{"id":374,"date":"2014-12-16T00:15:54","date_gmt":"2014-12-15T23:15:54","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/921km\/?p=374"},"modified":"2014-12-16T00:30:48","modified_gmt":"2014-12-15T23:30:48","slug":"von-sieben-grammatikalischen-faellen-und-dem-leben-im-dunkeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/921km\/2014\/12\/16\/von-sieben-grammatikalischen-faellen-und-dem-leben-im-dunkeln\/","title":{"rendered":"Von sieben grammatikalischen F\u00e4llen und dem Leben im Dunkeln"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_384\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/921km\/files\/2014\/12\/1380462_583157685118151_5653362238695547031_n.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-384\" class=\"size-thumbnail wp-image-384\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/921km\/files\/2014\/12\/1380462_583157685118151_5653362238695547031_n-150x150.jpg\" alt=\"Zwielicht, Zwischenwelt.\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/921km\/files\/2014\/12\/1380462_583157685118151_5653362238695547031_n-150x150.jpg 150w, https:\/\/kulturweit.blog\/921km\/files\/2014\/12\/1380462_583157685118151_5653362238695547031_n-300x300.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/921km\/files\/2014\/12\/1380462_583157685118151_5653362238695547031_n-750x750.jpg 750w, https:\/\/kulturweit.blog\/921km\/files\/2014\/12\/1380462_583157685118151_5653362238695547031_n.jpg 960w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-384\" class=\"wp-caption-text\">Zwielicht, Zwischenwelt.<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>08:56 Uhr.<\/strong> Langsam geht in Riga die Sonne auf. Endlich Sonne! Endlich Sonne? Falsch. Eigentlich bemerke ich es nur daran, dass der wolkenverhangene, graue Himmel etwas heller wird. Dass es m\u00f6glich ist, in den Stra\u00dfen ohne k\u00fcnstliches Licht auszukommen. In unserer Erdgeschosswohnung ist es leider trotzdem dunkel &#8211; das bisschen Licht der Welt dort drau\u00dfen reicht nicht aus. Ich bin tr\u00e4ge. Vor einer Stunde habe ich mich aus dem Bett gequ\u00e4lt. Ich h\u00e4tte nicht f\u00fcr m\u00f6glich gehalten, dass der Winter hier mich tats\u00e4chlich so stark beeinflusst, immerhin ist auch in Kiel und Hamburg die Sonne erst vor einer halben Stunde aufgegangen, immerhin ist es dort zur Zeit auch nicht so viel w\u00e4rmer und vermutlich auch nicht so viel heller. Warum also habe ich pl\u00f6tzlich das Gef\u00fchl, dass mir Tageslicht fehlt? Ein Mysterium, das ich noch zu kl\u00e4ren hoffe. Gerade habe ich mir mein M\u00fcsli gemacht: N\u00fcsse mit Haferflocken und Schoko-Sojamilch. Endlich habe ich diese gefunden, drei Monate der Suche haben ein Ende.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>09:10 Uhr. <\/strong>Ich verlasse das Haus. Ich bin sp\u00e4t dran, viel zu sp\u00e4t eigentlich. Noch immer nicht allzu energiegeladen, noch immer nicht wirklich fit, noch immer nicht wirklich wach und ganz sicher nicht motiviert, irgendetwas zu tun &#8211; abgesehen von Schlafen, vielleicht. Aber ich muss, denn es ist Montag.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>9:30 Uhr.<\/strong> Montag bedeutet: Drei Stunden Lettischkurs, von 9:30 bis 12:30. Drei Stunden, ein Kurs mit f\u00fcnf Menschen, abgesehen von meiner Mitbewohnerin und mir alle russische Muttersprachler_innen. Meine Mitbewohnerin spricht flie\u00dfend Russisch. Doch ich kann dem Unterricht folgen, denn die Lehrerin spricht auch flie\u00dfend Deutsch. Eigentlich ein gro\u00dfes Gl\u00fcck. Das Problem ist, dass ich oft nicht verstehe, was die anderen \u00fcbersetzen, fragen oder untereinander reden. Dadurch geht mir viel vom, ich nenne es mal &#8222;Lerngef\u00fchl&#8220;, verloren. Andererseits freut mich jeder neu gelernte lettische Satz umso mehr, denn das bedeutet auch, dass ich besser mit den anderen kommunizieren kann, mehr \u00fcber sie erfahre und sie mehr \u00fcber mich. Denn Lettisch ist jetzt, bis auf zwei Ausnahmen, die einzige Sprache, die wir alle gemeinsam haben. Das motiviert.