{"id":56,"date":"2018-01-07T13:36:09","date_gmt":"2018-01-07T12:36:09","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/annikainbosnien\/?p=56"},"modified":"2018-01-07T13:36:09","modified_gmt":"2018-01-07T12:36:09","slug":"warum-gehe-ich-nach-bosnien-und-herzegowina","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/annikainbosnien\/2018\/01\/07\/warum-gehe-ich-nach-bosnien-und-herzegowina\/","title":{"rendered":"Warum gehe ich nach Bosnien und Herzegowina?"},"content":{"rendered":"<p>Hallo liebe LeserInnen,<\/p>\n<p>ich freue mich sehr dar\u00fcber, nun endlich diesen Blog starten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Vorfreude steigt weiter, denn in etwas mehr als zwei Monaten bin ich schon in Bosanska Krupa, einer Kleinstadt im Nordwesten Bosnien-Herzegowinas.<\/p>\n<p>Einige LeserInnen kennen mich vielleicht pers\u00f6nlich, andere sind zuf\u00e4llig darauf gesto\u00dfen und wieder andere werden dies sp\u00e4ter lesen, weil sie sich entweder bei kulturweit bewerben wollen oder dies schon getan haben und nach Informationen suchen. Ich hoffe, dass ich allen irgendwie gerecht werden kann. :)<\/p>\n<p>In den letzten Wochen bin ich immer wieder gefragt worden, warum genau ich denn jetzt eigentlich nach Bosnien gehe, das sei ja schon eher ungew\u00f6hnlich. Deswegen erz\u00e4hle ich erst einmal, wie es dazu gekommen ist. Alles begann im April 2017, als ich langsam anfing mir Gedanken zu machen, was ich denn nach der Schule machen will. Um mich herum bekamen einige langsam Panik, weil viele mit 18 Jahren nicht genau wussten, was sie wollten und wieder andere hatten schon einen genauen Plan. F\u00fcr mich stand schon seit der 6. Klasse fest, dass ich nach dem Abitur f\u00fcr eine l\u00e4ngere Zeit ins Ausland will. Aber wie genau war das zu realisieren? Ich begann stundenlang im Internet nach M\u00f6glichkeiten zu suchen und war von der Flut an Informationen \u00fcberw\u00e4ltigt. Doch die Internetseite vom Freiwilligendienst kulturweit der Deutschen UNESCO-Kommission stach am meisten hervor und so kam eines zum anderen. Mitte April bewarb ich mich bei kulturweit, Anfang Juni bekam ich die Antwort, dass meine Bewerbung gepr\u00fcft wurde und meine Unterlagen ausgew\u00e4hlt wurden, um an die Partnerorganisation des Goethe-Instituts weitergeleitet zu werden. Dies hie\u00df aber nat\u00fcrlich noch nicht, dass ich angenommen war, schlie\u00dflich gab es jetzt das zweite Auswahlverfahren und uns wurde mitgeteilt, dass sich, falls Interesse besteht, die zust\u00e4ndigen Goethe-Institute von verschiedenen L\u00e4ndern bei uns melden w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Ich muss ehrlich zugeben, dass ich, als Ende Juni die E-Mail mit der Einladung zum Telefoninterview vom Goethe Institut Sarajevo kam, erstmal kurz schlucken musste. Bosnien und Herzegowina klang f\u00fcr mich nicht gerade spannend, wenn man sich die Liste anguckt mit allen L\u00e4ndern, in denen das Goethe-Institut Partnerschulen hat. Mein Traum war es gewesen, in ein afrikanisches Land zu gehen, also weit weg von Deutschland. Ich habe erst \u00fcberlegt abzusagen, da ich panische Angst vor einem Telefoninterview hatte. Doch dann habe ich es mir anders \u00fcberlegt. War das nicht eine einmalige Chance? W\u00fcrde ich es nicht bereuen, wenn ich ablehne?\u00a0 War es nicht das, das ich schon immer gewollt hatte? Meine Neugier siegte und ich entschloss mich, die Einladung zum Telefoninterview anzunehmen. Es kam alles anders als gedacht, das Telefon-Interview verlief gut und am 15. August kam das Platzangebot f\u00fcr das Gymasium \u201eJU Op\u0107a gimnazija Bosanska Krupa\u201c.