{"id":37,"date":"2022-04-19T16:20:11","date_gmt":"2022-04-19T14:20:11","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/abenteuerchile\/?p=37"},"modified":"2022-04-19T16:20:11","modified_gmt":"2022-04-19T14:20:11","slug":"ein-stueck-ehrlichkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/abenteuerchile\/2022\/04\/19\/ein-stueck-ehrlichkeit\/","title":{"rendered":"Ein St\u00fcck Ehrlichkeit"},"content":{"rendered":"<p>So schnell gehen drei Wochen rum und ich habe mich nicht einmal hingesetzt um das Ganze zu verschriftlichen. Warum? Neben der Tatsache, dass die vielen Eindr\u00fccke und neuen Erfahrungen einen ganz sch\u00f6n m\u00fcde machen k\u00f6nnen (im besten Sinne), hatte ich derma\u00dfen Schwierigkeiten festzustellen wie ich mich f\u00fchle, dass ich gar nicht daran denken wollte dieses\u00a0Wirrwarr aufzuschreiben. Eine Sache m\u00f6chte ich jedoch nicht tun \u2013 l\u00fcgen.<\/p>\n<p>Also Bittesch\u00f6n, ein St\u00fcck Ehrlichkeit.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>In der ersten Woche hatte ich das Gef\u00fchl mich in einem Trancezustand zu befinden. Ich wusste zwar, dass ich noch vor ein paar Tagen meine Mama und Schwester beim Abschied getr\u00f6stet habe; in den Armen meines Freundes, heulend am Flughafen stand; in ein Flugzeug gestiegen bin und dann in einem mir unbekannten Zimmer sa\u00df. Realisiert hatte ich das Ganze noch nicht. Doch statt mir etwas Ruhe und Zeit zu nehmen, st\u00fcrzte ich mich hoch motiviert in die Arbeit &#8211; Fehler Nr. 1. Daraus folgte eine Nacht in der Alles \u00fcber mir einst\u00fcrzte und ich voller Angst realisieren musste ICH BEFINDE MICH AUF EINEM ANDEREN KONTINENT. Klingt vielleicht nicht so be\u00e4ngstigend \u2013 war es aber.<\/p>\n<p>Danach f\u00fchlte ich mich etwas besser, manchmal braucht man sowas denke ich auch. Mittlerweile konnte ich schon mit ein paar Kollegen auch au\u00dferhalb der Schule Kontakt kn\u00fcpfen, was mir ein wenig Sicherheit gab. Dann begann eine Phase in der ich zweifelte. Die Sprachbarriere nervte mich, hinzukommend dass in Chile sehr undeutlich gesprochen wird. Ich konnte meine Rolle im Kollegium nicht einsch\u00e4tzen (kann ich immer noch nicht haha) und f\u00fchlte mich etwas fehl am Platz. Tue ich grade das Richtige? Habe ich mich \u00fcbersch\u00e4tzt? Werde ich das durchhalten? Ist es Das wert?<\/p>\n<p>Jetzt kann ich sagen \u2013 Ja ist es. Es ist mir jedoch wichtig meine Erfahrung was die Gef\u00fchlwelt angeht zu erw\u00e4hnen und nicht kunterbunt zu malen. Ich pers\u00f6nlich habe mit diesem Ausma\u00df nicht gerechnet und habe naiv gedacht, dass die Gef\u00fchle erst sp\u00e4ter kommen werden oder ich gar keine Zeit daf\u00fcr habe. Daher bin ich so ehrlich und sage, dass ich etwas die Orientierung in mir verloren habe. Ich hatte viele sch\u00f6ne Momente in der Arbeit, sowie in der Freizeit \u00fcber die Ihr hoffentlich bald lesen werdet. Aber das hier ist leider kein Disneyfilm und ich m\u00f6chte ehrlich sein. Die ersten Wochen waren hart und wundersch\u00f6n zu gleich.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte Euch keine Angst machen, sondern ich hoffe, dass ich Menschen helfen kann, die sich genau so f\u00fchlen und euch sagen haltet durch. Auch wenn das etwas deprimierend als erster Eintrag wirkt, ist es eher eine Liebeserkl\u00e4rung an den Optimismus (welchen ich grade auch f\u00fcr mich neu entdecke). Jede Tr\u00e4ne ist es wert und warum werdet Ihr in den n\u00e4chsten Beitr\u00e4gen lesen.<\/p>\n<p>F\u00fchlt euch umarmt<\/p>\n<p>eure Karina<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So schnell gehen drei Wochen rum und ich habe mich nicht einmal hingesetzt um das Ganze zu verschriftlichen. Warum? 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