{"id":195,"date":"2019-03-04T18:30:41","date_gmt":"2019-03-04T17:30:41","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/annikainbosnien\/?p=195"},"modified":"2019-03-04T18:30:41","modified_gmt":"2019-03-04T17:30:41","slug":"das-wars-dann-wohl","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/annikainbosnien\/2019\/03\/04\/das-wars-dann-wohl\/","title":{"rendered":"Das war&#8217;s dann wohl"},"content":{"rendered":"<p>Seit ein paar Tagen bin ich wieder zu Hause, das Nachbereitungsseminar ist seit dem 27.02. vorbei und ich wollte noch einen letzten Blogpost schreiben. Ich habe irgendwie nicht so regelm\u00e4\u00dfig Posts geschrieben, wie ich mir vorgenommen hatte, aber ich m\u00f6chte mich noch verabschieden. Das letzte Jahr kommt mir im Nachhinein lang und kurz zugleich vor, mit vielen schwierigen, aber auch vielen positiven Erfahrungen. Ich bin dankbar f\u00fcr alles, weil ich in der Zeit so unglaublich viel gelernt habe und ich bin froh, dass ich 12 Monate gemacht habe.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211; Hier ein Auszug aus meinem Reflexionsbogen, den ich kulturweit schicken sollte:<\/p>\n<p><strong>Welche Ihrer Erwartungen an den Freiwilligendienst haben sich erf\u00fcllt und welche nicht? Dies kann z.B. die T\u00e4tigkeiten\/Einsatzstelle, Lernerfahrung, transkulturelle Erfahrung oder pers\u00f6nliche Kontakte einbeziehen.<\/strong><\/p>\n<p>Meine Erwartungen an meine Einsatzstelle haben sich nahezu vollst\u00e4ndig erf\u00fcllt. Ich wurde viel mit einbezogen und von den Sch\u00fclern und meiner Ansprechperson sehr gut aufgenommen. Ich hatte meinen eigenen Aufgabenbereiche und hatte auch viel Verantwortung. Jedoch hatte ich mehr Arbeitszeit erwartet. Da es nur noch f\u00fcnf (als ich angefangen habe sechs) Klassen an der Schule gibt, war meine Stundenanzahl gering und ich sa\u00df leider viel zu Hause herum. Au\u00dferdem fiel es mir zu Anfang schwer Kontakte zu kn\u00fcpfen, da die Sch\u00fcler von 12:45 bis 18:40 Uhr in der Schule sa\u00dfen, w\u00e4hrend ich fr\u00fch zu Hause war. Das erste halbe Jahr habe ich mich oft einsam gef\u00fchlt, obwohl ich viel auf Leute zugegangen bin, aber die meisten hatten selten Zeit und die \u00e4lteren Sch\u00fcler waren mit dem Abitur und Zukunftsplanungen besch\u00e4ftigt. Das wurde in der zweiten H\u00e4lfte besser, als ich neue Freunde fand. An die bosnische Kultur habe ich mich nach und nach gew\u00f6hnt, habe aber defintiv die Kulturschockphasen durchlaufen. W\u00e4re meine Einsatzstelle nicht so toll gewesen, w\u00e4re es mir viel schlechter ergangen, weil die Arbeit in der Schule der einzige Lichtblick in meinem Alltag war. Ich hatte nicht erwartet, so einsam zu sein und Heimweh zu haben, aber es hat mir auch beigebracht, dass ich alles schaffen kann und alles mit der Zeit besser werden kann.<\/p>\n<p><strong>Was ist f\u00fcr Sie der gr\u00f6\u00dfte Gewinn Ihres Freiwilligendienstes? Denken Sie hier z.B. an den Erwerb von sozialen\/fachlichen F\u00e4higkeiten\/Kompetenzen, pers\u00f6nliche Erkenntnisse, transkulturelle Lernerfahrung oder berufliche Orientierung.<\/strong><\/p>\n<p>Der gr\u00f6\u00dfte Gewinn ist f\u00fcr mich der Anstieg meiner Selbstst\u00e4ndigkeit und meines Selbstbewusstseins. Dazu hat die Eigenverantwortung bei Projekten, das alleinige Reisen (zB zum Zwischenseminar), die Vorbereitung und Durchf\u00fchrung von Unterrichtseinheiten \/ einem A2 Kurs und meine erste eigene Wohnung beigetragen. Dank meines Freiwilligendienstes wei\u00df ich, dass ich Lehrerin werden m\u00f6chte, denn egal wie schlecht es mir ging, ich bin immer gerne in die Schule gegangen. &#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/p>\n<p><strong>Ganz kurz: Was ist im Januar und Februar noch passiert?