<\/p>\n<p>Da ich das auch immer \u00f6fter gefragt wurde: Man wird von dem Goethe-Institut eines einzigen Landes angeschrieben, man kann sich nicht das Land, die Stadt oder die Schule aussuchen (abgesehen von den Pr\u00e4ferenzen bez\u00fcglich der Regionen wie \u201eAfrika\u201c oder \u201eS\u00fcdostasien\u201c bei der Bewerbung) und man bekommt ein einziges Angebot, welches man annehmen oder ablehnen kann. Ist das etwas Schlimmes? Absolut nicht, schlie\u00dflich macht das den ganzen Auswahlprozess einfacher und au\u00dferdem bekomme ich, so wie Freiwillige in Deutschland, von kulturweit monatlich finanzielle Unterst\u00fctzung, zum Beispiel f\u00fcr meine Wohnung. Zus\u00e4tzlich bekommen wir finanzielle Unterst\u00fctzung bei der Reise dorthin, beim Sprachkurs und vieles mehr, was ich sehr zu sch\u00e4tzen wei\u00df. Ich freue mich sehr darauf, nach Bosanska Krupa zu kommen und ich bin dankbar, dass kulturweit mir das erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>Was genau werde ich am Gymnasium in Bosanska Krupa machen? Ich werde eigentlich genau das machen, das deutsche Freiwillige auch an Schulen machen. Mein Einsatzbereich wird nat\u00fcrlich mit dem Deutschunterricht der Sch\u00fcler zu tun haben. Wie genau das aussehen wird, wei\u00df ich nat\u00fcrlich noch nicht, aber eventuelle M\u00f6glichkeiten sind (wie mir von einer Verantwortlichen des Goethe-Instituts Sarajevo mitgeteilt wurde): Vorbereitungen f\u00fcr die Stunden, Zusatzunterricht, Aussprachetraining, Projektunterricht, evtl. eine AG anbieten und die Deutschlehrerin des Gymnasiums bei allem unterst\u00fctzen. Als Muttersprachlerin ist man nat\u00fcrlich eine hilfreiche Ansprechpartnerin f\u00fcr die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler.<\/p>\n<p>Warum ich das hier erz\u00e4hle? Ich m\u00f6chte einen ehrlichen Blog schreiben und nichts vorspielen, da noch nicht viele Blogs von Freiwilligen, die nach Bosnien und Herzegowina gegangen sind, existieren. Ich habe gelernt, dass man sich erstmal \u00fcber Sachen informieren sollte, bevor man sich vorschnell eine Meinung bildet. Nat\u00fcrlich wusste ich das theoretisch schon vorher, aber das hat meine Augen nochmal ge\u00f6ffnet. Manchmal sind die unerwarteten Dinge die besten und manchmal muss man sich auf Dinge einlassen, auch wenn sie auf den ersten Blick nicht krass klingen. Versteht mich nicht falsch, Australien, Neuseeland, S\u00fcdafrika, etc. sind tolle L\u00e4nder und ich m\u00f6chte da auch nochmal hin, aber Bosnien und Herzegowina ist genauso sehenswert. Ja, Gro\u00dfst\u00e4dte haben ihren Reiz, aber auch Kleinst\u00e4dte sind cool und haben viele Vorteile, da einfach alles etwas pers\u00f6nlicher ist. Im Weg steht immer die Angst, dass man etwas Besseres verpassen k\u00f6nnte, aber manchmal muss man Dinge einfach auf sich zukommen lassen.<\/p>\n<p>\u201eI learned that courage wasn\u2019t the absence of fear but the triumph over it. The brave man is not he who does not feel afraid, but he who conquers that fear.\u201d \u2013 Nelson Mandela<\/p>\n<p>Ich habe schon einige Ideen f\u00fcr zuk\u00fcnftige Blog Posts, also seid gespannt. :) \u00dcber Kommentare w\u00fcrde ich mich nat\u00fcrlich auch immer freuen.<\/p>\n<p>Bis bald,<\/p>\n<p>Annika<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hallo liebe LeserInnen, ich freue mich sehr dar\u00fcber, nun endlich diesen Blog starten zu k\u00f6nnen. Die Vorfreude steigt weiter, denn in etwas mehr als zwei Monaten bin ich schon in Bosanska Krupa, einer Kleinstadt im Nordwesten Bosnien-Herzegowinas. 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