{"id":282,"date":"2014-11-01T00:08:44","date_gmt":"2014-10-31T23:08:44","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/921km\/?p=282"},"modified":"2014-12-01T15:19:58","modified_gmt":"2014-12-01T14:19:58","slug":"ventspils-vom-ostseewind-zum-ostseeparadies","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/921km\/2014\/11\/01\/ventspils-vom-ostseewind-zum-ostseeparadies\/","title":{"rendered":"Ventspils: Vom Ostseewind zum Ostseeparadies"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>&#8222;The Sea, once it casts its spell, holds one in its net of wonder forever.&#8220; (Jacques Cousteau)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p><\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/921km\/files\/2014\/10\/10777_565190653581521_3644765559204168822_n.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-287 alignleft\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/921km\/files\/2014\/10\/10777_565190653581521_3644765559204168822_n-150x150.jpg\" alt=\"10777_565190653581521_3644765559204168822_n\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/921km\/files\/2014\/10\/10777_565190653581521_3644765559204168822_n-150x150.jpg 150w, https:\/\/kulturweit.blog\/921km\/files\/2014\/10\/10777_565190653581521_3644765559204168822_n-300x300.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Ein kleiner Ort am Meer, kaum mehr als ein verschlafenes Nest. Entflohen dem morgendlichen Nebel, den Lichtern, den Ger\u00e4uschen der gro\u00dfen Stadt. Entflohen dem eben noch gelobten Alltag, ohne Vorstellungen, ohne Vorbereitungen &#8211; planlos gestolpert mitten hinein ins Paradies. Es ist ein bestimmtes Gef\u00fchl, welches allein diese Tage am Meer, dieses Leben an der See zu beschreiben vermag: Freiheit. Es trifft mitten ins Herz, geht durch alle Glieder, ist zu f\u00fchlen bis in die Zehenspitzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/921km\/files\/2014\/10\/1374263_565190686914851_2866339476295747463_n.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-288 alignright\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/921km\/files\/2014\/10\/1374263_565190686914851_2866339476295747463_n-150x150.jpg\" alt=\"1374263_565190686914851_2866339476295747463_n\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/921km\/files\/2014\/10\/1374263_565190686914851_2866339476295747463_n-150x150.jpg 150w, https:\/\/kulturweit.blog\/921km\/files\/2014\/10\/1374263_565190686914851_2866339476295747463_n-300x300.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Kaum angekommen in diesem kleinen Ort, diesem neuen Zufluchtsort im noch immer fremden Land, kannst du sie sp\u00fcren: die magische Anziehungskraft des Meeres. Es ist nicht zu sehen, nicht zu h\u00f6ren und doch so pr\u00e4sent. Jeder Atemzug verjagt die Zweifel, vielleicht die falsche Ausfahrt genommen zu haben. Es braucht keine Karte, keine Fragen, keine Schilder, es braucht nur dich, deine F\u00fc\u00dfe und dein Gef\u00fchl. Jeder Schritt verjagt die Zweifel, vielleicht den falschen Weg zu gehen. Verjagt die Zweifel, vielleicht die falsche Entscheidung getroffen zu haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/921km\/files\/2014\/10\/1959876_565190736914846_423213854388143558_n.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-284 alignleft\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/921km\/files\/2014\/10\/1959876_565190736914846_423213854388143558_n-150x150.jpg\" alt=\"1959876_565190736914846_423213854388143558_n\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/921km\/files\/2014\/10\/1959876_565190736914846_423213854388143558_n-150x150.jpg 150w, https:\/\/kulturweit.blog\/921km\/files\/2014\/10\/1959876_565190736914846_423213854388143558_n-300x300.