<\/p>\n<div id=\"attachment_383\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/921km\/files\/2014\/12\/10150684_583157615118158_3678492220909715332_n.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-383\" class=\"size-thumbnail wp-image-383\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/921km\/files\/2014\/12\/10150684_583157615118158_3678492220909715332_n-150x150.jpg\" alt=\"Daugava-Feeling\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/921km\/files\/2014\/12\/10150684_583157615118158_3678492220909715332_n-150x150.jpg 150w, https:\/\/kulturweit.blog\/921km\/files\/2014\/12\/10150684_583157615118158_3678492220909715332_n-300x300.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/921km\/files\/2014\/12\/10150684_583157615118158_3678492220909715332_n-750x750.jpg 750w, https:\/\/kulturweit.blog\/921km\/files\/2014\/12\/10150684_583157615118158_3678492220909715332_n.jpg 960w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-383\" class=\"wp-caption-text\">Daugava-Feeling<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>11:00 Uhr.<\/strong> Zehn Minuten Pause. Alles in mir schreit nach Kaffee, ich muss dringend wach werden. Im Gruppenraum ist es unglaublich warm, was einen Gegensatz zu den Temperaturen in meiner Wohnung und auch im B\u00fcro darstellt. Das Prinzip &#8222;Zwiebellook&#8220; habe ich mittlerweile perfektioniert &#8211; es ist \u00fcberlebensnotwendig, um nicht a) zu erfrieren oder b) sich wie in der Sauna zu f\u00fchlen. Gestern war ich mit Sophie mal wieder am gegen\u00fcber liegenden Ufer der Daugava, den R\u00fcckweg haben wir zu Fu\u00df angetreten. Danach ging es ins Fitnesstudio. Mir tun Muskeln weh, von denen ich zuvor nicht einmal wusste, dass ich sie habe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>11:10 Uhr.<\/strong> Zur\u00fcck im Kurs. Ich bin mal wieder eine der schlechtesten, ein ungewohntes Gef\u00fchl. W\u00e4re das hier Mathe oder Physik, Kunst oder Musik, es k\u00e4me mir bekannt vor. Doch im Sprachenlernen war ich immer relativ schnell und relativ gut. Mit Lettisch tue ich mich schwer. Sieben grammatikalische F\u00e4lle, die ich immer wieder durcheinander werfe. Zum Vergleich: Im Deutschen gibt es vier. Ich stelle fest, dass ich allein mit den Begriffen &#8222;Akkusativ&#8220; und &#8222;Genitiv&#8220; kaum etwas anfangen kann. Im Deutschen und im Englischen habe ich l\u00e4ngst vergessen, was damit gemeint ist, ich nutze Sprache nach Gef\u00fchl. Zu Beginn brauche ich ein grammatikalisches Grundger\u00fcst, eine Art Rahmen, innerhalb dessen ich mich bewegen kann. Dann aber kommt das Gef\u00fchl, wie der Rahmen genau aussieht, wird unwichtig, was z\u00e4hlt, ist das Bild. Ich wei\u00df, ich muss mich gedulden. Nur: Geduld ist wirklich nicht meine St\u00e4rke. Ich habe entschieden, mir einige lettische Kinderb\u00fccher zu kaufen, um ein besseres Gef\u00fchl f\u00fcr die Sprache zu bekommen. Ich will nach diesem Jahr wirklich Lettisch sprechen k\u00f6nnen, zumal ich die Sprache sehr sch\u00f6n finde.<\/p>\n<div id=\"attachment_385\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/921km\/files\/2014\/12\/10846072_583157715118148_82275062625053666_n.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-385\" class=\"wp-image-385 size-thumbnail\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/921km\/files\/2014\/12\/10846072_583157715118148_82275062625053666_n-150x150.jpg\" alt=\"Burn a candle in the dark.\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/921km\/files\/2014\/12\/10846072_583157715118148_82275062625053666_n-150x150.jpg 150w, https:\/\/kulturweit.blog\/921km\/files\/2014\/12\/10846072_583157715118148_82275062625053666_n-300x300.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-385\" class=\"wp-caption-text\">Light a candle in the dark.<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>12:30 Uhr.