{"id":560,"date":"2011-12-22T17:42:38","date_gmt":"2011-12-22T16:42:38","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/allesclaercheninchina\/?p=560"},"modified":"2011-12-28T04:50:18","modified_gmt":"2011-12-28T03:50:18","slug":"europa-in-visier","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/allesclaercheninchina\/2011\/12\/22\/europa-in-visier\/","title":{"rendered":"Europa im Visier"},"content":{"rendered":"<h2>&#8230; bei der diesj\u00e4hrigen Cultural Week, veranstaltet von der Fremdsprachenfakult\u00e4t in Franz\u00f6sisch, Spanisch und Deutsch!<\/h2>\n<p><em>Meine Damen und Herren, das Programm liest sich wie folgt:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li>\n<h1>MONTAG<br \/>\nspanisches Kartenspielen<br \/>\nPain perdu backen<\/h1>\n<\/li>\n<li>\n<h1>DIENSTAG<br \/>\ndeutsche Pl\u00e4tzchen backen<br \/>\nGoodbye, Lenin (deutsche Wiedervereinigung, ein Spielfilm)<br \/>\nFlamenco-Kleid basteln &amp; tanzen<\/h1>\n<\/li>\n<li>\n<h1>MITTWOCH<br \/>\nengl. Synchronisationswettbewerb<\/h1>\n<\/li>\n<li>\n<h1>DONNERSTAG<br \/>\nspanisches Kartenspiel<br \/>\nDer Gl\u00f6ckner von Notre Dame (franz\u00f6sischer Musicalfilm)<br \/>\nAschenputtel (Theaterst\u00fcck)<br \/>\nDeutschlandquiz<\/h1>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Na, hat dieses Programm Appetit auf mehr gemacht?<br \/>\nDann kommt jetzt zu Tisch!<\/em><\/p>\n<p>&#8230; Ich war ja ganz froh, dass es Montag noch nicht gleich mit einem deutschen Programmpunkt losging, denn es gab noch einiges zu tun. Zwar hatte ich Sonntag schon ein bisschen vorgearbeitet, aber trotzdem dauerte es eine Weile, um auf den Stand der Dinge zu kommen und die ganze Kleinstarbeit zu meistern.<br \/>\nAlso entwarf ich Montag ein paar Siegerurkunden f\u00fcr den Wettbewerb und Teilnehmerurkunden f\u00fcr das Theaterst\u00fcck, und vergewisserte mich, dass alle Backutensilien f\u00fcr den Dienstag an Ort und Stelle waren.<br \/>\nAbends sah ich kurz der franz\u00f6sischen Aktivit\u00e4t zu, pain perdu herzustellen. Dazu tunkt man, wenn ich das richtig verstanden habe, Brot (gab es nicht, nur Sandwich) in Ei, Milch, Zucker und Zimt (letzteres gab es nicht) und br\u00e4t das Ganze dann in Butter an.<br \/>\nEs stellte sich heraus, dass das Toastbrot, das verwendet wurde, eigentlich als UNSER Sandwich am n\u00e4chsten Tage fungieren sollte, aber naja. Wurde halt &#8222;sozialisiert&#8220;.<br \/>\nIch blieb nicht bis zum Schluss, weil ich mit Leah, der chinesischen Amerikanischlehrerin in unsere Sporthalle zum Badminton spielen ging! F\u00fcr \u00fcber eine Stunde! Jawoll! Endlich! Nach einem Jahr&#8230; hab ich mich dem Sport wieder angen\u00e4hert! Es war toll \ud83d\ude00 Und teilweise richtig anstrengend! Tja, und ich merks auch immer noch&#8230;.. \ud83d\ude00<\/p>\n<p><em><\/em>Dienstag hie\u00df es: Backen in der Mensa. Wir brauchten nur Eier, Mehl, Butter und Zucker f\u00fcr den Teig, aber, bei den Eiern, da hats gehapert. Wir hatten viel zu wenig. Der Teig war sehr mehlig. Also lief Ilona los und ging buchst\u00e4blich an der T\u00fcr betteln. Sie hat bei vielen Lehrern geklopft, und tats\u00e4chlich einiges gesammelt! Die liebe Mensa steuerte dann denn gr\u00f6\u00dften Teil bei. Leider \u00fcbertrieben es die Sch\u00fcler dann mit den Eiern, sodass wir einen \u00e4u\u00dferst klebrigen, gelben Teig hatten. Den stellten wir dann f\u00fcr eine halbe Stunde in den K\u00fchlschrank, und w\u00e4hrenddessen gab es K\u00e4sesandwiches mit Gurke und Tomate. Naja, jedenfalls die restlichen Toasts, die von den Kochversuchen der Franzosen noch \u00fcbrig geblieben waren&#8230; jedenfalls war es ebenso zu wenig. Der Kakao, den wir verteilen wollten &#8211; auch zu wenig. Aber alle nahmen es mit Humor.<br \/>\nJedenfalls hatte sich der Teig im K\u00fchlschrank nicht gro\u00dfartig ver\u00e4ndert.