mit dieser ausdrücken kann. Auch haben wir nochmal von uns gefürchtete mit Macht verbundene Szenen in unserem zukünftigen Alltag nachgestellt, wie wir uns vorstellen, wie diese ablaufen. Gut fand ich daran, dass wir gemeinsam nach Lösungen gesucht haben, um die Situationen zu klären.

An Tag 9 gab es dann noch eine große Abschlussparty, für die im Vorhinein durch zahlreiche lustige Memes überall auf dem Gelände Werbung gemacht wurde. Die Party war echt cool und es konnten sogar die Freiwilligen selbst auflegen! Ob die Party allerdings die Abende, die wir Sherlock guckend in der Homezone verbracht haben, getoppt hat, ist nicht gewiss.

Was jedoch ganz gewiss ist, ist, dass das Vorbereitungsseminar oft interessant war und zum Vernetzen der Freiwilligen untereinander wirklich viel gebracht hat! Auch die Themen der Workshops waren gut gewählt und haben mir persönlich oft viel Spaß gemacht oder mich zum Nachdenken angeregt. Natürlich war die Vorbereitung immer eher theoretisch, aber genau deswegen gehen wir ja jetzt in die Welt, um unsere eigenen praktischen Erfahrungen zu machen.

Ein paar Sachen gäbe es da jetzt schon zu erzählen…

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