{"id":1,"date":"2015-03-13T20:47:08","date_gmt":"2015-03-13T20:47:08","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturweit.blog\/167tageinbelarus\/?p=1"},"modified":"2015-03-17T14:15:33","modified_gmt":"2015-03-17T13:15:33","slug":"hallo-welt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturweit.blog\/167tageinbelarus\/2015\/03\/13\/hallo-welt\/","title":{"rendered":"Ankommen"},"content":{"rendered":"<p>Tag 1<\/p>\n<p>Heute morgen bin ich noch verschlafen aus dem Bett gekrochen, um noch Handt\u00fccher und Bettw\u00e4sche(h\u00e4tten nicht mehr in meinen Koffer gepasst) in meinen Rucksack zu stopfen. Achtzehn Stunden sp\u00e4ter sitze ich auf einer Matratze in einer Jugendherberge im Zentrum von Minsk, im Nebenzimmer wird eine Sprache gesprochen, die mir noch fremd ist.<\/p>\n<p>Schnell ins Auto h\u00fcpfen, Mama f\u00e4hrt mich zum Flughafen, dort beginnt das Abenteuer. In Vilnius angekommen, setze ich mich in ein Shuttle, von dem ich glaube, es bringe mich zum Hauptbahnhof. Als ich drin sitze und einem \u00e4lteren Mann meine Stadtkarte zeige, er m\u00f6ge mir doch sagen, in welche Richtung wir fahren, zeigt er auf einen Punkt weit au\u00dferhalb des Papiers, dies sei eine touristische Karte, wir f\u00fchren weg vom Zentrum, zum Busbahnhof. Macht nichts: als ich die Frau an der Touristeninformation im Busbahnhof frage, wie ich jetzt zum Hauptbahnhof kommen solle, kommt die Antwort &#8222;cross the street&#8220;. Verdutzt nehme ich den n\u00e4chsten Ausgang aus der Halle und schon stehe ich vor einem Geb\u00e4ude, das eindeutig der Hauptbahnhof ist.<\/p>\n<p>Noch ist es erst 16 Uhr; ich habe noch eine Stunde, bis ich mit der Kollegin meines Ansprechpartners am Goethe Institut verabredet bin, die mir eine Zugfahrkarte \u00fcberreichen wird. Meinen Riesenkoffer im Schlepptau schweife ich in der Altstadt umher, verkleidete, singende Gastalten laufen an mir vorbei, eine Frau dr\u00fcckt mir eine Kokosmakrone in die Hand. Von allen Seiten h\u00f6re ich Russisch.<\/p>\n<p>Gerade rechtzeitig komme ich wieder am Bahnhof an, dort gibt es eine Abteilung nur f\u00fcr den Zug nach Belarus, mir wird die Fahrkarte \u00fcberreicht, nach der Visa-, Pass- und Fahrkartenkontrolle sitze ich im Zug. Bis jetzt verlief die Reise ohne Probleme, trotzdem bin ich etwas angespannt, als Grenzbeamten einsteigen. Der Zollbeamte hebt meinen Koffer hoch, sch\u00e4tzt das Gewicht ab. <span class=\"st\">\u042f \u043d\u0435 \u0433\u043e\u0432\u043e\u0440\u044e \u043f\u043e-\u0440\u0443\u0441\u0441\u043a\u0438<\/span> &#8211; ein Mann \u00fcbersetzt f\u00fcr mich. No, nothing to declare. Sp\u00e4ter holt er mir noch einen Migrationsschein. Schon die dritte Person an diesem Tag, die auf mich zukommt, um mir ihre Hilfe anzubieten.<\/p>\n<p>Mein Betreuer vom GI wartet am Bahnsteig auf mich, begleitet mich zu dem zentralgelegenen Hostel, in dem ich die n\u00e4chsten zwei N\u00e4chte verbringen werde. Wir fahren durch die Zentrale der Macht; auf beiden Seiten der Stra\u00dfe werden imposante Geb\u00e4ude angestrahlt, die Stra\u00dfen sind sauber. Das Hostel befindet sich in einem kleinen Fleckchen Altstadt direkt am Fluss Swislatsch.<\/p>\n<div class=\"mw-body-content\"><\/div>\n<div id=\"bodyContent\" class=\"mw-body-content\">\u00a0Vielleicht doch nicht so fremd; nebenan sind auch eine Gruppe von deutschen M\u00e4dchen untergebracht, die genau wie ich einen Freiwilligendienst machen, allerdings mit dem EFD(Europ\u00e4ischer Freiwilligendienst). Sie haben sich zum Zwischenseminar in Minsk versammelt. Wir quatschen ein bisschen, was ich denn erwarten w\u00fcrde von den n\u00e4chsten paar Monaten.<\/div>\n<div class=\"mw-body-content\"><\/div>\n<div class=\"mw-body-content\">Die M\u00e4dchen haben den Anfang schon hinter sich. Ich muss erstmal ankommen hier in diesem wunderbar fremden Land. Selbst wenn das erstmal nur hei\u00dft, dass ich jetzt mein Bett beziehen werde.<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tag 1 Heute morgen bin ich noch verschlafen aus dem Bett gekrochen, um noch Handt\u00fccher und Bettw\u00e4sche(h\u00e4tten nicht mehr in meinen Koffer gepasst) in meinen Rucksack zu stopfen. 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