{"id":46,"date":"2018-01-14T03:27:50","date_gmt":"2018-01-14T02:27:50","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/aissatainbolivia\/?p=46"},"modified":"2022-03-19T16:16:44","modified_gmt":"2022-03-19T15:16:44","slug":"tschuess-oruro","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/aissatainbolivia\/2018\/01\/14\/tschuess-oruro\/","title":{"rendered":"Tsch\u00fcss Oruro"},"content":{"rendered":"<p>Jaja, das waren noch Zeiten. Damals, als ich es noch erkl\u00e4rt habe, warum ein Wochenende fehlt. Das war zwar erst Mitte Oktober, aber es f\u00fchlt sich Lichtjahre entfernt an. Es ist viel passiert: dies das, Zwischenseminar, bisschen Cochabamba, Reisen in Peru und Kolumbien, Handy verlieren&#8230; und dann wollte ich \u00fcber eine H\u00e4ngematte springen und bin mit einem gebrochenem Ellbogen im Krankenhaus gelandet, blabla Kolumbien ist wunderbar, Umzug nach Santa Cruz.<\/p>\n<p>Als ich noch in Oruro war wollte ich nichts \u00fcber Oruro schreiben, weil ich dort nicht umbedingt die beste Zeit hatte und nichts negatives in diesen Blog schreiben wollte. Das entsprach am ehesten meinem Verst\u00e4ndnis von &#8222;fair berichten&#8220;. Denn ich dachte, das Negatives schreiben unfair berichten ist, weil es subjektiv ist und nur auf den Erfahrungen einer Person basiert. Weil es vielleicht ein schlechtes Bild vom Land vermittelt. Weil ich nicht die Freiwillige sein wollte, die keinen riesigen &#8222;Spa\u00df&#8220; an ihrem Einsatzort hat. Weil ich dachte, eher hoffte, dass es besser wird und mir Oruro am Ende so gut gef\u00e4llt, dass ich es bereuen w\u00fcrde etwas unsch\u00f6nes \u00fcber die Stadt geschrieben zu haben. Weil ich es einfach zerdacht habe.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und was denke ich jetzt \u00fcber Oruro?<\/p>\n<p style=\"font-family: 'Open Sans', sans-serif;font-size: 14px;font-style: normal\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-47 alignright\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/aissatainbolivia\/files\/2018\/01\/IMG_3669-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/aissatainbolivia\/files\/2018\/01\/IMG_3669-300x225.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/aissatainbolivia\/files\/2018\/01\/IMG_3669-768x576.jpg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/aissatainbolivia\/files\/2018\/01\/IMG_3669.jpg 1024w, https:\/\/kulturweit.blog\/aissatainbolivia\/files\/2018\/01\/IMG_3669-1x1.jpg 1w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Oruro is dirty, crowded, the food sucks and there\u2019s not much to do outside of Carnaval season. Yet, there\u2019s something about this gritty place, the largest berg in the region, that endears it to visitors. A miners\u2019 city that takes no slack from anyone, it makes for an oddly atavistic experience that some may find intoxicating.<\/p>\n<p>-lonley Planet<\/p>\n<p>https:\/\/www.lonelyplanet.com\/bolivia\/the-southwest\/oruro<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich denke Oruro ist nicht repr\u00e4sentativ f\u00fcr Bolivien und auch nicht die sch\u00f6nste Stadt, aber ich denke auch, dass die Stadt es nicht verdient hat von einem der meistgelesen Reisef\u00fchrer so beschrieben zu werden. \u00dcberall wo ich hinkam und erz\u00e4hlte, dass ich in Oruro wohne, bekam ich die gleiche Reaktion: mitleidiges L\u00e4cheln oder ein verbindliches Lachen, auf das irgendetwas in die Richtung &#8222;jaja, da muss nun wirklich niemand hin&#8220; folgt. Oruro ist ein bisschen wie das Bielefeld von Bolivien, ein Ort von dem jeder schon geh\u00f6rt hat, aber an dem nur wenige schon einmal\u00a0waren.<\/p>\n<p>Oruro ist kein Paris oder Florenz, aber das will es auch gar nicht sein. Seine freundlichen Bewohner*innen sind stolz darauf sich Orurenos*as zu nennen und teilen ihre Kultur gerne mit den wenigen Touristen, die meistens auf der Durchfahrt zum\u00a0Salar de Uyuni sind. Und dann gibt es eben noch den Karneval. Ich hab ihn noch nicht erlebt, aber er muss gigantisch sein, wenn sogar die gr\u00f6\u00dften Oruromobber*innen von ihm schw\u00e4rmen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-48 alignleft\" style=\"font-size: 1.4rem;font-style: inherit\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/aissatainbolivia\/files\/2018\/01\/fullsizeoutput_14b9-300x225.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/aissatainbolivia\/files\/2018\/01\/fullsizeoutput_14b9-300x225.jpeg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/aissatainbolivia\/files\/2018\/01\/fullsizeoutput_14b9-768x576.jpeg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/aissatainbolivia\/files\/2018\/01\/fullsizeoutput_14b9.jpeg 1024w, https:\/\/kulturweit.blog\/aissatainbolivia\/files\/2018\/01\/fullsizeoutput_14b9-1x1.jpeg 1w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Ich denke \u00fcber Oruro, dass es gut ist, um zu verstehen was diese bolivianische Vielf\u00e4ltigkeit, von der vor allem Boliviens eigene Werbung so oft spricht, eigentlich ist, dass ich Pech hatte, weil ich die meiste Zeit krank war, dass das mein Bild von Oruro ma\u00dfgeblich gepr\u00e4gt hat und dass ich, als profitierende Deutsche im Freiwilligen Dienst, aufh\u00f6ren sollte schlecht \u00fcber einen Ort zu reden der mir nichts getan hat au\u00dfer in 3700m H\u00f6he zu liegen und keine Gro\u00dfstadt zu sein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>danke Oruro,<\/p>\n<p>vielleicht sieht man sich ja an Karneval wieder \ud83d\ude09<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jaja, das waren noch Zeiten. Damals, als ich es noch erkl\u00e4rt habe, warum ein Wochenende fehlt. Das war zwar erst Mitte Oktober, aber es f\u00fchlt sich Lichtjahre entfernt an. Es ist viel passiert: dies das, Zwischenseminar, bisschen Cochabamba, Reisen in Peru und Kolumbien, Handy verlieren&#8230; und dann wollte ich \u00fcber eine H\u00e4ngematte springen und bin [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2323,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[576,565],"tags":[],"class_list":["post-46","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kulturweitblog","category-gastland"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/aissatainbolivia\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/46"}],"collection":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/aissatainbolivia\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/aissatainbolivia\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/aissatainbolivia\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2323"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/aissatainbolivia\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=46"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/aissatainbolivia\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/46\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":63,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/aissatainbolivia\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/46\/revisions\/63"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/aissatainbolivia\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=46"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/aissatainbolivia\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=46"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturweit.blog\/aissatainbolivia\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=46"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}