<\/strong> Der Kurs ist zu Ende. Heute war es eigentlich kaum anstrengend, es hat sogar Spa\u00df gemacht. Aber ich bin immer noch m\u00fcde. Als ich an der Ampel stehe und den Menschen um mich herum zuh\u00f6re, bemerke ich jedoch, dass ich bei den meisten Gespr\u00e4chen mittlerweile verstehe, worum es geht. Manchmal verstehe ich die S\u00e4tze auch komplett. Ein kleiner Gl\u00fccksmoment, er sagt mir: Du bist auf dem richtigen Weg. Auch wenn das Sprechen schwer f\u00e4llt, weil mir nicht immer die richtigen Konjugationen einfallen wollen, Verstehen ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Nicht aufgeben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>13:00 Uhr.<\/strong> Nach dem Kauf des obligatorischen Geb\u00e4cks f\u00fcr die Mittagspause im Supermarkt, komme ich am Hauptgeb\u00e4ude der Technischen Universit\u00e4t an. Vorbei am Wachpersonal, vorbei an den Flaggen, nach rechts abbiegen, ins Treppenhaus, vier Stockwerke in die H\u00f6he laufen. Diesen Weg gehe ich mittlerweile wie auf Autopilot, was zur Folge hat, dass ich st\u00e4ndig in andere Menschen hineinrenne. Langsam laufen ist \u00fcbrigens auch nicht meine St\u00e4rke. F\u00fcnf Stunden B\u00fcroalltag liegen jetzt vor mir, es gibt noch viel zu tun, bevor es \u00fcber Weihnachten nach Deutschland geht. Langsam werde ich wach, langsam bin ich motiviert &#8211; schlie\u00dflich ist es Tag.<\/p>\n<div id=\"attachment_381\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/921km\/files\/2014\/12\/10389176_583157591784827_8002329931669082601_n.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-381\" class=\"size-thumbnail wp-image-381\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/921km\/files\/2014\/12\/10389176_583157591784827_8002329931669082601_n-150x150.jpg\" alt=\"Freiheitsdenkmal bei Nacht\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/921km\/files\/2014\/12\/10389176_583157591784827_8002329931669082601_n-150x150.jpg 150w, https:\/\/kulturweit.blog\/921km\/files\/2014\/12\/10389176_583157591784827_8002329931669082601_n-300x300.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/921km\/files\/2014\/12\/10389176_583157591784827_8002329931669082601_n-750x750.jpg 750w, https:\/\/kulturweit.blog\/921km\/files\/2014\/12\/10389176_583157591784827_8002329931669082601_n.jpg 960w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-381\" class=\"wp-caption-text\">Freiheitsdenkmal bei Nacht<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>15:41 Uhr.<\/strong> Sonnenuntergang. Es wird wieder dunkel. Es wird schnell dunkel. Gef\u00fchlt ist jetzt tiefste Nacht. Ich bin wieder m\u00fcde. Doch ich bei\u00dfe mich da jetzt durch, ich bin noch im B\u00fcro und es gibt nat\u00fcrlich noch immer viel zu tun. Die Arbeit macht mir Spa\u00df und auch das werte ich als gro\u00dfes Gl\u00fcck.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>18:00 Uhr.<\/strong> Feierabend. Ich packe meine Sachen, ziehe meine Jacke an, werfe meinen Schal \u00fcber, schalte das Licht aus, die Alarmanlage ein, schlie\u00dfe die T\u00fcr ab, gehe vier Stockwerke nach unten, gehe vorbei an den Flaggen und am Wachpersonal, ziehe die T\u00fcr auf und trete hinaus. Kalte, klare Winterluft schl\u00e4gt mir entgehen, ich kann meinen Atem sehen. Ich kann ihn auch h\u00f6ren, denn ich habe mich beeilt. Ich bin verabredet.<\/p>\n<div id=\"attachment_382\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/921km\/files\/2014\/12\/10710590_583157641784822_564669486743146356_n.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-382\" class=\"size-thumbnail wp-image-382\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/921km\/files\/2014\/12\/10710590_583157641784822_564669486743146356_n-150x150.jpg\" alt=\"Es weihnachtet in Riga!\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/921km\/files\/2014\/12\/10710590_583157641784822_564669486743146356_n-150x150.jpg 150w, https:\/\/kulturweit.blog\/921km\/files\/2014\/12\/10710590_583157641784822_564669486743146356_n-300x300.jpg 300w, https:\/\/kulturweit.blog\/921km\/files\/2014\/12\/10710590_583157641784822_564669486743146356_n-750x750.jpg 750w, https:\/\/kulturweit.blog\/921km\/files\/2014\/12\/10710590_583157641784822_564669486743146356_n.jpg 960w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-382\" class=\"wp-caption-text\">Es weihnachtet in Riga!