{"id":493,"date":"2011-11-25T18:29:53","date_gmt":"2011-11-25T17:29:53","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/allesclaercheninchina\/?p=493"},"modified":"2011-11-28T07:28:31","modified_gmt":"2011-11-28T06:28:31","slug":"ruck-und-ausblick","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/allesclaercheninchina\/2011\/11\/25\/ruck-und-ausblick\/","title":{"rendered":"R\u00fcck- und Ausblick"},"content":{"rendered":"<h2>Nennt man das Zwischenbilanz?<\/h2>\n<p>Die Tage flie\u00dfen ineinander, die Zeit verrinnt. Es sind nur noch drei Monate, bis ich wieder in Deutschland lande!<\/p>\n<p>Vor einer Woche, also am Freitag, dem 18., habe ich mit Franzi und Alex nochmal meinen Geburtstag nachgefeiert. Wieso kommt mir das schon wieder vor, als w\u00e4ren Monate ins Land gegangen? &#8211; Ich hatte zum ersten Mal den kostenlosen und bequemen Transportweg gew\u00e4hlt, den Lehrerbus. Der f\u00e4hrt vom Schulhaupttor direkt bis in eines der Zentren Guangzhous: Tiyu Xilu. Doch anstatt wie versprochen um 17h, fuhren wir letztendlich erst mehr als eine Dreiviertelstunde sp\u00e4ter los. Die Scheiben waren wegen dem sehr dichten Nieselregen sehr beschlagen und die Luft stand im Bus.<br \/>\nDurch den sp\u00e4ten Start und das schlechte Wetter nahm der Verkehr in die Millionenstadt Guangzhou auch stetig zu, und deshalb erreichten wir Tiyu Xilu dann erst dreimal so sp\u00e4t.<\/p>\n<p>Dort angekommen eilte ich in die T-Mall, lie\u00dfen die chinesischen Zeichen in den sms von meiner lieben Gu Yihan doch verlauten, dass ihr Freund Michael gewaltigen Hunger litt und dringend schon mal etwas zwischen die Kiemen brauchte. Als Dank daf\u00fcr, dass ich ihr das Klavierbuch f\u00fcr ihre Schwester noch mit in die Stadt gebracht hatte, wollte sie mich zum Essen einladen. Letztendlich war dann Michael der Scheinwerfer.<\/p>\n<p>Es wurde jedenfalls viel sp\u00e4ter als geplant, sodass meine armen zwei Mitfreiwilligen sehr lange auf mich warten mussten. Die liebe Franzi hatte mir einen Schlafplatz in ihrer Wohnung angeboten, also brachte ich meinen Rucksack dort schon einmal unter, und dann trafen wir Alex an der Haltestelle Changgang. Zun\u00e4chst zog es uns mal wieder in unsere altbekannte Winebar am Pearl River, dann machten wir kurze Bekanntschaft mit einem Nachtclub (aus Versehen, wirklich), und gingen letztendlich ins sun&#8217;s, eine &#8222;Disko&#8220;, wie man so sagt. Die Adresse hatte Chika f\u00fcr uns parat &#8211; die eigentlich auch mitgegangen w\u00e4re.<br \/>\nEs war wieder ein netter Abend, und ich fiel todm\u00fcde in Franzis Bett.<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Morgen begann viel zu fr\u00fch&#8230; Franzi wollte nach Hong Kong, ihren Freund besuchen. Wir p\u00fcrierten uns einen wundervollen Kiwi-Banane-Birne-Apfel-Joghurt-Smoothie zum Fr\u00fchst\u00fcck &#8211; und dann kam ein kleiner Schock. Es stellte sich heraus, dass Franzis Mitbewohnerin ihre Schuhe entsorgt hatte, weil sie in der N\u00e4he des M\u00fclleimers standen \ud83d\ude09 Es war nur so&#8230; Dies waren ihre einzigen flachen Schuhe, und wie gesagt, sie wollte nach Hong Kong. Also fand kurzerhand ein kleiner Schuhtausch statt. Claras Turnschuhe (42) wurden zu Franzis, Franzis Heels (40) wurden zu Claras Folterinstrumenten. Aber es war ja nur f\u00fcr den Heimweg. Autsch! \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Am Dienstag konnte ich sie ihr aber freudestrahlend schon wiedergeben. Es erreichte mich n\u00e4mlich ein Notruf der besonderen Art. Man stelle sich Clara vor, fr\u00f6hlich-vertr\u00e4umt von der Mittagspause wieder ins B\u00fcro kehrend&#8230; Pl\u00f6tzlich piepst ihr QQ (ein Chatprogramm) &#8211; Franzi: &#8222;Du, wir kaufen heute die Zugtickets f\u00fcr das Zwischenseminar nach Hangzhou. Wir brauchen deinen Reisepass und noch irgendeinen anderen, damit wir f\u00fcr Nuri auch ein Ticket kaufen k\u00f6nnen. Kannst du mal Leti oder so fragen und sofort kommen?