{"id":58,"date":"2011-09-24T18:17:24","date_gmt":"2011-09-24T16:17:24","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/allesclaercheninchina\/?page_id=58"},"modified":"2011-11-11T15:21:38","modified_gmt":"2011-11-11T14:21:38","slug":"memo","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/allesclaercheninchina\/memo\/","title":{"rendered":"Memo"},"content":{"rendered":"<h1>Unn\u00fctzes Wissen<\/h1>\n<h2>oder auch: N\u00fctzliches Halbwissen.<\/h2>\n<h3>Hier findet ihr DIE Erkenntnisse meines Lebens in Guangzhou. Naja. Oder eben in der N\u00e4he. Von Guangzhou.<br \/>\nJedenfalls: Diese Seite ist Vokabelbuch, Reisef\u00fchrer und Kuriosit\u00e4tensammelalbum in einem.<br \/>\nDie Angaben sind wie immer ohne Gew\u00e4hr und nur auf meine pers\u00f6nlichen Eindr\u00fccke zur\u00fcckzuf\u00fchren. F\u00fcr ein komplexeres Bild empfiehlt es sich, selber hierher zu kommen \ud83d\ude42<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Talking of <span style=\"text-decoration: underline\">Guangzhou &#8211; Civilized City<\/span>: Guangzhou macht gerade eine gro\u00dfe Imagekampagne, um als zivilisierte Stadt wahrgenommen zu werden. Dazu geh\u00f6ren in der U-Bahn gro\u00dfe Verbotstafeln, aber auch Werbespots in der Metro, in der freundlich lachende Schulkinder z.B. den jungen VWLern erkl\u00e4ren, dass sie nicht auf dem Zebrastreifen warten sollen, sondern dahinter, oder wo einer Oma beim Tragen geholfen wird. Im U-Bahnhof wild umhertollende Kinder geben sich auf das Zeichen der Wachfrau die Hand und gehen friedlich vondannen, und alle freuen sich \u00fcber die HARMONIE.<br \/>\nZudem stehen jetzt an nahezu jedem Zebrastreifen Aufpasser, die eine Trillerpfeife im Mundwinkel und eine Fahne in der Hand haben, und den Verkehrsteilnehmern furchtlos entgegentreten.<br \/>\nAuch in der Metro gibt es wie zur Wiesnzeit bei uns in M\u00fcnchen Wachen mit Walkie-Talkies, die darauf achten, dass die T\u00fcren sich ohne Hindernis schlie\u00dfen k\u00f6nnen.\u00a0 <span style=\"color: #ffff99\">1. Woche immer wieder.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000\"><span style=\"color: #333333\">Auch, wenn niemand Geburtstag hat, h\u00f6rt man st\u00e4ndig piepsend wie eine Gru\u00dfkarte &#8222;Happy Birthday&#8220;\u00a0\u00a0 &#8211;\u00a0\u00a0 von dem Stra\u00dfenreinigungswagen.<\/span>\u00a0 <span style=\"color: #ffff99\">23. Sept. 2011<\/span><\/span><\/p>\n<p>Die s\u00fcdlichen Ausl\u00e4ufer \/ Vororte von Guangzhou sind bekannt f\u00fcr ihren <span style=\"text-decoration: underline\">Bananenpalmen<\/span>anbau. <span style=\"color: #ffff99\">25. Sept. 2011<\/span><\/p>\n<p>Man sollte sich nie, egal ob mit freien oder bedeckten F\u00fc\u00dfen auf die Kanalisationsdeckel stellen. Dann fliegen diverse Tierchen n\u00e4mlich auf einen. Aber unbedeckt ist halt dann nochmal ekliger.\u00a0\u00a0\u00a0 Lebensweisheit I<\/p>\n<p>Im Supermarkt haben wir sehr viele interessante Entdeckungen gemacht. Zum einen gab es auch einige importierte Sachen, die aber auch dementsprechend teuer waren, wie z.B. Philadelphia f\u00fcr knapp 30 Yuan, oder kinder-Riegel die Packung f\u00fcr 13 Yuan, Raffaelo f\u00fcr 12 Yuan, und Randnoir (3 St\u00fcck) f\u00fcr 7 Yuan&#8230; Au\u00dferdem die Schokolade Alpengold oder so&#8230;<br \/>\nAber dann fanden wir auch noch, dass Nescafe dort gerade sehr im Kommen war, und auch etwas g\u00fcnstiger als die restlichen importierten Waren.<br \/>\nUnserer Meinung nach gab es aber auch eine Reihe von Chameleon-Produkten, die so taten, als ob sie ein Activia-Joghurt w\u00e4ren, oder so, als seien sie eine neue Nutella-Sorte&#8230;<\/p>\n<p>Und in einer anderen Abteilung, von dessen Existenz man trotzdem im gesamten Supermarkt dezent wissen musste, konnte man sich weiter selbst davon \u00fcberzeugen, dass die H\u00fchnerf\u00fc\u00dfe mit Krallen auch taktil hielten, was sie optisch versprachen.