<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>Mitte Januar bin ich mit dem Zug nach M\u00fcnchen, von dort aus mit zwei anderen &#8222;bosnischen&#8220; Freiwilligen nach Ljubljana. Dort waren wir ein paar Tage, haben uns die sch\u00f6ne Stadt angeguckt und zwei &#8222;slowenische&#8220; Freiwillige getroffen. Dann sind wir weiter nach Zagreb, wo wir gemeinsam mit zwei &#8222;kroatischen&#8220; Freiwilligen das Wochendene verbracht haben. Das war echt cool, besonders Ljubljana ist echt empfehlenswert.<\/li>\n<li>Die Schule ging nach den Winterferien am 28.01. wieder los, das hei\u00dft es blieben nur noch 3,5 Wochen bis ich endg\u00fcltig nach DE zur\u00fcck musste. Ich habe die Zeit versucht bestm\u00f6glich zu nutzen und mich viel mit meiner engsten Freundin vor Ort, Lejla, getroffen und das bosnische Essen genossen. Au\u00dferdem habe ich etwas mit den Sch\u00fclern f\u00fcr deren A2, B1, B2 und C1 Deutsch-Zertifikate ge\u00fcbt.<\/li>\n<li>Der letzte Schultag am 19.02. war echt komisch. Ich hatte alle f\u00fcnf Klassen an dem Tag und habe mich nacheinander von allen verabschiedet. Die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler waren total s\u00fc\u00df und ich habe von jeder Klasse ein Abschiedsgeschenk bekommen. Au\u00dferdem habe ich den SuS der Deutsch-AG als Abschiedsgeschenk jeweils eine ausgedruckte Version unseres gemeinsam entwickelten Buchs geschenkt, inklusive einer pers\u00f6nlichen Widmung. Also ein sch\u00f6ner gemeinsamer Abschluss. :) An dem Tag hatte ich noch gar nicht realisiert, dass es wirklich mein letzter Gang zu dieser Schule war. Vor allem, weil man gef\u00fchlt mitten im Schuljahr herausgerissen wurde.<a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/annikainbosnien\/files\/2019\/03\/Amina-Cover.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-196\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/annikainbosnien\/files\/2019\/03\/Amina-Cover-300x424.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"424\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/annikainbosnien\/files\/2019\/03\/Amina-Cover-300x424.png 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/annikainbosnien\/files\/2019\/03\/Amina-Cover.png 724w, https:\/\/kulturweit.blog\/annikainbosnien\/files\/2019\/03\/Amina-Cover-1x1.png 1w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <em>Das ist das Cover meines Freiwilligenprojekts mit der Deutsch-AG, das Cover wurde gezeichnet von meiner Sch\u00fclerin Amina F. und die 26 SuS haben acht Geschichten geschrieben, ich habe mich um das Layout gek\u00fcmmert.<\/em><\/li>\n<li>Am 20.02. hatte ich den Tag Zeit, um zu packen und am 21.02. machte ich mich auf den Weg nach Hause. Ganz\u00a0 komisch!!!<\/li>\n<li>\u00a0Am 23.02. ging es dann zum Nachbereitungsseminar nach Berlin, etwas stressig. Das Seminar an sich war ganz cool, weil ich mit Leuten, die auch 12 Monate weg waren, in einer Homezone war. Das hei\u00dft wir waren alle noch komplett verwirrt und hatten noch nicht ganz realisiert, dass das Jahr echt vorbei ist. Auf dem Seminar hatten wir die Zeit runter- und anzukommen unx \u00fcber unsere Erfahrungen zu reden, das war echt gut. Ich glaube es w\u00e4re komisch gewesen, direkt zum Alltag her\u00fcber zu gehen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Okay, das war&#8217;s dann wohl mit meinem letzten Blogpost, denn jetzt gehe ich tats\u00e4chlich zu meinem Alltag \u00fcber. Falls irgendein zuk\u00fcnftiger &#8222;bosnischer&#8220; Freiwilliger das hier liest und Fragen hat, kann der\/diejenige gerne einen Kommentar hinterlassen, dann komme ich auf euch zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Danke an alle, die meine Blogposts tats\u00e4chlich gelesen haben.<\/p>\n<p>Bis dann, Annika :)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit ein paar Tagen bin ich wieder zu Hause, das Nachbereitungsseminar ist seit dem 27.02. vorbei und ich wollte noch einen letzten Blogpost schreiben. Ich habe irgendwie nicht so regelm\u00e4\u00dfig Posts geschrieben, wie ich mir vorgenommen hatte, aber ich m\u00f6chte mich noch verabschieden. 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