{"id":884,"date":"2017-02-17T12:44:29","date_gmt":"2017-02-17T11:44:29","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/abenteuerafrika\/?p=884"},"modified":"2017-02-17T12:44:29","modified_gmt":"2017-02-17T11:44:29","slug":"time-to-say-goodbye","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/abenteuerafrika\/2017\/02\/17\/time-to-say-goodbye\/","title":{"rendered":"Time to say goodbye&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>So wirklich realisieren kann ich es noch nicht. Der Abschied steht an.<\/p>\n<p>Der Abschied von meinen Sch\u00fclerinnen, mit denen ich so viele sch\u00f6ne, lustige und manchmal auch anstrengende Stunden verbracht habe. Die immer offen zu mir waren und mir eine Menge geholfen haben. Ich hoffe, dass ich auch dazu beigetragen habe, ihren Horizont ein wenig zu erweitern und dass doch das ein oder andere deutsche Wort h\u00e4ngen geblieben ist. Was fest steht: Ich werde sie nie vergessen k\u00f6nnen. Nicht nur die Unterschriften und lieben Worte auf meiner Kenia-Flagge werden mich ewig an sie erinnern. Die Zeit an der Kaaga Girls&#8216; High School hat mich gepr\u00e4gt. Ich habe ein Schulsystem kennen gelernt, dass sich &#8211; vor allem in Bezug auf einige Prinzipien und Sichtweisen &#8211; sehr stark vom Deutschen unterscheidet. Ein System, das ich ziemlich hart finde und Sch\u00fclerinnen, die eine ganze Menge \u00fcber sich ergehen lassen m\u00fcssen. Und dennoch habe ich immer wieder ihre Willensst\u00e4rke, ihr Durchhalteverm\u00f6gen und ihre Loyalit\u00e4t bewundert.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/abenteuerafrika\/files\/2017\/02\/20170216_150231.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-878\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/abenteuerafrika\/files\/2017\/02\/20170216_150231-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/abenteuerafrika\/files\/2017\/02\/20170216_150231-300x169.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/abenteuerafrika\/files\/2017\/02\/20170216_150231-768x432.jpg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/abenteuerafrika\/files\/2017\/02\/20170216_150231.jpg 1024w, https:\/\/kulturweit.blog\/abenteuerafrika\/files\/2017\/02\/20170216_150231-750x422.jpg 750w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Form 1<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/abenteuerafrika\/files\/2017\/02\/20170215_101520-b.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-879 aligncenter\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/abenteuerafrika\/files\/2017\/02\/20170215_101520-b-300x177.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"177\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/abenteuerafrika\/files\/2017\/02\/20170215_101520-b-300x177.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/abenteuerafrika\/files\/2017\/02\/20170215_101520-b-768x454.jpg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/abenteuerafrika\/files\/2017\/02\/20170215_101520-b.jpg 1024w, https:\/\/kulturweit.blog\/abenteuerafrika\/files\/2017\/02\/20170215_101520-b-750x443.jpg 750w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Form 2<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/abenteuerafrika\/files\/2017\/02\/20170217_081411.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-881 aligncenter\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/abenteuerafrika\/files\/2017\/02\/20170217_081411-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/abenteuerafrika\/files\/2017\/02\/20170217_081411-300x169.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/abenteuerafrika\/files\/2017\/02\/20170217_081411-768x432.jpg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/abenteuerafrika\/files\/2017\/02\/20170217_081411.jpg 1024w, https:\/\/kulturweit.blog\/abenteuerafrika\/files\/2017\/02\/20170217_081411-750x422.jpg 750w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Form 3<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/abenteuerafrika\/files\/2017\/02\/20170217_081519.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-880 aligncenter\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/abenteuerafrika\/files\/2017\/02\/20170217_081519-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/abenteuerafrika\/files\/2017\/02\/20170217_081519-300x169.