{"id":98,"date":"2012-12-13T07:14:05","date_gmt":"2012-12-13T06:14:05","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/annagoestobollywood\/?p=98"},"modified":"2013-11-13T17:34:02","modified_gmt":"2013-11-13T16:34:02","slug":"bunt-bunter-vorweihnachtszeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/annagoestobollywood\/2012\/12\/13\/bunt-bunter-vorweihnachtszeit\/","title":{"rendered":"Bunt, bunter, Vorweihnachtszeit"},"content":{"rendered":"<p>Vannakam,<\/p>\n<p>es weihnachtet schon sehr in Chennai und zwar auf die schrill-bunte Art. Dort, wo vor zwei Wochen noch Feuerwerksk\u00f6rper und Diwalizubeh\u00f6r verkauft wurden, gibt es jetzt Weihnachtskitsch vom Feinsten: Quietschbunte Plastikkrippen, Weihnachtsgirlanden, die an der Reeperbahn ganzj\u00e4hrig als K\u00f6rperschmuck dienen k\u00f6nnten und all den anderen Weihnachtsschmuck, den man auch aus westlichen Gefilden kennt. Nur halt alles aus Plastik. Nat\u00fcrlich darf auch der Polyethylenchristbaum in keinem Gesch\u00e4ft fehlen. Die Kirchen sind vor diesem bunten Schmuck ebenso wenig sicher und so werden Schn\u00fcre mit riesigen bunten Weihnachtssternen vom Kirchturm bis zum Boden gespannt. Halleluhja.<\/p>\n<p>In meinem B\u00fcro wird es ebenfalls von Tag zu Tag weihnachtlicher. Zuerst stand da nur mein Adventskalender, den mir meinen Mama geschickt hat, auf dem Schreibtisch. Doch nur kurze Zeit sp\u00e4ter haben Melani (die neue Praktikantin) und ich schon Haken in die Wand geh\u00e4mmert. Girlanden mit Schmuck beh\u00e4ngt und ein kleines nadelbaum\u00e4hnliches Etwas vor der T\u00fcr geschm\u00fcckt. Leider hatten wir an diesem Punkt kaum noch Schmuck , weshalb das kleine B\u00e4umchen im Garten des GI ein bisschen armselige\u00a0 in der Gegend rumsteht. Immerhin leuchtet es ab Sonnenuntergang im Takt der Autohupen. Seit dem Nikolaustag gibt es nun sogar in jedem B\u00fcro einen selbstgebastelten Adventskalender mit Bonbons.<\/p>\n<div id=\"attachment_109\" style=\"width: 944px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/annagoestobollywood\/files\/2012\/12\/Krippe.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-109\" class=\" wp-image-109\" alt=\"\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/annagoestobollywood\/files\/2012\/12\/Krippe.jpg\" width=\"934\" height=\"583\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/annagoestobollywood\/files\/2012\/12\/Krippe.jpg 1024w, https:\/\/kulturweit.blog\/annagoestobollywood\/files\/2012\/12\/Krippe-300x186.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 934px) 100vw, 934px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-109\" class=\"wp-caption-text\">Krippe auf indisch<br \/>Bild von http:\/\/chennaiplus.net\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/DSC00847.jpg<\/p><\/div>\n<p>Die vergangenen zwei Samstage habe ich mich mit den Sprachsch\u00fclern des GI getroffen und deutsche Weihnachtslieder einstudiert. Besonderen Gefallen haben sie an <em>Klinggl\u00f6ckchen Klingelingeling<\/em> gefunden. Und auch ich habe noch Neues gelernt, zum Beispiel, dass <em>Schneefl\u00f6ckchen Wei\u00dfr\u00f6ckchen<\/em> tats\u00e4chlich vier Strophen hat (mir waren nur zwei bekannt) und dass von den deutschen \u00dcbersetzungen von <em>Jingle Bells<\/em> eine Version schmalziger ist als die andere.\u00a0 Ihr seht, ich bin in bester Weihnachtsstimmung, mehr noch als ich vermutlich in Deutschland w\u00e4re. Allein Pl\u00e4tzchen, Lebkuchen und Gl\u00fchwein fehlen mir zu meinem Gl\u00fcck.<\/p>\n<p>Vor einer Woche war der deutsche Regisseur Walter Steffen zu Besuch und hat im GI seinen Dokumentarfilm <em>M\u00fcnchen in India<\/em> vorgestellt. Darin geht es um einen deutschen K\u00fcnstler, der in der Zeit des zweiten Weltkriegs indische Maharajas portraitiert hat. Im Januar l\u00e4uft dieser Film in den deutschen Kinos an &#8211; lohnt sich auf alle F\u00e4lle reinzugehen! So genug die Werbetrommel ger\u00fcht. Auf was ich eigentlich hinaus wollte ist folgendes: Ich habe den Regisseur und seine Frau zu einem Ausflug nach Mamallapuram begleitet. Wir waren gerade auf dem Weg zu einem der Tempel als wir eine Gruppe indischer Sch\u00fcler (200 an der Zahl) getroffen haben. Innerhalb weniger Sekunden wurde ich von einer Menschentraube aus Sch\u00fclern umzingelt. Und dann ging es los: Jeder wollte mir die Hand sch\u00fctteln (und das nicht nur einmal), jeder wollte wissen wie ich hei\u00dfe und woher ich komme und manche haben sogar meinen Arm gestreichelt (vermutlich um zu testen, ob sich wei\u00dfe Haut anders anf\u00fchlt). Nebenbei habe ich f\u00fcr einen der Lehrer in die Kamera gegrinst und Fotos von mir mit seinen zahllosen Kindern gemacht hat. Irgendwie habe ich es dann aber doch geschafft mich aus dem Menschenbad zu befreien. Nat\u00fcrlich nicht ohne der H\u00e4lfte der Kinder noch einmal die Hand zu sch\u00fctteln und auf Wiedersehn zu sagen. Nach diesem Erlebnis kann ich definitiv behaupten: Ich war mitten in Indien.<\/p>\n<p>So viel erstmal wieder von mir. Ich freue mich nat\u00fcrlich wieder riesig, wenn ihr f\u00fcr diesen Artikel abstimmt (und auch f\u00fcr die vorherigen, falls ihr das noch nicht gemacht habt).<\/p>\n<p>Bald schon, bald melde ich mich wieder.<\/p>\n<p>Parkalam, eure Anna<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vannakam, es weihnachtet schon sehr in Chennai und zwar auf die schrill-bunte Art. Dort, wo vor zwei Wochen noch Feuerwerksk\u00f6rper und Diwalizubeh\u00f6r verkauft wurden, gibt es jetzt Weihnachtskitsch vom Feinsten: Quietschbunte Plastikkrippen, Weihnachtsgirlanden, die an der Reeperbahn ganzj\u00e4hrig als K\u00f6rperschmuck dienen k\u00f6nnten und all den anderen Weihnachtsschmuck, den man auch aus westlichen Gefilden kennt. 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