<br \/>\nUnd so klecksten wir jeder Gruppe einen Batzen Teig aufs Backblech, beim Ausrollen blieb alles an der Backrolle h\u00e4ngen, und der Teig war so klebrig, dass man die Vielzahl der Backf\u00f6rmchen, die wir extra noch im Internet bestellt hatten, nicht richtig einsetzen konnte, weil die Formen sofort wieder an Form verloren, wenn man es schaffte, das F\u00f6rmchen vom Teig zu trennen! So war das Meiste ziemlich formlos auf dem Weg in den Backofen. Die Sch\u00fcler a\u00dfen derweil zu Abend, war ja auch an der Zeit inzwischen, und bestaunten dann die unterschiedlichen Ergebnisse ihrer Backk\u00fcnste. Einige stachen nachtr\u00e4glich noch Formen aus und verzierten sie dann mit dem Zuckerguss, der hervorragend unter beachtlicher Zubereitungsmithilfe der Sch\u00fcler gelang, und bunten Streuseln. Die Pl\u00e4tzchen schmeckten ganz unterschiedlich: Eine Gruppe buk sogar welche, deren Geschmack hatte was von Russisch Brot! Es hat allen viel Spa\u00df gemacht, und obwohl das Ergebnis nicht unbedingt Pl\u00e4tzchen hei\u00dfen d\u00fcrfte, war es doch lecker!<br \/>\nZur gleichen Zeit zeigte Ralf in einem gro\u00dfen Saal den Film &#8222;Goodbye, Lenin&#8220;.<br \/>\nLeti bastelte mit ihren Sch\u00fclern Flamenco-Kleider und brachte ihnen den Tanz bei.<br \/>\nAbends feierten wir den Geburtstag einer Kollegin, also, Alex (Franz\u00f6sischlehrer), Ilona und ich brachten Pl\u00e4tzchen vorbei, und dann beschlossen pl\u00f6tzlich noch drei Kollegen und das Geburtstagskind, im D\u00f6rfchen essen und Bier trinken zu gehen.<br \/>\nEs war ein sehr lehrreicher Abend, weil wirklich Chinesisch gesprochen wurde.<\/p>\n<p>Mittwoch bekam ich von den Aktivit\u00e4ten nichts mit, weil ich nachmittags nach Guangzhou reinfuhr, um noch ein paar Besorgungen zu machen.<br \/>\nUnd heute, am Donnerstag, den 22. Dezember, ist das wichtigste Fest der Kantonesen: Winteranfang. Zur Feier des Tages gab es in der Mensa Tang Yuan, das sind Reisb\u00e4lle mit Sesampaste gef\u00fcllt. Au\u00dferdem gab es heute eine riesige Auswahl von wirklich allen m\u00f6glichen k\u00f6stlichen Gerichten, und sogar beim Nachtmahl (21.30h), wo ich mal ausnahmsweise mit Chika und Nordan vorbeischneite, \u00fcberschlug man sich.<br \/>\nDoch zuvor gab es noch jede Menge Programm und Vorbereitungsarbeit.<br \/>\nIlona und ich dekorierten so ziemlich den ganzen Tag lang den einen Saal mit Girlanden und Luftballons, sogar ein Weihnachtsbaum wurde noch geliefert. Also, ein &#8222;Weihnachtsbaum&#8220;. Es handelte sich hierbei um einen liebevoll einzelnd umwickelten Drahtbaum, dessen &#8222;Zweige&#8220; man dementsprechend m\u00fchelos in alle Richtungen ziehen konnte. Trotzdem, das Ergebnis konnte sich sehen lassen!<br \/>\nDas Theaterst\u00fcck war wirklich lustig (Aschenputtel kommt zur &#8222;Party&#8220; des Prinzen, er sieht sie, fragt: &#8222;Magst du Fu\u00dfball?&#8220; Sie sagt: &#8222;Ja, FC Bayern M\u00fcnchen, Thomas M\u00fcller&#8230;&#8220; Er freut sich.) Man sieht, auch mit wenig Wortschatz kann man tolle Geschichten erz\u00e4hlen. Trotzdem lief einiges schief, der Prinz verpasste einmal seinen Auftritt, oder einige der tollen Requisiten wurden gar nicht genutzt &#8211; aber alle hatten Spa\u00df, und das ist ja das Wichtigste. Meine Aufgabe dabei war es, die Kinder an ihren Text zu erinnern und rechtzeitig in den Saal hineinzuschicken. Au\u00dferdem brauchte Aschenputtel in letzter Minute noch ihren Wischmopp, zum Putzen. Klar, auch den hab ich noch organisier.<br \/>\nDirekt im Anschluss war das Deutschlandquiz f\u00fcr mehrere angemeldete Gruppen. Ich hatte eine Powerpoint-Pr\u00e4sentation vorbereitet mit 30 Fragen, die ich vorlas und Georg, ein Sch\u00fcler mit deutschem Vater, \u00fcbersetzte sie dann. Die Gruppen schrieben ihre Antwort auf einen Zettel, und Ilona sammelte diese ein.