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/abenteuerafrika\/files\/2017\/02\/20170217_081519-768x432.jpg 768w, https:\/\/kulturweit.blog\/abenteuerafrika\/files\/2017\/02\/20170217_081519.jpg 1024w, https:\/\/kulturweit.blog\/abenteuerafrika\/files\/2017\/02\/20170217_081519-750x422.jpg 750w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Form 4 (nicht vollst\u00e4ndig)<\/p>\n<p>Aber auch ein Abschied von den LehrerInnen. Von Emmah, die sechs Monate meine &#8222;zweite Mama&#8220; war und mich jederzeit unterst\u00fctzt hat, mir alles M\u00f6gliche erkl\u00e4rt hat und einfach immer da war. Von Serah, der K\u00fcchenchefin, die immer ein paar liebe Worte parat hatte und es stets gut mit mir meinte (was das Essen angeht, vielleicht manchmal ein bisschen zu gut :D). Vom sonstigen Personal, das auf mein &#8222;Hello&#8220; jeden Tag mit einem fr\u00f6hlichen &#8222;Nzuri&#8220; geantwortet hat und ma\u00dfgeblich dazu beitr\u00e4gt, dass die Schule das ist, was sie ist.<\/p>\n<p>Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Auf der einen Seite ist da der Abschiedsschmerz. Es ist traurig, eine Umgebung zu verlassen, die mir in einem halben Jahr jeden Tag ein wenig vertrauter geworden ist und sich mittlerweile sogar ein bisschen nach &#8222;Heimat&#8220; anf\u00fchlt. Meine Wohnung, die Lehrersiedlung und die Stadt Meru, auch wenn ich lange noch nicht jede ihrer kleinen Gassen erkundet habe. Auf der anderen Seite freue ich mich aber auch, bald wieder in Deutschland zu sein, meine Familie und meine Freunde wieder zu sehen und einfach mal wieder nicht aufzufallen.<\/p>\n<p>Und dann ist da noch die Dankbarkeit. Ich bin unendlich dankbar! Daf\u00fcr, dass ich das Privileg hatte, an &#8222;kulturweit&#8220; teilzunehmen. F\u00fcr die Seminare mit unglaublich viel Input und f\u00fcr das kritische Denken, das ich dadurch gelernt habe. F\u00fcr alle wertvollen Erfahrungen, die ich hier machen durfte, die mich pers\u00f6nlich wirklich weiter gebracht haben. Daf\u00fcr, dass ich hier so freundlich empfangen wurde und in kritischen Situationen immer liebe Menschen an meiner Seite waren, die mich unterst\u00fctzt haben. Auf diesem Blog habe ich meist nur \u00fcber positive Erfahrungen und Erlebnisse berichtet. Und in der Tat, mein Freiwilligendienst war \u00fcberwiegend von Freude gef\u00fcllt und eine Menge erlebt habe ich auch. Allerdings gab es nat\u00fcrlich auch mal Momente, die mich traurig oder sogar w\u00fctend gemacht haben. Vor allem waren das die Momente, in denen ich gemerkt habe, dass ich eben doch nicht zu 100% Prozent dazugeh\u00f6re, auch wenn es sich manchmal so angef\u00fchlt hat. Zum Beispiel, wenn ich im Taxi oder auf dem Markt mehr bezahlen sollte, mein Gep\u00e4ck extra berechnet werden sollte oder meine Hautfarbe automatisch mit Geld gleichgesetzt wurde. S\u00e4tze wie &#8222;I love you, because you have money.&#8220; oder &#8222;Mzungu, be my sponsor!&#8220; haben mich wirklich verletzt. Auf der anderen Seite gab es dann aber auch Situationen, wo ich die Gro\u00dfherzigkeit und Lebensfreude der Kenianer kennen lernen durfte. Als Emmahs Tochter krank war, sind alle LehrerInnen zu ihr nach Hause gekommen, um f\u00fcr sie zu beten und zu singen. Auch \u00fcber den fr\u00f6hlichen und lebhaften Gottesdienst habe ich schon \u00f6fters berichtet. Und feiern (und tanzen) k\u00f6nnen die Kenianer auch, das steht auf jeden Fall fest! \ud83d\ude00<\/p>\n<p>Morgen werde ich meine Koffer packen und nach Nairobi fahren. Vier Tage sp\u00e4ter geht dann mein Flug Richtung Deutschland, wo mein Freiwilligendienst offiziell mit dem R\u00fcckkehrer-Seminar enden wird. Die n\u00e4chste Freiwillige steht schon in den Startl\u00f6chern.<\/p>\n<p>Bye bye, Meru! Kwaheri Kaaga! Danke an alle, die Kaaga f\u00fcr mich zu einem Zuhause gemacht haben! Nitawamiss! Ich werde euch vermissen!<\/p>\n<p>Liebe Gr\u00fc\u00dfe, eure Lara \ud83d\ude42<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So wirklich realisieren kann ich es noch nicht. Der Abschied steht an. Der Abschied von meinen Sch\u00fclerinnen, mit denen ich so viele sch\u00f6ne, lustige und manchmal auch anstrengende Stunden verbracht habe. 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