&#8220;<br \/>\nLeti hinterher gerannt, die war schon mit einem Fu\u00df in ihrer Klasse, tats\u00e4chlich ihren Reisepass bekommen, ins Zimmer gehetzt, Geld und Schuhe geholt, Taxi gerufen &#8211; und hey! Ich war tats\u00e4chlich eine Viertelstunde sp\u00e4ter schon in der U-Bahn, ich h\u00e4tte es nicht f\u00fcr m\u00f6glich gehalten! Am Bahnhof angekommen stellte sich dann jedoch heraus, dass man die Tickets nicht erst 10 Tage im Voraus kaufen konnte, sondern erst 5 Tage!<br \/>\nAnstatt Frust zu blasen, dieser Aufwand ganz umsonst, machten wir uns kurzerhand einen sch\u00f6nen Abend in einem Hunan-Restaurant. Es wurde viel mit Chili, aber auch da nur mit Wasser gekocht. Die Gespr\u00e4che waren interessant und lang.<\/p>\n<p>Ansonsten war die Woche eine f\u00fcr den Kopf. Es galt viel nachzudenken und zu planen.<br \/>\nDer Adventskalender geht in die letzte Runde: Es sind zwar schon viele sehr sch\u00f6ne, handgemachte Geschenke eingetrudelt, aber es fehlen auch noch einige. Au\u00dferdem brauche ich wirklich Hilfe bei der Zuordnung, da ich mich immer noch sehr schwer tue mit der chinesischen Handschrift \ud83d\ude42 und den chinesischen Namen.<br \/>\nDoch Mittwoch ist definitiv der letzte Tag zum Abgeben, denn am Donnerstag ist ja schon der 1. Dezember! Am Wochenende werden Gu Yihan und ich uns nach Leinen oder Schn\u00fcren umschauen, an die wir die Geschenke dann binden wollen.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem habe ich diese Woche erfahren, dass ich nicht nur zu einem Seminar \u00e0 5 Tagen aufbrechen werde, sondern gleich f\u00fcr zwei Seminare \u00e0 5 Tage.<br \/>\nDas erste steht ja schon seit geraumer Zeit fest, das Zwischenseminar des Freiwilligendienstes in Hangzhou, f\u00fcr alle Freiwilligen aus China (18) und der Mongolei (2). Doch im Anschluss daran soll jetzt auch noch, jawoll, ein Vorbereitungsseminar vom Goethe-Institut in Shanghai stattfinden f\u00fcr alle Freiwilligen und Deutsch-Assistenten, die im Goethe-Institut oder an PASCH-Schulen arbeiten, wie ich. Das sind dann immer noch 10 Leute. Also bin ich insgesamt 2 Wochen inkl. 3 Wochenenden nicht hier an der Schule.<\/p>\n<p>Das bedeutet wiederum ETWAS Stress, weil somit die Deutschwoche direkt stattfinden wird, wenn ich aus Shanghai wiederkommen werde. Damit entfallen zwei Wochen Probezeit, Zeit zum Einstudieren und Zeit zum Vorbereiten.<br \/>\nDas muss alles n\u00e4chste Woche noch fertig gestellt werden.<br \/>\nRalf probt flei\u00dfig eine sehr sympathische Form des Aschenputtels, Yihan \u00fcbt tapfer weiter &#8222;Es klappert die M\u00fchle am rauschenden Bach&#8220; und \u00fcberwacht den Adventskalender, solange ich nicht da bin \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Ich muss also nur noch mehrere Vortr\u00e4ge fertigstellen, dann kann ich glatt schon wegfahren!<\/p>\n<p>In weiterer Ferne werden im Januar\/Februar recht lange Ferien sein, wegen dem chinesischen Neujahr&#8230; Und wenn die Schule wieder losgeht, werde ich nur noch ein, zwei Wochen hier sein!<\/p>\n<p>Und in naher Zukunft, sprich dieses Wochenende, ist Folgendes geplant:<br \/>\n(Wie oder was es dann letztendlich geworden ist, das erfahrt ihr in der n\u00e4chsten Ausgabe &#8211; ich schreibe noch einmal vor den Seminaren, keine Sorge)<br \/>\nMorgen fr\u00fc\u00fc\u00fc\u00fch werde ich nach Guangzhou fahren, weil Gu Yihan eine Backstube f\u00fcr uns zwei gemietet hat. Dort werden wir deutsche Kuchen backen, um herauszufinden, ob das geht. Wenn ja, werden wir auch in der Deutschwoche den Kochl\u00f6ffel schwingen!<br \/>\nAu\u00dferdem muss ich morgen noch einiges einkaufen, in Shanghai wird es KALT! Naja. K\u00e4lter halt als hier.<br \/>\n\u00dcbermorgen, Sonntag, hat Alex&#8216; Schule 30j\u00e4hriges Jubil\u00e4um, und sein Schulleiter hat mich damals auf dem Empfang des Deutschen Konsulats dazu eingeladen&#8230;<br \/>\nDirekt im Anschluss habe ich wieder alleine 3st\u00fcndigen Deutschunterricht zu halten&#8230;<br \/>\nUnd daran im Anschluss werden wir wohl, wir werden sehen, 3 oder 4 Zugtickets nach Hangzhou \/ Shanghai kaufen!<\/p>\n<p>&#8230;Bin gespannt, was sich an dem Plan noch alles \u00e4ndert \ud83d\ude42 Denn das passiert ganz schnell.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nennt man das Zwischenbilanz? Die Tage flie\u00dfen ineinander, die Zeit verrinnt. 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