<br \/>\nDie Auswertung l\u00e4uft derzeit.<br \/>\nAuch dieses Spiel fand guten Anklang, &#8211; und die Gummib\u00e4rchen zum Naschen f\u00fcr das Publikum waren sofort weg.<br \/>\nWir hatten sogar Besuch vom Deutschen Konsulat, stellte ich sp\u00e4ter fest.<br \/>\nAu\u00dferdem spielte Leti heute nochmal Karten mit ihren Sch\u00fclern, und die Franz\u00f6sischlehrer zeigten eine Musicalversion des &#8222;Gl\u00f6ckners von Notre Dame&#8220;.<br \/>\nAbends begab ich mich dann auf ungewohnte Pfade: Ich begleitete Chika und Nordan zum Taiji-Kurs in Jinzhou! &#8230; Es dauerte etwas, bis ich mich an die Bewegungsabl\u00e4ufe gew\u00f6hnt hatte, und es ist auch wirklich nicht so meins&#8230;. Aber das liegt vielleicht auch daran, dass ich wirklich unbeweglich geworden bin und eingerostet.<br \/>\nDanach kaufte ich endlich meine Pomelo (eine Frucht), die ich ja seit Shanghai verg\u00f6ttere.<br \/>\nTja, und als letzte Tat wurde noch einmal richtig beim Nachtmahl reingehauen, von dem ich vorhin sprach! Es war wieder sehr gem\u00fctlich mit Chika und Nordan, obwohl der Wind uns ganz sch\u00f6n um die Ohren pfiff. Tut er immer noch, hier, in meinem K\u00e4mmerlein.<br \/>\nBrrr, jetzt packe ich noch schnell die Sachen f\u00fcr das Wochenende bei Franzi, und dann ist mein Tagewerk vollbracht!<\/p>\n<p><strong>Liebe Leute, ich bedanke mich an dieser Stelle f\u00fcr eure Aufmerksamkeit, und dass ihr mir so lange die Treue haltet&#8230; und w\u00fcnsche euch jetzt schon ein Frohes Fest mit denen, die ihr liebt! Das ist extrem kostbar!<br \/>\nLasst es euch gut gehen, und n\u00e4chste Woche berichte ich euch von meinem. Genie\u00dft die Feiertage, Gl\u00fchwein gibt&#8217;s doch nur einmal im Jahr, und<br \/>\nFR\u00d6HLICHE WEIHNACHTEN!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230; bei der diesj\u00e4hrigen Cultural Week, veranstaltet von der Fremdsprachenfakult\u00e4t in Franz\u00f6sisch, Spanisch und Deutsch! Meine Damen und Herren, das Programm liest sich wie folgt: MONTAG spanisches Kartenspielen Pain perdu backen DIENSTAG deutsche Pl\u00e4tzchen backen Goodbye, Lenin (deutsche Wiedervereinigung, ein &hellip; <a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/allesclaercheninchina\/2011\/12\/22\/europa-in-visier\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":595,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24358],"tags":[],"class_list":["post-560","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wahrenddessen"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/allesclaercheninchina\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/560"}],"collection":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/allesclaercheninchina\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/allesclaercheninchina\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/allesclaercheninchina\/wp-json\/wp\/v2\/users\/595"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/allesclaercheninchina\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=560"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/allesclaercheninchina\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/560\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":566,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/allesclaercheninchina\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/560\/revisions\/566"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/allesclaercheninchina\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=560"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/allesclaercheninchina\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=560"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/allesclaercheninchina\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=560"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}