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Schritt um Schritt dem Ungewiss entgegen. Schier endlose Wege, unendlich viele Abzweigungen &#8211; doch pl\u00f6tzlich kannst du es h\u00f6ren. H\u00f6rst das Rauschen \u00fcber der Musik in deinen Ohren. Schaltest die Musik aus, denn du brauchst sie nicht mehr &#8211; dieserorts hat das Leben seine eigene Musik. Folgst dem Rauschen, deine Schritte werden schneller. Der Weg f\u00fchrt dich den H\u00fcgel hinauf, eine letzte kleine Anstrengung, f\u00fcr die du sofort belohnt wirst: Schier unendliche Weite tut sich auf vor deinen Augen. Das Rauschen des Meeres ist wie ein Fl\u00fcstern, wie ein Versprechen: Alles ist gut. Alles wird gut. Alles wird besser.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/921km\/files\/2014\/10\/10676265_565190556914864_4177596057596779035_n.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-285 alignright\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/921km\/files\/2014\/10\/10676265_565190556914864_4177596057596779035_n-150x150.jpg\" alt=\"10676265_565190556914864_4177596057596779035_n\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/921km\/files\/2014\/10\/10676265_565190556914864_4177596057596779035_n-150x150.jpg 150w, https:\/\/kulturweit.blog\/921km\/files\/2014\/10\/10676265_565190556914864_4177596057596779035_n-300x300.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Das Fl\u00fcstern lockt dich immer und immer n\u00e4her an die sch\u00e4umende Brandung heran. Du siehst, du atmest, du staunst, du kannst dich nicht satt sehen an den doch immer gleichen Mustern der Wellen. Du m\u00fcsstest dich langweilen, m\u00fcsstest ungeduldig werden. Doch du bist den Uhren der Stadt l\u00e4ngst davongelaufen, hier hast du Zeit. Du setzt dich, blickst auf das Meer. Es ist \u00e4hnlich dem Blick in die Sterne, du f\u00fchlst dich auf einmal ganz klein und unwichtig und doch ist alles von Bedeutung. Das Leben ist scharf gestellt, die Gegenwart zieht dich in ihren Bann. Auf einmal wird dir klar: Egal, was da kommen mag mit den Wellen, du bist bereit. Bereit und lebendig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong><a href=\"https:\/\/kulturweit.blog\/921km\/files\/2014\/11\/10671465_565190703581516_5486556994682758083_n.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-296 alignleft\" src=\"https:\/\/kulturweit.blog\/921km\/files\/2014\/11\/10671465_565190703581516_5486556994682758083_n-150x150.jpg\" alt=\"10671465_565190703581516_5486556994682758083_n\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/kulturweit.blog\/921km\/files\/2014\/11\/10671465_565190703581516_5486556994682758083_n-150x150.jpg 150w, https:\/\/kulturweit.blog\/921km\/files\/2014\/11\/10671465_565190703581516_5486556994682758083_n-300x300.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Hintergrund:<\/strong> Ich war eingeladen, in Ventspils an der lettischen Ostseek\u00fcste an den Baltischen Germanistentagen teilzunehmen. Nat\u00fcrlich bin ich keine Germanistin, doch das Thema der Tagung hatte unter anderem mit politischer Kommunikation zu tun &#8211; also durchaus auch etwas f\u00fcr mich als Politikwissenschaftlerin. Was soll ich sagen, es hat sich gelohnt! Inhaltlich sowieso, doch der Ort allein ist ein Traum &#8211; ich liebe das Meer, wie vielleicht schon angeklungen ist ;). Abends stand dann noch die Er\u00f6ffnung der Berlinale in Riga an, was ebenfalls eine tolle Veranstaltung war &#8211; das Kino alt und wundersch\u00f6n, der Film schwere Kost aber dennoch oder gerade deswegen gut, die Veranstaltung selbst interessant. Perfekter Start ins Wochenende, ich bin einmal mehr voller Dankbarkeit f\u00fcr die Chance, hier sein und das alles erleben zu d\u00fcrfen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;The Sea, once it casts its spell, holds one in its net of wonder forever.&#8220; (Jacques Cousteau) &nbsp; Ein kleiner Ort am Meer, kaum mehr als ein verschlafenes Nest. 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