<\/p>\n<p>Nicht fragen, einfach nur wundern! \u00dcBERlebensweisheit! I<span style=\"color: #ffff99\">.\u00a0\u00a0 sp\u00e4testens! 27. Sept. 2011\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Brian Bagnall (Nachbar) hat das Liederbuch gezeichnet, das ich mitgenommen habe! Die Welt ist ja\u00a0sowas von\u00a0klein!\u00a0\u00a0 <span style=\"color: #ffff99\">27. Sept. 2011<\/span><\/p>\n<p>Mein Kleiderschrank riecht ein bisschen nach Zimt&#8230;&#8230; =)<\/p>\n<p>Frauen kennen keine Konkurrenz, nur die Aufforderung zum SPIELEN! (von Mona)<\/p>\n<p>Visitenkarten werden hier unter st\u00e4ndigen Verbeugungen mit beiden H\u00e4nden \u00fcbergeben.\u00a0 <span style=\"color: #ffff99\">28. Sept. 2011<\/span><\/p>\n<p>Der Ehrengast muss zuerst essen (bekommen). Und sitzt in der Mitte des Kreises, gegen\u00fcber der T\u00fcr.<\/p>\n<p>&#8222;You Europeans have to eat much, because, Clara, you have such a strong body!&#8220; (Die beiden Sch\u00fclerinnen zu mir im Yuexiu Park)\u00a0 <span style=\"color: #ffff99\">2. Okt. 2011<\/span><\/p>\n<p>&#8222;Bist du auch gut eingeschmiert?? Ihr kriegt doch immer so schnell Sonnenbrand&#8230;!&#8220; (Aufforderung bez\u00fcglich meiner angeblich wei\u00dfen Haut)<\/p>\n<p>Wenn einem vom Gastgeber Tee eingeschenkt wird, dann klopft man mit zwei, drei gekr\u00fcmmten Fingern auf den Tisch. &#8211; Das hat folgende Hintergrundgeschichte:<br \/>\nFr\u00fcher, als der Kaiser einmal inkognito ausgehen wollte, mit seinem Diener, musste er sich einer List bedienen. Denn jeder Untertan sollte sich im Normalfall flach auf den Boden legen, sobald der Kaiser sich zeigte. Der Kaiser wollte aber sehen, wie sich seine Untertanen normal benehmen w\u00fcrden. Also tauschte er die Rolle mit seinem Diener, bzw. sie waren gleich gestellt. Sie kehrten in einem Restaurant ein, und der Kaiser schenkte seinem Diener Tee ein. Diesem war das so peinlich und unangenehm, dass er mit beiden Fingern auf den Tisch klopfte &#8211; ganz so, als w\u00fcrde er seine Finger an seiner statt vorbeugen lassen.<\/p>\n<p>Auf einem Hard-Rock-Caf\u00e9 T-Shirt lasen wir folgende Beschriftung:<br \/>\nHard Cock &#8211; free entry.<\/p>\n<p>In nahezu jeder Metrostation kann man sich einen Regenschirm leihen, &#8211; man muss ihn nur einfach innerhalb der n\u00e4chsten 15 Tage an irgendeiner Station wieder zur\u00fcckgeben.<\/p>\n<p>Bun ze li zey&#8230; = kantonesisch. So klingt das, wenn die Metroansage sagt, &#8222;Dieser Zug geht nach&#8230;.&#8220; &#8230; und f\u00fcr mich klingt die kantonesische Ansage ausgeschrieben so.<\/p>\n<p>Wenn man in Deutschland kurz vor dem Zebrastreifen hupt, hei\u00dft das: Geh ruhig schnell noch r\u00fcber.<br \/>\nAber in China&#8230;. hei\u00dft das: Achtung! Ich komme!<br \/>\nImmer wenn jemand hupt, hat das meistens keinen anderen Grund als dieses: Hey da! Platz da, ich komme! <span style=\"color: #ffff99\">3. Okt. 2011<\/span><\/p>\n<p>Polizisten und Wachm\u00e4nner gibt es wirklich viele. Doch sie sind normale Menschen \ud83d\ude42 Sie schlafen, w\u00e4hrend sie aufpassen sollen, sie essen und trinken &#8211; und, sie halten sogar H\u00e4ndchen mit &#8222;normalen&#8220; Menschen! Ohne Witz! Sa\u00df da so ein Polizist und hat einen liebevoll an der Hand, der vor ihm steht! &#8211; Aber \u00fcberhaupt, auch Jungen umarmen sich st\u00e4ndig, haken sich ein, gehen Arm in Arm&#8230; Das ist hier einfach anders.