<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>18:35 Uhr. <\/strong>Ich bin zu sp\u00e4t, zum zweiten Mal an diesem Tag. Ich war um 18:30 Uhr mit Sophie vor der russisch-orthodoxen Kirche im Zentrum verabredet. Denn neben besagter Kirche befindet sich ein Weihnachtsmarkt. Nachdem wir am Sonntag bereits den Markt in der Altstadt erkundet und keine gebrannten Mandeln, keinen Gl\u00fchwein mit Amaretto und keinen Lebkuchen ausfindig machen konnten, versuchen wir jetzt hier unser Gl\u00fcck &#8211; leider ohne durchschlagenden Erfolg (man kann aber auch vermuten, dass wir zumindest in der Altstadt einfach nicht genau genug hingesehen haben). Dazu muss man sagen: Weihnachten ist hier nicht ganz so pr\u00e4sent wie in Deutschland. Viel weniger Weihnachtsschokolade in den Superm\u00e4rkten (erst recht nicht im September!), kleinere Weihnachtsm\u00e4rkte, aber Unmengen an sch\u00f6n (ich sage nur: Lichterketten!) und auch weniger sch\u00f6n (ich sage nur: blinkende Rentiere!) geschm\u00fcckten Stra\u00dfenz\u00fcgen. Ich empfinde das als angenehm (abgesehen von den blinkenden Rentieren!). Riga zeigt sich offensichtlich auch im Winter von seiner besten Seite. Dort, wo ich absolute Dunkelheit und deprimierte Menschen erwartet hatte, erlebe ich tausende Lichter und noch immer unglaublich hilfsbereite, freundliche Menschen (auch wenn mir das jetzt wieder keiner glaubt).<\/p>\n<div id=\"attachment_391\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/921km\/files\/2014\/12\/10553399_565190606914859_3319945988925598102_n.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-391\" class=\"size-thumbnail wp-image-391\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/921km\/files\/2014\/12\/10553399_565190606914859_3319945988925598102_n-150x150.jpg\" alt=\"Und irgendwann sieht es wieder so aus!\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/921km\/files\/2014\/12\/10553399_565190606914859_3319945988925598102_n-150x150.jpg 150w, https:\/\/kulturweit.blog\/921km\/files\/2014\/12\/10553399_565190606914859_3319945988925598102_n-300x300.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-391\" class=\"wp-caption-text\">Und irgendwann sieht es wieder so aus!<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>21:00 Uhr.<\/strong> Zuhause. Ich bin m\u00fcde. Es ist schlie\u00dflich seit f\u00fcnf Stunden und zwanzig Minuten tiefste Nacht. Dennoch gehe ich nicht schlafen. Denn ich bin erstens hungrig und zweites habe ich ein Date mit meiner Masterarbeit. In einer Woche fliege ich nach Deutschland. Gerade eben habe ich den Ryanair-Checkin-Parcours erfolgreich bew\u00e4ltigt und als Preis meine Bordkarte erhalten. Ich freue mich sehr darauf, meine Lieblingsmenschen wiederzusehen, diejenigen, die ich in den letzten Wochen str\u00e4flich vernachl\u00e4ssigt habe. Deshalb muss es mit der Arbeit jetzt gut voran gehen, denn ich will diese kurze Zeit genie\u00dfen. Silvester werde ich schon wieder Zuhause sein. In Riga.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>1:10 Uhr.<\/strong> Ich bin m\u00fcde. Als Fazit des Tages bleibt mir jedoch: Keine Dunkelheit ist absolut, irgendwo gibt es immer Licht. Man muss es nur finden. Das bedeutet f\u00fcr mich: Keine M\u00fcdigkeit ist absolut, irgendwo gibt es immer Energie. Man muss sie nur finden. Riga macht mir beides leicht &#8211; trotz Winter (der im \u00dcbrigen momentan recht warm ausf\u00e4llt) lebe ich gern hier. Gute Nacht, Welt!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>08:56 Uhr. Langsam geht in Riga die Sonne auf. Endlich Sonne! Endlich Sonne? Falsch. Eigentlich bemerke ich es nur daran, dass der wolkenverhangene, graue Himmel etwas heller wird. Dass es m\u00f6glich ist, in den Stra\u00dfen ohne k\u00fcnstliches Licht auszukommen. 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