{"id":74,"date":"2016-09-18T13:04:33","date_gmt":"2016-09-18T11:04:33","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/abenteuerafrika\/?p=74"},"modified":"2016-09-18T13:41:50","modified_gmt":"2016-09-18T11:41:50","slug":"teil-23-gute-zeiten-schlechte-zeiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/abenteuerafrika\/2016\/09\/18\/teil-23-gute-zeiten-schlechte-zeiten\/","title":{"rendered":"Teil 2\/3: &#8222;Gute Zeiten, schlechte Zeiten&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Ich habe wirklich viele sehr positive Erfahrungen in Nairobi gemacht, aber leider kamen dann auch die Momente, in denen ich dachte, ich bin im falschen Film. Angefangen hat das Ungl\u00fcck mit meinem Umzug in das Hotel, wo der Workshop stattfand, sodass ich nah bei den Sch\u00fclerInnen und LehrerInnen wohnen konnte (was an sich sehr sch\u00f6n war). Ich hatte meine Sachen noch nicht einmal ausgepackt und auch meine Koffer waren noch abgeschlossen, als ich dann gemeinsam mit den Sch\u00fclern zum Abendessen ging. Etwa eine gute halbe Stunde sp\u00e4ter ging ich wieder hoch, schloss mein Zimmer auf und traute meinen Augen kaum. Die Koffer waren aufgebrochen, meine Sachen durchw\u00fchlt und s\u00e4mtliche Wertsachen (Laptop, Handy, E-Reader, Geld, Kamera, Kreditkarten &#8230;) gestohlen. Ich versuchte die Tr\u00e4nen zu unterdr\u00fccken und berichtete den Lehrern von dem Einbruch. Es f\u00fchlte sich so irreal an, wie im Film. Die LehrerInnen k\u00fcmmerten sich sehr lieb um mich und es wurde die Polizei informiert (die allerdings nicht kam). Nachdem ich alle Gegenst\u00e4nde notiert hatte, die gestohlen worden waren, und meine Kreditkarten gesperrt hatte, packte ich meine Koffer so gut es ging wieder zusammen und zog zu Emmah ins Zimmer. An dieser Stelle ein riesen Dankesch\u00f6n an die LehrerInnen, die mir an diesem bitteren Abend sehr geholfen haben und bei mir waren, sodass ich mich trotz der Umst\u00e4nde keine Sekunde einsam f\u00fchlte.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag ging ich dann mit Emmah zur Polizei, da ich eine Anzeige aufgeben musste, um den Schaden meiner Gep\u00e4ckversicherung (die ich gl\u00fccklicherweise abgeschlossen habe) zu melden. Der Besuch im Police Office war eine Erfahrung f\u00fcr sich. Das Geb\u00e4ude war ziemlich alt, das Licht funktionierte nicht richtig und die W\u00e4nde waren ziemlich dreckig. Au\u00dferdem musste man eine Menge Zeit mitbringen. Ich sollte einige Dinge aufschreiben und Emmah hat dem Polizist den Tathergang zusammengefasst. Wir waren in einem kleinen B\u00fcro und es kamen immer mehr Menschen rein (auch einige vom Hotel, die wohl her bestellt worden waren) und es wurde viel diskutiert. Der Polizist machte auf mich einen sehr kompetenten Eindruck, wor\u00fcber ich sehr froh war. Vom Gespr\u00e4ch habe ich nicht viel verstanden, da sehr schnell und auch Kiswahili gesprochen wurde. Am Ende hatte ich dann den Zettel f\u00fcr die Versicherung und war froh, das Geb\u00e4ude wieder verlassen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Den n\u00e4chsten Tag verbrachte ich dann damit, mir mit geliehenem Geld zumindest wieder ein Handy und SIM-Karten anzuschaffen. Ich traf den Tag \u00fcber viele sehr aufmerksame, freundliche und zuvorkommende Kenianer, die mir immer wieder Mut machten. Deshalb m\u00f6chte ich diesen Vorfall, so \u00e4rgerlich und frustrierend er f\u00fcr mich war, auf keinen Fall verallgemeinern. Nat\u00fcrlich gibt es in Kenia Kriminalit\u00e4t und ich h\u00e4tte bei Weitem nicht gedacht, dass ich das schon in meinen ersten Tagen so zu sp\u00fcren bekomme, aber genauso gibt es auch ganz viel Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft in der Hauptstadt Kenias!<\/p>\n<p>Noch eins: Mir pers\u00f6nlich ist w\u00e4hrend des ganzen Vorfalls zum Gl\u00fcck nichts passiert. Ich war nat\u00fcrlich sehr traurig und auch w\u00fctend, aber ich konnte die negativen Eindr\u00fccke dank der lieben Menschen um mich herum schnell verkraften und kann nun optimistisch in die Zukunft schauen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich habe wirklich viele sehr positive Erfahrungen in Nairobi gemacht, aber leider kamen dann auch die Momente, in denen ich dachte, ich bin im falschen Film. 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