<\/p>\n<p>Von wegen, Katy Perry ist hier verboten! Es erschallt regelm\u00e4\u00dfig ohrenbet\u00e4ubend von dem Klassenzimmer neben dem Lehrerzimmer zur Unterrichtsbegr\u00fc\u00dfung.\u00a0\u00a0\u00a0 <span style=\"color: #ffff99\">11. Okt. 2011<\/span><\/p>\n<p>Die STO\u00dfZEITEN in der Metro sind zu nehmen. Welch Dr\u00e4ngeln, welch Schubsen, welche Panik, nicht mehr raus oder rein zu k\u00f6nnen, und vor allem, mit welcher Verbissenheit man in der T\u00fcr stehen bleibt! Ohne Ellenbogen kommt man \u00fcberhaupt nicht weiter.<\/p>\n<p>Ein Arbeitsblatt f\u00fcr jeden in der Klasse ist, was ich bisher in dieser Schule &#8211; vielleicht auch nur im Deutschunterricht &#8211; gesehen habe, nicht selbstverst\u00e4ndlich. Aber so muss man Gruppenarbeit machen, was ja auch nicht schlecht ist.<\/p>\n<p>Smileys f\u00fcr &#8222;GUT&#8220; schreibt man hier so:\u00a0 ^v^<br \/>\nund f\u00fcr &#8222;SCHLECHT&#8220; so:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 T_T<\/p>\n<p>Gu Yihans Kommentar zu den Fluten nach dem Konsulatsempfang: &#8222;In China sagt man, wenn wichtige Leute rausgehen, dann regnet es.&#8220;\u00a0\u00a0 <span style=\"color: #ffff99\">13. Okt. 2011<\/span><\/p>\n<p>&#8230;Ich habe leider kein Foto gemacht, aber, ihr wisst ja bestimmt, die meisten \u00f6ffentlichen Toiletten hier sind &#8222;L\u00f6cher im Boden&#8220;, bei denen man sich hinhocken muss. Aber auf einem stand doch wirklich &#8222;American Standard&#8220; darauf&#8230; &#8211; Ich wei\u00df, das ist nur eine Marke, aber nichtsdestotrotz fand ich das sehr belustigend&#8230;..<\/p>\n<p>Xiaoyang, die Japanischlehrerin, forderte mich eines Tages pl\u00f6tzlich im Lehrerzimmer auf, mit ihr etwas zu &#8222;spielen&#8220;. Nichtahnend stimmte ich zu. Wir stellten uns R\u00fccken an R\u00fccken, sie umfasste meine Arme &#8211; und hob mich einfach auf ihren R\u00fccken! Dann setzte sie mich wieder ab, und ich hob sie auf meinen. Leti, Gu Yihan, Alex, und Ralf, alle machten mit, und es war echt lustig und komisch. Vor allem, als ein paar Sch\u00fcler ins Zimmer lurten.<\/p>\n<p>In China sagt man nicht: &#8222;schwarzes Schaf&#8220;, sondern &#8222;schwarzes Pferd&#8220; (\u9ed1\u9a6c). \u00a0\u00a0<span style=\"color: #ffff99\">3. Nov. 2011<\/span><\/p>\n<p>Als &#8222;\u5343\u91cc\u9a6c&#8220;, also 1000-Meilen-Pferd bezeichnet man nach alter Sage jemanden, dessen Potential letztendlich entdeckt wurde.<br \/>\nEs gab einen Mann namens \u4f2f\u4e50 (sprich: Buole, pinyin: bole), der sich dieses Pferd, so wie vor ihm viele andere, ansah, &#8211; aber er erst erkannte, was das Pferd alles leisten konnte, wie leistungsstark es war.<\/p>\n<p>Ich hab euch ja schon von Guangzhou, Civilized City erz\u00e4hlt. (\u6587\u660e \u5e7f\u5dde = wenm\u00edng Gu\u00e1ngzhou). Gestern waren drei rasende Reporter von der Stadt bei uns in der Schule, die wollten ein Interview mit Ralf als schon l\u00e4nger hier lebendem Ausl\u00e4nder machen &#8211; wie zivilisiert er denn Guangzhou f\u00e4nde \ud83d\ude09\u00a0\u00a0\u00a0 <span style=\"color: #ffff99\">9. Nov. 2011<\/span><\/p>\n<p>To <strong>assume<\/strong>, makes an <strong>ass<\/strong> out of <strong>u <\/strong>and <strong>me<\/strong>.<\/p>\n<p>zu deutsch: Einfach nur anzunehmen, etwas zu unterstellen, macht uns beide zu nicht besonders netten Menschen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unn\u00fctzes Wissen oder auch: N\u00fctzliches Halbwissen. Hier findet ihr DIE Erkenntnisse meines Lebens in Guangzhou. Naja. Oder eben in der N\u00e4he. Von Guangzhou. Jedenfalls: Diese Seite ist Vokabelbuch, Reisef\u00fchrer und Kuriosit\u00e4tensammelalbum in einem. 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